Als jemand, der abwechselnd in Berlin und Nizza lebt, hat mich das, was in Nizza vergangene Nacht passierte, ganz besonders berührt und traurig gemacht.

Als jemand, der selbst schon oft bei Konzerten, Sportereignissen oder bei dem Feuerwerk zum Nationalfeiertag an einer der schönsten Meerespromenaden der Welt in der Menge stand und der nach den eineinhalb Flugstunden zwischen Tegel und Nizza immer wieder bemerkt, wie nahe beide Städte beieinander liegen.

Eine Nähe, die durch das, was Berlins Regierender Bürgermeister Müller eben bekannt gab, von nun an auch immer eine große Traurigkeit mit sich tragen wird. Wie der Tagesspiegel schon heute Morgen berichtete und Müller indirekt bestätigte, sind bei dem Massaker von Nizza zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Schule in Charlottenburg getötet worden.

Ein umso seltsameres Gefühl hatte ich, als ich auf meinem Spaziergang nach dem Mittagessen an der nur wenige Kilometer von der betroffenen Paula-Fürst-Schule entfernten Schöneberger Staatlichen Europaschule „Sophie-Scholl-Schule“ vorbeilief – und statt Trauerbekundungen dort die ganze Fassade mit verstörenden Bannern „dekoriert“ war – Bilder, die sich von ganz alleine im gegenwärtigen Kontext kommentieren.