Mittwoch, 30. November 2022

Midterms-Sieger DeSantis: Heute hat in Tampa der nächste US-Präsident gesprochen

(David Berger) Ron DeSantis ist bei den Zwischenwahlen als Gouverneur von Florida wiedergewählt worden. Damit steigen die Wahrscheinlichkeiten, dass der mutige Kämpfer gegen die Corona-Hysterie und den „Wokism“ an der Stelle von Trump für die Republikaner in die Schlacht um das „Weiße Haus“ zieht.

Mit sagenhaften 60 Prozent und einem Vorsprung vom 20 Prozentpunkten der Stimmen hat sich der Republikaner gegen seinen demokratischen Herausforderer durchgesetzt. Das sah bei den letzten Zwischenwahlen, als er fast gleichauf mit seinem Herausforderer gewann, noch ganz anders aus. Punkte konnte er vor allem in zwei Themenfeldern holen:

„Hört mit diesem Covid-Theater auf!“

Weltweit war er einer der wenigen Spitzenpolitiker, die es wagten in Sachen Corona die Vernunft gegen die Hysterie zu setzen. Mit deutlichem Widerwillen folgte er den diesbezüglichen Weisungen sowohl der Trump- wie der Biden-Administration. Was er im Hinblick auf Corona sagt und denkt, hat große Ähnlichkeit mit dem, was bei uns von den Querdenkern vertreten wird.

Viele der Sanktionen hob er so schnell wie möglich wieder auf. Das veränderte an der Todesrate nichts, sorgte aber dafür dass die Wirtschaft des Bundesstaates gut durch die Corona-Zeit kam.

Freiheit hat Vorrang vor Fauci und Impfungen

Schlagzeilen machte DeSantis etwa im vergangenen Februar, als er eine Gruppe von Highschool-Schülern aufforderte, ihre Gesichtsmasken abzunehmen und „mit diesem Covid-Theater aufzuhören“. Zu den Schülern: „Ihr müsst dieses Masken nicht tragen!“ -Ja, er drohte damit, dass Schulleiter und Schulaufseher, die weiterhin auf einer Maskenpflicht bestünden, mit einer Gehaltssperre zu rechnen hätten. Dafür ernannte ihn der „Spiegel“ mit seinem sicheren Gespür für Widersinniges einst zum „Verlierer des Tages“.

Gouverneur von Florida: „Masken ab! Wir müssen dieses Covid-Theater stoppen!“

Weltweit für Furore sorgten „seine häufigen Angriffe gegen den Immunologen und Chief Medical Advisor to the President, Anthony Fauci. Beispielsweise forderte DeSantis, man solle „der Freiheit Vorrang vor Fauci“ geben („choose Freedom over Fauci“), und benutzte Faucis Namen für Wortneuschöpfungen wie „Faucian dystopia“ oder „Faucism“ (Quelle). Erstaunlich klar sprach er sich auch gegen die mRNA-Covid-Injektionen an Kindern- und Jugendlichen aus: „Ich würde sagen, wir sind eindeutig gegen den Covid-Impfstoff für junge Kinder“. Klar positionierte sich der Jurist auch gegen jede Form der Zwangsimpfung.

Legendär dabei folgender Auftritt:

Gegen linken Wokismus und Genderwahn

Zugleich hütet der Vater von drei Kindern, ehemalige Marineoffizier und Jurist den freiheitlichen Geist, der die Vereinigten Staaten groß gemacht hat, wie seinen Augapfel: das zeigt sich besonders in seiner Kampfansage gegen den „Wokismus“ und „Genderwahn“ linker Ideologen und Politiker, die er auch in seiner heutigen Rede erneuerte: beides habe in der Justiz, den Bildungseinrichtungen und der Kultur nichts verloren. das werde in Florida auch durchsetzen: Der Bundesstaat sei der Ort, an dem der Wokismus sterben werde.

Besonders Kinder und Jugendliche will DeSantis vor der Indoktrination durch die Genderideologie schützen. Zudem sorgte er im April 22 dafür, dass auch in Florida ab Juli ein schärferes Abtreibungsrecht gilt.

„Wie Trump, aber ein bisschen klüger“

Einer der einflussreichsten finanziellen Förderer der Republikaner urteilt über DeSantis, der spätestens seit Jahresbeginn als potentieller Nachfolger Trumps bzw. erfolgversprechender Präsidentschaftskandidat für 2024 gilt, er sei „wie Trump, aber ein bisschen klüger, disziplinierter und schroff, ohne zu schroff zu sein.“ In DeSantis Positionen sehen viele Politikbeobachter gewisse Parallelen zu denen von Viktor Orban.

Dass Trump nun angekündigt hat, diese Kandidatur zu verhindern, sollte nicht erschrecken – solche Attitüden gehören als Normalitäten zu US-Wahlkämpfen.

Ron DeSantis Siegesrede

„Wir haben uns die Freiheit zu eigen gemacht. Wir haben Recht und Ordnung aufrechterhalten. Wir haben die Rechte der Eltern geschützt. Wir haben unsere Steuerzahler respektiert und lehnen die Woke-Ideologie ab… Wir werden uns niemals dem Woke-Mob ergeben. Florida ist der Ort, an dem der Woke-Mob stirbt!“

„Wir haben die Fakten über die Angst gestellt … Wir lehnen die woke Ideologie ab … Wir bekämpfen die Woken in der Legislative, wir bekämpfen die Woken in der Schule…“

***

Als Corona-kritischem Portal wird auch PP die Arbeit derzeit schwer gemacht. Daher sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen! Auch die finanzielle. Wenn Sie unsere Arbeit gut und wichtig finden, dann können Sie das u.a. hier zeigen:

PAYPAL

… oder auf klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Schenkung PP

David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

Trending

VERWANDTE ARTIKEL