Dienstag, 6. Dezember 2022

Berliner Polizei: „We’re queer!“

(David Berger) Dass die Polizei im Rahmen der Schleifung der Gewaltenteilung und damit unseres Rechtsstaates deutschlandweit politisch immer mehr instrumentalisiert wird, ist kein Geheimnis. Auch nicht, dass diese gefährliche Einwicklung in Berlin besonders weit fortgeschritten ist.

In dieses Problemfeld würde ich einen Auftritt von Polizisten auf der Bühne des im Rahmen des Berliner „CSD“ stattfindenden Schöneberger Lesbisch-schwulen Stadtfestes einordnen.

Hier sangen Polizisten auf der Bühne vor teils etwas verstörten, teils aber auch begeisterten Besuchern lautstark „We’re queer“ („Wir sind queer“).

Die Ordnung, die Menschenrechte, das Geschlecht in Frage stellen

Zur Erklärung: „Das Adjektiv queer [‚kwɪə(ɹ)] ist eine anglizistische Sammelbezeichnung für Personen, Handlungen oder Dinge, die durch den Ausdruck ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität eine Abgrenzung zur gesellschaftlichen Cisgender-Heteronormativität vollziehen …

Den Ausdruck queer versteht die Philosophin Gudrun Perko 2005 als eine politische und gesellschaftliche Bewegung „im Sinne eines offenen Projekts, das die angeblich natürliche Ordnung der Dinge in Frage stellt“[p: 2] – sowohl in den Bereichen der Sexualität als auch in Debatten wie Multikulturalismus, Interkulturalität, postkolonialer Kritik, Menschenrechte und Demokratie, Queers-of-Color und weiteren.“ (Quelle)

Teil-, aber konsequenterweise werden auch pädosexuell veranlagte Menschen mit unter die Kategorie „queer“ gezählt“. Folgerichtig nahmen Pädo-Aktivisten deshalb auch am Amsterdamer und Kölner CSD teil. Eine uralte Tradition, die auf die Anfänge des CSDs zurückgeht, aber aus PR-Gründen in den 90er Jahren von Aktivisten, die die Homoehe und das Adoptionsrecht für Homosexuelle durchsetzen wollten, verdrängt wurde.

Faustschlag ins Gesicht

Das Lied der queerbegeisterten Ordnungshüter war noch nicht ganz verklungen, als folgende Nachricht in Berlin die Runde machte: Drei Jugendliche wurden gestern Abend in Mitte Opfer eines mutmaßlich homophoben Übergriffs. Nach ihren Angaben waren die beiden 16 und 17 Jahre alten Mädchen gegen 20 Uhr mit einem 15-jährigen Begleiter in der Panoramastraße unterwegs, als sie vermutlich aufgrund ihrer Bekleidung von einer neunköpfigen Gruppe zunächst homophob beleidigt wurden. Als die 16-Jährige den Rädelsführer zur Rede stellte, schlug dieser ihr die Mütze vom Kopf und stellte ihr ein Bein, so dass das Mädchen zu Boden stürzte.

Als die Jugendliche wieder aufstand, erhielt sie von dem Unbekannten einen Faustschlag ins Gesicht. Anschließend rannte der junge Mann in Richtung Rathausstraße davon. Auch der Rest der Gruppe ergriff die Flucht. Alarmierte Einsatzkräfte suchten die Umgebung erfolglos ab. Die Attackierte erlitt eine Wunde an der Lippe, lehnte aber die Hinzuziehung des Rettungsdienstes ab. Die weiteren Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen.“

Queere greifen Queere an?

Nähere Angaben zu den Angreifern werden im Polizeibericht erwartungsgemäß nicht gemacht. Es ist davon auszugehen, dass sie zu jenen Queeren gehören, die die „Menschenrechte in Frage stellen“ – und daher auch besonders schutzbedürftig sind. Und jetzt singen wir alle: „We’re queer“ …

Oder es nach einem Motto der großen Teresia von Avila („Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann“) ganz gelassen nehmen:

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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