Dienstag, 6. Dezember 2022

Ex-Bundespräsident Gauck: Gleichgeschalteter Pfarrer mit Knarre

(David Berger) Sollte der Lanz-Talker und Kriegsbegeisterte Ex-Bundespräsident Gauck – auch nach so vielen Jahren der Kollaboration mit Frau Merkel – noch an Gott und das Jüngste Gericht glauben, frage ich mich, was er antworten wird, wenn ihm Christus selbst sein Wort „Selig sind, die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen“ entgegenrufen wird.

Anfang Mai 1525 verfasste Luther die Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“, mit der er sich direkt an die Fürsten wandte. Wörtlich ruft er die Landesherren dazu auf, die Revoltierenden zu töten – dies sei eine religiös verdienstvolle Tat (Wikipedia)

Dass gerade die Protestanten eine starke Tendenz zur Gleichschaltung mit den gerade Mächtigen haben, wissen wir schon seitdem Luther die Bauern verriet, sich auf die Seite der Kurfürsten stellte und diesen empfahl, nicht nur die Juden, sondern auch die Bauern totzuschlagen.

Auch im Nationalsozialismus haben die „deutschen Christen“ unter den Protestanten diese toxische Tradition anschaulich fortgeführt. Sie wollten nicht nur mit erhobener Hand zum Hitlergruß einen arischen Jesus einführen, sondern auch für sie war Russland der Erzfeind. Man kann sich der Verdachts nicht erwehren, dass sich der Altbundespräsident und evangelische Pfarrer Joachim Gauck schon länger in diese unselige Tradition der Gleichschaltung mit den jeweils Mächtigen, seien sie noch so perfide und unchristlich, einreiht.

Hardcore-Pfarrer mit Knarre

Eine Wohlstandslücke kann man überleben. […] Wir können auch mal die Zähne zusammenbeißen, in einer Phase, wo vielleicht die schönsten Träume nicht verwirklicht werden können oder man nur einmal statt zweimal im Jahr in den Urlaub fährt. (Gauck)

Ganz deutlich wurde dies für mich bei seinem Auftritt bei Markus Lanz, wo er vor dem Pazifismus gewarnt hat. Dieser sei „ehrenvoll“, zementierte aber die „Dominanz des Bösen“. Von seinem gemütlichen Talkshowsessel präsentierte er sich daher als „Hardcore-Pfarrer mit Knarre“, der gegen das Böse mit allen Mitteln zu kämpfen bereit ist. „Wer ist denn das »Böse«? Russland natürlich. Gauck schwelgt wieder in Hell-Dunkel-Fantasien, wie er auch schon die Deutschen in Hell- und Dunkeldeutschland unterteilt hatte.“ (Quelle)

Ob er trotz seines Status als Christ und Pfarrer zur Waffe greifen und andere Menschen töten würde, wurde er von Lanz gefragt. Und er antwortete eindeutig: „Ich würde mir wünschen, es nicht tun zu müssen. Aber in einem solchen Fall (aus dem Zusammenhang geht m.E. hervor, dass es hier um das Töten des Russenfeindes geht=) würde ich es tun, ja“, so der 82-Jährige vorgestern in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“.

Der bigotte Vorspann „Ich würde mir wünschen, es nicht tun zu müssen, macht dabei die Aussagen des Protestantenpfarrers, der sozusagen ideel schon mit entsicherter Knarre dasitzt, nur noch schlimmer und widerlicher.

Kein Interesse an Friedensgesprächen

„Gauck findet also, dass Pazifismus nichts bringe und bevorzugt somit die militärische Gewalt. Er sagt, dass Verhandlungen in der aktuellen Lage »keine Zielperspektive« böten.

Und dann macht Gauck in der Talkshow wieder das, was er am besten kann: die Not der Bürger zu relativieren. Das mit dem Winter und der Energiekrise sei ja nicht so schlimm. Gauck, der auch schon einmal davon faselte, dass man gegen Putin und für den Frieden frieren müsse und dass es okay sei, wenn es einem mal ein paar Jahre nicht so gut ginge, schlägt in der aktuellen Lanz-Sendung wieder in dieselbe Kerbe.“ – so Sven von Storch zutreffend in „Freie Welt“.

Dies irae

Begeistert zeigte sich Hochwürden, dessen kirchliche Gemeinschaft noch vor wenigen Jahren überall Sticker mit dem biblischen Motto „Schwerter zu Pflugscharen“ verteilte, von der neuen Kriegsgeilheit der Deutschen: „Erstaunlicherweise gibt es einen Wandel in der Bevölkerung hin zu mehr Bereitschaft, das eigene Land zu verteidigen und auch die Verteidigungsausgaben, so wie sie jetzt beschlossen worden sind, zu akzeptieren. Das ist über Jahrzehnte anders gewesen.“

Sollte Herr Gauck – auch nach so vielen Jahren der Kollaboration mit der diabolisch wirkenden Pfarrerstochter Merkel – noch an Gott und ein letztes Gericht glauben, frage ich mich, was er antworten wird, wenn ihm Christus selbst sein Wort „Selig sind, die Friedfertigen, denn sie werden Gottes Kinder heißen“ entgegenrufen wird.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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