(David Berger) Ausgerechnet an Heiligabend hat die ARD eine den Glauben verhöhnende „Christmette“ übertragen, bei der Jesus als ekliges „Schleimwesen“ verspottet wird. Das Entsetzen von Christen in ganz Deutschland ist groß. Die katholische Bewegung „Christkönigtum“, bekannt für ihre reichweiten Aktionen in den sozialen Medien hat nun eine Aktion dagegen gestartet
2 Musterbeschwerde-schreiben, die man beliebig verändern und in wenigen Sekunden an zwei Stellen senden kann: ARD – Pressestelle und den zuständigen Bischof.
In dem Text dazu heißt es:
„In der von der ARD am Heiligabend 2025 live übertragenen Christmette (Ab 8:40 Min) aus der katholischen Kirche St. Maria in Stuttgart wurde die Geburt unseres Herrn in entwürdigender blasphemischer Weise dargestellt. Medien berichten, dass die Zuschauer es als eine Art “Schleim-Jesus” wahrgenommen haben.
Christen sind keine wehrhafte Gruppe, gerade deshalb führt eine begründete Beschwerde oft zu konkretem Handeln.
Die ARD hat mit der Übertragung der Christmette unzählige Christen verletzt und beleidigt. Selbst kirchenferne Zuschauer zeigten sich entsetzt über die groteske Darstellung. Eine öffentliche Entschuldigung des Senders ist überfällig.“
Schweigen ändert nichts.
Genug ist genug!
Direkt an den zuständigen „Hörfunkpfarrer“ des SWR hat sich der Katholik Andre Wiechmann gewandt. Wir veröffentlichen hier sein Schreiben:
Sehr geehrter Herr Steiger,
mit diesem Schreiben wende ich mich in äußerster Betroffenheit, aber auch mit aller gebotenen Klarheit an Sie.
Der von Ihnen verantwortete ARD-Fernsehgottesdienst zur Christmette aus St. Maria in Stuttgart hat bei mir – und bei zahlreichen weiteren gläubigen Katholiken – nicht nur Irritation, sondern tiefes Entsetzen ausgelöst. Was dort am Hochfest der Geburt des Herrn öffentlich gezeigt und liturgisch vollzogen wurde, stellt aus meiner Sicht eine massive Grenzüberschreitung dar – theologisch, liturgisch und pastoral.
Im Zentrum der Kritik steht zunächst die sogenannte Krippendarstellung. Das Christuskind wurde nicht als menschliche Person dargestellt, sondern als amorphe, fleischartige, an rohes Gewebe oder Verwesung erinnernde Masse. Diese Darstellung wurde erkennbar als Christus in der Krippe ausgerufen.
Ich sage es unmissverständlich:
Diese Darstellung ist mit dem katholischen Verständnis der Menschwerdung Christi nicht vereinbar. Sie entstellt das Inkarnationsgeschehen, entwürdigt das Christuskind und verletzt in erheblicher Weise das religiöse Empfinden gläubiger Christen. Besonders schwer wiegt, dass diese Bilder am Heiligen Abend, in einem sakralen Raum und über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestrahlt wurden – ausdrücklich auch an Familien und Kinder gerichtet. Die gezeigte Bildsprache war objektiv geeignet, Kinder zu verstören und zu verunsichern.
Doch damit nicht genug.
Zusätzlich musste festgestellt werden, dass die Christmette auch in liturgischer Hinsicht grundlegende Defizite aufwies. Insbesondere das Fehlen sowohl des Gloria als auch des Credo widerspricht dem Messbuch Pauls VI. und der verbindlichen Ordnung der Liturgie an einem Hochfest wie Weihnachten. Diese Auslassungen sind keine Nebensächlichkeiten, sondern betreffen den Kern der römisch-katholischen Messfeier.
Wenn zentrale Elemente des Glaubensbekenntnisses und des weihnachtlichen Lobgesangs schlicht entfallen, entsteht der Eindruck, dass hier nicht mehr die Kirche betet, sondern ein individuelles oder redaktionelles Konzept über die Liturgie gestellt wird. Das ist für viele Gläubige nicht länger hinnehmbar.
Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich klarstellen:
Wir Gläubigen werden diese Form der Entkernung, Verfremdung und faktischen Umdeutung katholischer Liturgie und Symbolik nicht mehr stillschweigend mittragen. Der Punkt ist erreicht, an dem Widerspruch notwendig ist.
Zu diesem Vorgang habe ich mich bereits mit einem ausführlichen Schreiben an den Apostolischen Nuntius in Deutschland gewandt. Nach meinem Kenntnisstand wurde dieser Vorgang inzwischen auch an den Heiligen Vater weitergeleitet. Darüber hinaus werden derzeit weitere rechtliche Prüfungen vorgenommen, insbesondere im Hinblick auf die öffentliche Darstellung religiöser Inhalte und deren Vereinbarkeit mit geltendem Recht.
Unabhängig von allen kirchenrechtlichen oder staatlichen Prüfungen halte ich eines bereits jetzt für unabdingbar:
Eine öffentliche Entschuldigung ist fällig. Eine klare, unmissverständliche Entschuldigung gegenüber den Gläubigen für diese katastrophale, nicht-katholische und nicht-christliche Zelebration wäre ein notwendiger erster Schritt, um verlorenes Vertrauen zumindest ansatzweise wiederherzustellen.
Es geht hier nicht um Geschmacksfragen, nicht um „moderne Zugänge“, nicht um künstlerische Freiheit. Es geht um die Verantwortung, die Sie tragen, wenn Sie im Namen der katholischen Kirche einen Gottesdienst gestalten, der Millionen Menschen erreicht. Diese Verantwortung wurde in dieser Christmette aus meiner Sicht in eklatanter Weise verfehlt.
Ich erwarte eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dieser Kritik.
Mit nachdrücklichen, aber sachlichen Grüßen Andre Wiechmann.
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