(David Berger) Wie Katholische Nachrichtenagenturen im Anschluss an die spanische Tageszeitung „El Pais“ berichten, widersetzt sich die Benediktinerabtei, die das Grab und die Gedenkstätte des spanischen Herrschers Francisco Franco (1892-1975) betreut, den Versuchen der Sozialisten, dessen Gebeine zu exhumieren und an eine schlichtere Stelle zu verbringen.

Mit der Exhumierung soll der Charakter der Basilika als Wallfahrtsstätte für die Anhänger des spanischen Herrschers, der sich selbst als strenger Katholik verstand, beendet werden.

Santiago Cantera ist nicht nur Prior seines Benediktinerklosters, sondern auch für die Verwaltung der franquistischen Gedenkstätte „Valle de los Caidos“ zuständig. Bei ihm wurde die sozialistische Regierung nun mehrfach vorstellig, um Zugang zum Grab des von vielen Spaniern nach wie vor hoch verehrten Diktators zu erhalten. Mit dem Ziel, dessen Gebeine zu entnehmen, um sie an einen „schlichteren“, vermutlich für die Öffentlichkeit unzugänglichen Ort zu verbringen.

Doch der hohe Geistliche Cantera blieb bislang hart: Er werde der Regierung den Zugang mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verweigern.

Widerstand in der spanischen Bevölkerung

Die KNA schreibt: „Im „Tal der Gefallenen“ in der Sierra de Guadarrama befindet sich die architektonisch eindrucksvolle Basilika mit Francos Grab. Die sozialistische Regierung in Madrid setzt sich seit Monaten – gegen den Willen der Angehörigen – für eine Umbettung des „Caudillo“ ein.

Seine Gebeine sollen nach dem Willen der Sozialisten an einen schlichteren Ort verbracht werden. Zahlreiche rechtliche Hürden erschweren jedoch das Vorhaben. Zudem gibt es erhebliche Widerstände in der spanischen Bevölkerung.“

Familie Francos widersetzt sich Plänen der spanischen Regierung

Die Diskussionen um die sozialistische Schändung der Gedenkstätte haben zu einem extremen Anwachsen der Besucherzahlen geführt. Auch die Familie von Franco widersetzt sich energisch den Plänen der Sozialisten, die sich bereits durch ihre katastrophale Flüchtlingspolitik bei der Bevölkerung unbeliebt gemacht haben.