(David Berger) Mit ungewöhnlicher Klarheit und scharfen Worten hat US-Außenminister Marco Rubio heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz den politischen Kurs der vergangenen Jahre dies- und jenseits des Atlantiks infrage gestellt – und dabei nicht nur Energie- und Migrationspolitik kritisiert, sondern einen zivilisatorischen Weckruf an Europa und besonders an Deutschland gerichtet. Bei Merz & Co droht dieser freilich auf taube Ohren zu stoßen.
„Um den Klimakult zu besänftigen, haben wir uns Energiegesetze auferlegt, die unsere Bevölkerung verarmen lassen, während unsere Konkurrenten Öl, Kohle, Erdgas und alles andere nutzen“, so US-Außenminister Rubio in seiner heutigen Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz.
Katastrophe Massenmigration
„Und im Streben nach einer Welt ohne Grenzen öffneten wir unsere Türen für eine beispiellose Welle massenhafter Migration, die den Zusammenhalt unserer Gesellschaften, die Kontinuität unserer Kultur und die Zukunft unseres Volkes bedroht.
Diese Fehler haben wir gemeinsam gemacht. Und nun schulden wir es gemeinsam unseren Menschen, diesen Tatsachen ins Auge zu sehen und nach vorn zu gehen – um wieder aufzubauen.“
„Um den Klimakult zu besänftigen, haben wir uns Energiegesetze auferlegt, die unsere Bevölkerung verarmen lassen, während unsere Konkurrenten Öl, Kohle, Erdgas und alles andere nutzen“, sagte US-Außenminister Rubio bei der #MSC2026.https://t.co/FM55aw8SqC pic.twitter.com/dZdi9TRgyY
— NIUS (@niusde_) February 14, 2026
„Kinder desselben Hauses“
Dieses „Gemeinsam“ sollte getragen sein, vom tiefen historischen, kulturellem und zivilisatorischen Verwobensein Europas und die Vereinigten Staaten: „Unser Schicksal ist und bleibt untrennbar mit Ihrem verbunden“, sagte Rubio.
Im Unterschied zu Bundeskanzler Merz, der zuvor die USA heftig angegriffen und auf erschreckende Weise sein totalitäres Staatsverständnis gegen Trump und Vance in Stellung gebracht hat, rief Rubio in Erinnerung, dass Amerika und Europa nicht nur strategische Partner sind, sondern „Kinder desselben Hauses“: „Für uns Amerikaner mag unsere Heimat zwar in der westlichen Hemisphäre liegen, aber wir werden immer Kinder Europas bleiben.“
Dieser Satz besitzt nicht nur geopolitische Bedeutung, sondern spricht das an, worauf jede zukunftsfähige Politik gründen muss – auf einem gemeinsamen, zivilisatorischen Fundament. Rubios Worte, „Wir wollen, dass Europa stark ist. Wir glauben, dass Europa überleben muss“, sind dabei keine bloße Wunschformel, sondern ein existenzieller Appell an die europäische Verantwortung gegenüber sich selbst und der Welt.
Unverdientes Angebot
Im Unterschied zu Merz ist Rubios Kritik nicht auf Spaltung ausgerichtet, sondern Ausdruck gemeinsamer Sorge: Dass er – wie eingangs zitiert – mit Nachdruck politische Entscheidungen nannte, die markante Fehler der vergangenen Jahre darstellen – etwa eine Politik, die nationale Souveränität zugunsten supranationaler Strukturen aufgab, oder das Öffnen der Tore für unkontrollierte Massenmigration, die die sozialen und kulturellen Grundlagen gefährde – war keine einseitige Schuldzuweisung.
Das „Wir haben diese Fehler zusammen gemacht“ Rubios ist ein großzügiges, angesichts der Anti-Trump-Hetze aus der EU ein unverdientes Angebot, diese gemeinsam zu korrigieren. Dieses „gemeinsam“ ist der Kern des Appells: Kritik, so verstanden, richtet sich nicht gegen Europa als solches, sondern die Politik der Merkels, Macrons, von der Leyens und Merzs, die langfristiges Überleben und Stärke untergräbt.
Taube Ohren
„Wir wollen ein wiederbelebtes Bündnis“, so Rubio. „Wir brauchen ein widerbelebtes Bündnis“, müsste es Trump und Rubio jetzt aus Deutschland entgegenschallen. Dieser Ruf wird nicht oder nur mit deutscher Übermenschenattitüde vorgetragenen Forderungen kommen.
Ein solches überlebenswichtiges Bündnis wird mit geradezu dümmlich-arrogant auftretenden Politikern wie Merz oder von der Leyen kaum kommen. Sie spüren instinktiv, dass Rubio ihnen in seiner Rede gezeigt hat, von welchen „geschichtsfernen, dummdreisten und gefährlichen Narren (West)Europa regiert wird“ (Frank W. Haubold). Im Unterschied zu Vance hat er allerdings die Rute in diplomatisches Zuckerrohr verpackt. Seit der Rede Rubios ist klarer als jemals: Europa hat Chancen auf eine gute Zukunft, aber nicht mit Merz & Co. Die stehenden Ovationen am Ende der Rede Rubios, müssten dem letzten deutlich gemacht haben: Die Politiker, die Haubold treffend charakterisiert hat, müssen weg!
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