(David Berger) Das einstmals links-grüne Berlin ist derzeit auf dem Weg zu einer politischen Wende: Wäre am kommenden Sonntag Abgeordnetenhauswahl, käme die AfD auf 17 Prozent und wäre damit zweitstärkste Kraft in der Hauptstadt. Das geht aus einer aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA hervor.
An der Spitze liegt allerdings weiterhin die CDU mit 22 Prozent – und das trotz der diversen Skandale rund um deren Regierenden Bürgermeister Wegner im Zusammenhang des linksextremen Anschlags auf die Energieversorgung. Dahinter folgt die AfD mit 17 Prozent – und zwar noch vor der SPD (16 Prozent). Grüne und Linke erreichen jeweils 15 Prozent. Die FDP und das BSW kämen auf jeweils 4 Prozent und lägen damit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Sonstige Parteien erreichen zusammen 7 Prozent.
AfD auf Erfolgskurs

Das Umfrageergebnis deuten auf einen zunehmenden politischen Stimmungswandel in der Hauptstadt hin. Während die CDU seltsamerweise ihre Führungsposition behauptet, kann die AfD ihre Stellung ausbauen und sich klar vor SPD, Grünen und Linken platzieren. Für die SPD, die Berlin viele Jahre politisch geprägt hat, ist dies ein weiterer Rückschlag. Allerdings besitzt die Berliner AfD mit Persönlichkeiten wie Kristin Brinker, Frank-Christian Hansel oder Julian Adrat u.a. auch deutlich mehr Politiker, die nicht nur äußerst profiliert, sondern auch sehr sympathisch und bürgernah auftreten.
Für Grüne und Linke zeigt die Umfrage ein enges Rennen um Platz vier. Beide Parteien, die in Berlin durchaus radikaler auftreten als im übrigen Bundesgebiet und kaum für durch politische Tugenden oder Sympathiewerte glänzen, liegen gleichauf und müssten um ihren Einfluss im Parlament kämpfen. Besonders brisant: FDP und BSW würden nach aktuellem Stand den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.
Koalition von AfD und Wegner-CDU könnte AfD enorm schaden
Sollte sich dieses Ergebnis bei einer Wahl bestätigen, dürfte die Regierungsbildung schwierig werden. Klassische Zweierbündnisse hätten es rechnerisch schwer, stabile Mehrheiten zu bilden. Denkbar wären Dreierkoalitionen – etwa unter Führung der CDU – oder neue politische Konstellationen. Dass die AfD es riskieren wird, ihren guten Ruf durch eine Koalition mit der Berliner Wegner-CDU zu riskieren, kann man sich tatsächlich schwer vorstellen.
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