(AchGut.com/Marei Bestek) Herzlichen Glückwunsch! Sie haben soeben Ihren ersten Rechtspopulisten zur Strecke gebracht! Hören Sie jetzt bloß nicht auf und machen Sie unbedingt weiter. Denn der Nationalsozialismus ist die größte Bedrohung des 21. Jahrhunderts. Das lassen wir uns auch nicht vom Islamismus kaputt machen!

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Mit Hilfe von sprachlicher Manipulation können Sie Diskussionen zu Ihren Gunsten entscheiden. Zählt der Rechtspopulist Wörter wie „Volk“ oder „Heimatliebe“ zu seinem Vokabular, entlarvt er sich damit unumgänglich als Rassist. Versuchen Sie möglichst viele Begrifflichkeiten anzuzweifeln, allein was Rassismus ist, lassen Sie im Dunkeln. Schauen Sie zu, wie sich Ihr Gegenüber durch den Dschungel der „Political Correctness“ kämpfen muss und erteilen Sie, wann immer von Nöten, Denk- und Sprechverbote.

Wahrt der Rechtspopulist die sprachliche Etikette, können Sie ihn durch umgangssprachliche oder unbedarfte Aussagen dennoch überführen. Verweist beispielsweise eine Politikerin auf unser Recht auf Grenzkontrolle und Verteidigung, ist schnell klar, was sie eigentlich möchte: Auf Flüchtlinge schießen! Und auf Kinder! Vor allem natürlich auf Kinder! Wichtig ist, dass Sie solche Diskussionen, die vom Eigentlichen und Lösungsorientierten ablenken, möglichst in die Länge ziehen.

Den ganzen Beitrag gibt es hier: Die Knoff-Hoff-Show: „Rechtspopulisten überführen“ — Achgut.com

Foto: (c) David Berger

2 Kommentare

  1. „Rechtspopulist“ ist doch längst sowas von ausgelutscht, dass es eh keinen mehr interessiert, wenn jemand als solcher bezeichnet wird. Jeder weiß: der Begriff ist nicht justiztiabel, man kann jeden so bezeichnen ohne juristische Folgen befürchten zu müssen. Also wurde munter mit rumgeworfen. Und das Messer ist jetzt stumpf

  2. Herzlichen Dank für diesen wundervollen Beitrag. Wird sofort auf meiner Facebook-Seite und in mehreren Foren dort geteilt. David Berger, ich bin zwar nicht schwul, aber erlauben Sie mir diese kleine Anmerkung: Ich liebe Sie für diese Art der ironischen Schreibe, die leider den traurigen antidemokratischen Alltag einer selbsternannten Wächter-Clique übelster Ideologen widerspiegelt!
    Micha Schneider

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