Seyran Ateş: Verschwiegene Gewalt im Neuköllner Jugendclub kein Einzelfall

(David Berger) Die bekannte Berliner Aktivistin und Juristin Seyran Ateş hat sich in der Sendung „Kontrafunk aktuell“ vom 13. März 2026 zu den aus Angst vor Rassismusvorwürfen vertuschten Vergewaltigungsfällen in einem Neuköllner Jugendclub geäußert und gleichzeitig den am Sonntag zum ersten mal in Berlin anstehenden „Tag gegen Islamophobie“ kritisiert.

Die Vorfälle in dem Jugendclub und die ausbleibende Reaktion der Verantwortlichen seien kein Einzelfall, so Seyran Ateş. Vielmehr seien ihr zahlreiche ähnlich gelagerte Fälle aus dem ganzen Bundesgebiet bekannt. Immer öfter komme es vor, dass man aus Angst vor Rassismus-Vorwürfen oder vor einem Erstarken der AfD schwere Gewalt in migrantischen Milieus nicht offen benenne, ja manchmal nicht einmal bereit sei, diese zu stoppen. Oder um es deutlicher zu sagen: Die Angst vor einem Erstarken der AfD wird zum Freifahrtschein für arabisch-muslimische Vergewaltiger.

Wenn Täter aus migrantischen oder muslimischen Milieus kommen, dürfe das nicht verschwiegen werden. Politische Korrektheit dürfe nicht über den Schutz von Mädchen gestellt werden. Sonst mache man die Opfer ein zweites mal zu Opfern.

„Islamophobie“ als islamistischer Kampfbegriff

Hart kritisiert Ateş auch den am kommenden Sonntag zum ersten mal von den Berliner Altparteien zelebrierten „Tag gegen Islamfeindlichkeit“. Zwar gebe es tatsächlich diskriminierende Aussagen gegenüber Muslimen, diese seien aber nicht selten selbst die ersten Opfer des fanatischen Islam. Zudem würde durch solch einen Tag die Opfermentalität vieler Muslime unnötig und auf schädliche Weise weiter genährt.

Ateş warnt davor, dass der Begriff „Islamfeindlichkeit“ nicht selten politisch instrumentalisiert wird. Islamische Organisationen versuchen damit Kritik am politischen Islam zu delegitimieren und problematische Themen (Frauenrechte, Zwangsheirat, Extremismus) zu tabuisieren. Hinzukommt noch, dass legitime Islamkritik mit dem Vorwurf des Rassismus verächtlich, ja kriminalisiert wird.

Hier geht es zur ganzen Sendung: KONTRAFUNK AKTUELL

***

Ich bin ganz ehrlich: PP kann derzeit gerade noch die Unkosten für die Technik (Server, Sicherheitstools etc.) zahlen. Wenn Sie unsere Arbeit gut und wichtig finden und wollen, dass wir weiter erscheinen können, dann können Sie das u.a. hier zeigen:

PAYPAL


Entdecke mehr von Philosophia Perennis

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

Trending

VERWANDTE ARTIKEL