Marokko stoppt zweiten Massenansturm auf Ceuta

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Nach den chaotischen Szenen der vergangenen Tage ist Ceuta erneut Ziel eines organisierten Massenansturms geworden. Hunderte Migranten machten sich am Samstag auf den Weg zur spanischen Exklave – diesmal griffen die marokkanischen Sicherheitskräfte jedoch massiv ein.

Für den heutigen 15. August war in den sozialen Netzwerken zu einem erneuten massenhaften Grenzübertritt nach Ceuta aufgerufen worden. Die spanischen Behörden hatten daraufhin die Sicherung der Grenze am Tarajal erheblich verstärkt.

Am Samstagmorgen wurde deutlich, dass die Warnungen keineswegs unbegründet waren. Nach Angaben der in Ceuta erscheinenden Zeitung El Faro bewegten sich Hunderte Migranten in Richtung der spanischen Grenze. Bei ihnen soll es sich überwiegend um Migranten aus Staaten südlich der Sahara gehandelt haben, die sich zuvor auf marokkanischem Gebiet gesammelt beziehungsweise verborgen hatten.

Rabat greift diesmal durch

Anders als bei früheren Massenübertritten ließ Marokko die Migranten diesmal offenbar nicht bis zur spanischen Grenze gelangen. Polizei und weitere Sicherheitskräfte wurden in großer Zahl eingesetzt, Gruppen von Migranten bereits im Hinterland aufgegriffen und zurückgedrängt. Auch Luftüberwachung soll zum Einsatz gekommen sein. Die spanische Zeitung El Español spricht deshalb ausdrücklich von einem „zweiten Ansturm auf Ceuta“, den Rabat verhindert habe. Auch Spanien hatte seine Kräfte am Grenzübergang Tarajal massiv verstärkt.

Dass es sich nicht um eine spontane Bewegung einiger weniger Migranten handelte, war bereits am Freitag klar. Reuters berichtete über entsprechende Aufrufe in den sozialen Netzwerken und über die daraufhin erfolgte Verstärkung der spanischen Sicherheitskräfte.

Ceuta bleibt unter Druck

Brisant ist die Lage auch deshalb, weil die Migrationskrise zunehmend von marokkanisch-nationalistischer Propaganda gegen die spanische Souveränität über Ceuta begleitet wird. In sozialen Netzwerken werden Parolen verbreitet, wonach Ceuta marokkanisch und Spanien schwach sei. Der zweite Massenansturm scheint vorerst aber gescheitert zu sein.

Wie es in Ceuta derzeit bereits aussieht, dazu mehr hier:

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