(David Berger) Die ursprüngliche, gestern in den internationalen Medien – ausgehend von der spanischen „El Pais – kursierende Meldung, wonach Papst Leo XIV. die extreme Rechte ausdrücklich verurteilt haben soll, war offenbar eine bewusst von linken Medien lancierte Falschnachricht.
Die größte Sorge in Spanien sei für Papst Leo derzeit „die rechtsextreme Ideologie“, die „die katholischen Wählerstimmen gewinnen und die Kirche instrumentalisieren“ wolle, so gestern – ausgehend von einer Notiz bei der spanischen Zeitung „El Pais“ – zahlreiche internationale Medien und Posts in den sozialen Netzwerken.
Laut einem offiziellen Statement der spanischen Bischofskonferenz hat der Papst bei einem Treffen mit ihren Mitgliedern zwar über allgemeine Risiken von politischen Ideologien gesprochen – aber nicht konkret, dass er „die extreme Rechte verurteilt“. Ja, von einer „extremen Rechten“ (was immer man darunter verstehen mag) war niemals die Rede.
Linke Instrumentalisierung des Evangeliums eigentliche Gefahr
Vielmehr betonte er allgemein, dass der Glaube nicht für politische Zwecke instrumentalisiert werden sollte. Ein Wink, der in der derzeitigen Lage vielmehr in Richtung der linkstotalitären Instrumentalisierer des Evangeliums, etwa der sog. Befreiungstheologie, der Corona-Fanatiker („Jesus hätte sich impfen lassen“) oder der Gegen-Rechts-Kämpfer im deutschen Episkopat (Bätzing) gedeutet werden könnte. Aber vielleicht auch als Selbstkritik des Papstes an seiner Apostolischen Exhortation „Dilexi te“ verstanden werden kann.
In ihrer Reaktion auf die Falschmeldungen von „El Pais“ & Co stellten die spanischen Bischöfe klar:
Der Papst empfing sie „mit besonderer Zuneigung“ und ermutigte zu Evangelisierung und kirchlicher Gemeinschaft, er habe über die allgemeinen Risiken gesprochen, den Glauben ideologisch zu missbrauchen, ohne bestimmte Gruppen namentlich zu verurteilen,
die Bischofskonferenz bezeugte ihren Respekt und ihre Verbundenheit mit dem Papst und seiner Botschaft.
In anderen Worten: Die Schilderung, Leo habe die extreme Rechte klar kritisiert oder verurteilt, wurde von der spanischen Bischofskonferenz so nicht bestätigt und wurde insofern als ungenau bzw. falsch dargestellt.
Spaniens Katholiken – verfolgt von Kommunisten

Für die spanischen Katholiken ist die aufgeworfene Frage von besonderer Bedeutung: In der Zweiten Republik (1931–1936) erlitt die katholische Kirche eine extreme Katholikenverfolgung. Es gab nicht nur ungerechte Enteignungen, sondern antikatholische Gesetze und brutale Gewalt gegen Priester und Ordensleute. Mehr als 10.000 katholische Priester und Ordensleute wurden in dieser Zeit von den Sozialisten ermordet.
Erst General Francisco Franco stellte wieder rechtsstaatliche Verhältnisse her und zeigte sich als gläubiger Beschützer des Katholizismus. Die Erinnerung an die Zeit der Katholikenverfolgung flammt im derzeitigen sozialistischen Regime Spaniens erneut auf, etwa in den Debatten um die Benediktinerabtei und das Denkmal im Valle de Caidos.
Spanische Katholiken gegen die Islamisierung ihres Landes
Hinzukommt, dass es ausgerechnet die spanische Partei Vox (ähnlich unserer AfD ist), die sich für die Bewahrung der katholischen Fundamente Spaniens stark macht. So etwa als die Stadt Jumilla in der Region Murcia neue Regeln für die Nutzung öffentlicher Veranstaltungsräume eingeführt hat, die muslimische Feste wie das Opferfest dort künftig nicht mehr erlaubt. Die Vox-Partei unterstützt die Entscheidung und sieht darin einen Beitrag zur Bewahrung christlicher Traditionen in Spanien. Die spanische Zentralregierung hingegen hält die Maßnahme möglicherweise für verfassungswidrig, da sie die Religionsfreiheit verletzen könnte, und verlangt eine juristische Prüfung.
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