Linksextremer Dschihad: Christen- und Judenhass hinter den Ausschreitungen in Frankreich

(David Berger) Brennende Rathäuser, geplünderte Geschäfte, Angriffe auf jüdische Einrichtungen und gewaltsam geöffnete Kirchen: Die Gewaltexzesse in Frankreich zeigen eine Entwicklung, die weit über gewöhnliche Sozialproteste hinausgeht, auch wenn Spiegel & Co. uns das noch immer weismachen wollen. Besonders erschütternd sind die Berichte über Angriffe auf jüdische Geschäftsinhaber und offen antisemitische Parolen. Im Mittelpunkt steht dabei eine politische Allianz, die Europa zunehmend beschäftigt: das Zusammenwirken von radikaler Linker und islamistischen Kräften.

„Sie kamen vorbereitet. Sie hatten die Adressen der Rathäuser. Sie hatten Adressen jüdischer Ladenbesitzer.“ Mit diesen Worten beschreibt der französische Journalist Paul Amar nach einem auf X verbreiteten Zitat die jüngsten Ausschreitungen in Frankreich. In einer Straße von Marseille, so Amar, seien sämtliche jüdischen Geschäfte angezündet worden, während muslimisch geführte Läden verschont geblieben seien. Die Jewish Telegraphic Agency berichtete unter Berufung auf den jüdischen Sicherheitsdienst SPCJ ebenfalls über beschädigte und angezündete Geschäfte jüdischer Eigentümer.  Was Amar schildert, ist der Vorwurf einer gezielten antisemitischen Gewaltaktion. Die Täter hätten demnach nicht wahllos zerstört, sondern ihre Opfer nach deren jüdischer Zugehörigkeit ausgewählt. Auch andere Beobachtungen werfen Fragen nach den Motiven der Gewalttäter auf. So kursieren auf X Bilder einer zerstörten McDonald’s-Filiale, während der unmittelbar benachbarte Halal-Betrieb Master Poulet unbeschädigt blieb. Nur ein Zufall?

Sacha Roitman, Geschäftsführer des Combat Antisemitism Movement, warnt eindringlich vor den Folgen der eskalierenden Gewalt für jüdische Gemeinden. Gegenüber ynet erklärte er, dass Synagogen auch in Frankreich häufig zu den ersten Angriffszielen gehörten, sobald Chaos und Gewalt auf den Straßen um sich griffen. Seine Warnung reicht jedoch weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus: „Was gegen Juden beginnt, hört niemals dort auf.“

Antisemitische Parolen und eine verwüstete Synagoge

Im 19. Arrondissement von Paris wurde ein jüdischer Gebetsraum verwüstet. Religiöse Gegenstände und Gebetbücher lagen verstreut, Schränke waren durchwühlt, das Büro des Rabbiners wurde durchsucht. Nach Angaben des jüdischen Sicherheitsdienstes SPCJ wurde auch eine antisemitische Inschrift entdeckt. Für die jüdischen Gemeinden Frankreichs, die seit Jahren unter antisemitischen Bedrohungen leiden, ist der Vorfall ein weiteres erschreckendes Ereignis.

Dass offener Judenhass – meist unter der Palästinenserflagge und nicht selten mit dem Ruf „Allahu akbar“ praktiziert – innerhalb der Protestbewegung auftrat, zeigen weitere Berichte. Bereits Anfang Oktober wurden bei einer Schulblockade in Carpentras antisemitische Parolen und Hakenkreuze dokumentiert. Ein Teilnehmer drohte damit, Juden niederzutrampeln. Bei den Ausschreitungen am 17. Oktober trug ein vermummter Demonstrant in Paris nach einem Medienbericht ein Schild mit der Aufschrift: „Hört auf, uns mit Gas anzugreifen, wir sind keine Juden.“ In Grenoble wurde eine Carrefour-Filiale angegriffen und mit Parolen über Gaza und einen angeblichen Völkermord beschmiert. Der Palästinenserterror vom 7. Oktober wird damit auch hier unmittelbar in die französischen Straßenkämpfe hineingetragen.

Auch katholische Kirchen betroffen

Auch vor katholischen Gotteshäusern machten die Gewalttäter nicht halt. Kardinal Jean-Marc Aveline, Erzbischof von Marseille, bestätigte am 18. Oktober in einer offiziellen Erklärung: „Am Rande der angekündigten Demonstrationen wurden Geschäfte geplündert, Kirchen gewaltsam geöffnet, das Rathaus gestürmt und beschädigt, eine Polizeidienststelle verwüstet und Angehörige der Sicherheitskräfte angegriffen.“ Der Kardinal spricht ausdrücklich von „inakzeptabler Gewalt“ und mahnt: „Unsere Stadt und unser Land verdienen Besseres.“ In Grenoble drangen am Samstag mehrere Randalierer in die Kirche Saint-Louis ein und schändeten dort die heilige Stätte. Dies bestätigte die Präfektur des Départements Isère. Über den Angriff berichteten übereinstimmend die regionalen Nachrichtenportale GrenobleMag, Place Gre’net und TG+.

Die religiösen Grundlagen, auf die sich islamistische Extremisten bei ihrer Verfolgung von Christen und Juden berufen, sind keineswegs erfunden. Der Koran fordert in Sure 9,29 den Kampf gegen Angehörige der Schriftreligionen bis zu deren Unterwerfung und Entrichtung der Dschizya. In einer Mohammed zugeschriebenen Überlieferung (Sahih Muslim 1731a) werden die Annahme des Islam, die Zahlung einer Unterwerfungsabgabe oder der vernichtende Kampf als Alternativen genannt. Eine weitere Überlieferung (Sahih Muslim 1767a) spricht ausdrücklich von der gewalttätigen Vertreibung der Juden und Christen.

***

Wir verzichten auf Paywall und aufdringliche Pop-Ups – Bitte vergessen Sie uns trotzdem nicht: Ohne Ihre Hilfe kann hier kein einziger Satz erscheinen:

PAYPAL (Stichwort Schenkung)

Oder per Überweisung auf

David Berger, IBAN: DE44 1001 0178 9608 9210 41 – BIC REVODEB2 – Stichwort: Schenkung

ÜBERWEISUNG (Stichwort: Schenkung)

******

Addendum: „Schlagt nicht dieses Geschäft kaputt, das ist eine muslimische Schwester!“

« Cassez pas ce magasin là, c’est une sœur ! « 😝😝😝😡
@SoMabrouk @ZemmourEric
« comment osez-vous dire que ce sont des horde arabo musulmanes ? » https://t.co/8LfC1gYnKs

— Elisabeth R! 🇫🇷/2027/Immigration NÉGATIVE 👍✈️✈️ (@Lisabethdanj) October 19, 2026


Entdecke mehr von Philosophia Perennis

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Philosophie und Theologie des Mittelalters. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

Trending

VERWANDTE ARTIKEL