
Eine 70-jährige Frau ist in Hamburg-Lokstedt Opfer einer tödlichen Gewalttat geworden. Die Polizei nahm einen 27-jährigen gambischen Staatsangehörigen fest. Berichte der Morgenpost, wonach die Frau enthauptet worden sei, wurden von einem Polizeisprecher dementiert.
Der Tatverdächtige erschien am Dienstag, dem 3. November, gegen 15.30 Uhr auf dem Polizeikommissariat 23 in der Troplowitzstraße, um zunächst eine Körperverletzung anzuzeigen. Anschließend führte er die Einsatzkräfte zum nahegelegenen Grandweg. Unterwegs berichtete er plötzlich von einer toten Person in einer Wohnung. Dort fanden die Beamten eine Frau mit tödlichen Verletzungen. Der Mann wurde wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts vorläufig festgenommen.
Morgenpost: „Ihr Kopf soll vom Körper abgetrennt gewesen sein.“
Nach Angaben der „Hamburger Morgenpost“ lag die Leiche der 70-Jährigen im zweiten Obergeschoss eines siebenstöckigen Mehrfamilienhauses. Die Zeitung berichtete über die Verletzungen: „Ihr Kopf soll vom Körper abgetrennt gewesen sein.“ Diese Darstellung ist jedoch umstritten: Ein Polizeisprecher erklärte gegenüber dem NDR ausdrücklich, die zunächst von mehreren Medien gemeldete Enthauptung stimme nicht.
Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich das Opfer und der Tatverdächtige. Zudem liegen Hinweise auf eine angebliche psychische Erkrankung des Mannes vor. Motiv und genauer Tatablauf sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen von Mordkommission und Staatsanwaltschaft. Laut NDR vom heutigen 4. November, Stand 11.09 Uhr, sollte er heute einem Haftrichter vorgeführt werden. Eine bestätigte Entscheidung über Untersuchungshaft, psychiatrische Unterbringung oder Freilassung liegt PP nicht vor. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
Der Fall erinnert unweigerlich an einen Lampedusa-Flüchtling aus dem Niger, der 2018 in Hamburg Tochter und Frau tötete, dabei seine einjährige Tochter nicht nur brutal abgestochen, sondern ihr tatsächlich den Kopf fast vollständig abgetrennt hat (PP berichtete).
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