Als jemand, der abwechselnd in Berlin und Nizza lebt, hat mich das, was in Nizza vergangene Nacht passierte, ganz besonders berührt und traurig gemacht.

Als jemand, der selbst schon oft bei Konzerten, Sportereignissen oder bei dem Feuerwerk zum Nationalfeiertag an einer der schönsten Meerespromenaden der Welt in der Menge stand und der nach den eineinhalb Flugstunden zwischen Tegel und Nizza immer wieder bemerkt, wie nahe beide Städte beieinander liegen.

Eine Nähe, die durch das, was Berlins Regierender Bürgermeister Müller eben bekannt gab, von nun an auch immer eine große Traurigkeit mit sich tragen wird. Wie der Tagesspiegel schon heute Morgen berichtete und Müller indirekt bestätigte, sind bei dem Massaker von Nizza zwei Schülerinnen und eine Lehrerin der Paula-Fürst-Schule in Charlottenburg getötet worden.

Ein umso seltsameres Gefühl hatte ich, als ich auf meinem Spaziergang nach dem Mittagessen an der nur wenige Kilometer von der betroffenen Paula-Fürst-Schule entfernten Schöneberger Staatlichen Europaschule „Sophie-Scholl-Schule“ vorbeilief – und statt Trauerbekundungen dort die ganze Fassade mit verstörenden Bannern „dekoriert“ war – Bilder, die sich von ganz alleine im gegenwärtigen Kontext kommentieren.

7 Kommentare

  1. Meine Generation musste noch die Nazizeit erleben.Wenn ich heute die Aktionen der Antifa sehe…, wie gleichen sich die Bilder,als SS- und SA-Horden grölend durch die Straßen zogen,prügelnd,Schaufenster zerschlugen und Feuer legten.Ja, wir haben Nazi’s in unserem Land,es ist die Antifa,die auch noch von einigen Parteien gefördert und unterstützt wird, aber andere des Rechts-Denkens bezichtigt.

  2. Die Parole „Tausche Nazi gegen Flüchtling“ leidet unter gewisser Unschärfe deshalb, weil der Erfinder seines schönes Wortes zwar weiß, was ein Flüchtling ist, als Nazi aber wohl jeden definiert, der seiner philosophisch-religiösen Erregung von Willkommen und Seid-umschlungen-Millionen widerspricht. So läuft die Parole „Tausche Nazi gegen Flüchtling“ konsequent daraus hinaus, dass infantilisierte Idioten gegen aufsässige Aussätzige polemisieren.
    http://n0by.blogspot.de/2016/07/von-infantilisierten-idioten-und.html
    Denn mir erscheint es als infantilie Idiotie einen Bevölkerungsüberschuss wie in Schwarzafrika in Europa heimisch machen zu wollen.

  3. Die Banner verraten sehr viel über das Denken der Schüler: vielleicht hätten die LehrerInnen ihren Schützlingen erklären solle, dass

    1.) wir nicht mehr ein Blut- und Bodenphilosophie huldigen

    2.) Flüchtlinge keine Objekte sind, die sie beliebig herumtauschen können wie ihren Tintenkiller

    3.) der Nazivergleich den geschichtlichen Nationalsozialismus relativiert und dadurch auch indirekt den Holocaust relativiert

  4. Das kann doch nicht wahr sein! War das eine Reaktion der Schüler*innen auf Nizza????????
    Ich kenne einen Schüler eines renommierten naturwissenschaftlich ausgerichteten Gymnasiums in Sachsen. Hoher Anspruch, da wird noch etwas gelernt.

    Dennoch: Die Schule sei stramm links, meinte er.
    David, wie kommt das? Sind das die Lehrer, oder der heilige „Zeitgeist“?

    In meiner Schulzeit gab es auch bekloppte Schüler und aalglatte linke Lehrer. Es war aber nicht möglich, solche konzertierten linken Aktionen durchzuführen. Dazu fehlte schlicht die Masse.

    Aber heutzutage scheint die gesamte Gymnasialschicht durchgegendert und antifa-t zu sein.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here