CDU-Bürgermeister unterstützt AfD mit 10.000 Euro – und will sie selbst wählen

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Die von der CDU-Führung beschworene „Brandmauer“ zur AfD bekommt ausgerechnet in den eigenen Reihen immer größere Risse. Ein CDU-Kommunalpolitiker aus Sachsen-Anhalt hat der AfD 10.000 Euro gespendet – und kündigt öffentlich an, bei der Landtagswahl selbst für die Partei zu stimmen.

Für die CDU dürfte der Vorgang höchst unangenehm sein: Bernd Prange, langjähriges CDU-Kreistagsmitglied in Stendal und Ortsbürgermeister der Altmärkischen Höhe, hat nach eigenen Angaben insgesamt 10.000 Euro an die AfD in Sachsen-Anhalt gespendet. Zunächst waren 5.000 Euro bekannt geworden, inzwischen hat Prange die Summe verdoppelt. Darüber berichtet NIUS.

Doch bei der finanziellen Unterstützung bleibt es nicht. In einer persönlichen Erklärung rechnet der CDU-Politiker mit dem Kurs seiner eigenen Partei ab. Konservative Werte wie Leistung, Ordnung, Sicherheit, nationale Souveränität und der Schutz der kulturellen Identität sehe er in der Union immer weniger vertreten. Stattdessen bewege sich die CDU immer weiter nach links und halte gleichzeitig an ihrer Abgrenzung gegenüber der AfD fest.

Er will Siegmund

Prange fordert deshalb einen grundlegenden Kurswechsel. Er wünsche sich bei der Landtagswahl am 6. September eine so starke AfD, dass die CDU zum Umdenken gezwungen werde. Zugleich fordert er das Ende der Brandmauer und die Ablösung von Bundeskanzler Friedrich Merz. Nach Pranges Darstellung funktioniert die Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD auf kommunaler Ebene längst: Im Kreistag Stendal werde seit Jahren sachbezogen und konstruktiv miteinander gearbeitet. Seine Konsequenz: Obwohl er weiterhin CDU-Mitglied und Kommunalpolitiker der Union ist, kündigt Prange an, bei der kommenden Landtagswahl selbst die AfD zu wählen. Sein erklärtes Ziel ist eine absolute Mehrheit für die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.

Für die CDU-Führung könnte der Fall zum Problem werden. Friedrich Merz hatte bereits 2021 angekündigt, dass Zusammenarbeit mit der AfD parteiintern Konsequenzen bis hin zu einem Ausschlussverfahren haben werde. Nun stellt sich ein eigener CDU-Bürgermeister nicht nur gegen die Brandmauer – er unterstützt die AfD mit einer fünfstelligen Summe und ruft faktisch dazu auf, sie zu wählen.


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