
(David Berger) Im Wahlprogramm zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellt die Linkspartei „christlich-evangelikalen“ und „jihadistischen“ Fundamentalismus in eine Reihe und kündigt deren „Bekämpfung“ an. IDEA-Leiter Dennis Pfeifer spricht von einer „ungeheuerlichen Entgleisung“ – und trifft damit einen entscheidenden Punkt.
Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt eine Passage aus dem Wahlprogramm der Linken für Empörung unter evangelikalen Christen. Das Programm wurde bereits am 14. März 2026 auf dem Landesparteitag beschlossen. Darauf macht nun Dennis Pfeifer, Leiter der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, in einem bemerkenswert deutlichen Kommentar im aktuellen Heft von IDEA aufmerksam. Unter der Überschrift „Ein ungeheuerlicher Angriff auf Evangelikale!“ zitiert er aus dem Programm: „Die Linke setzt sich dafür ein, dass religiöser Fundamentalismus, sei er christlich-evangelikaler oder jihadistischer Prägung, durch Intervention, Aufklärungsarbeit, Prävention und zivilgesellschaftliche Initiativen entschieden bekämpft wird.“
Pfeifers Einwand ist ebenso einfach wie schwer zu widerlegen: Mit dieser Formulierung werden evangelikale Christen und Dschihadisten zumindest sprachlich unter dieselbe Kategorie eines zu „bekämpfenden“ religiösen Fundamentalismus gestellt. Pfeifer nennt diese Gleichsetzung „nicht nur falsch“, sondern „niederträchtig“.
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