Samstag, 13. August 2022

Wird Julian Reichelt bald die Internierung von Russen in deutschen Konzentrationslagern fordern?

(David Berger) Russische Staatsbürger seien „Staatsbürger einer aggressiven Macht, die wir berechtigt zu unserem Feind erklärt haben.“ So der ehemalige Bild-Chef Julian Reichelt heute Abend auf Twitter. Und fragt: „Sollten wir russische Staatsbürger aus der EU ausweisen? Jetzt schon? Im Kriegsfall?“

Fast schäme ich mich diesen Tweet zum „Tweet des Tages“ zu machen. Und dennoch fühle ich mich dazu verpflichtet, denn er sagt nicht nur, was vermutlich ein nicht unerheblicher Prozentsatz der Doitschen so oder ähnlich jetzt an Stammtischen hinausposaunt, sondern auch auf welchem Aggressions- und Hasslevel jenes Volk angekommen ist, dass seit Jahren mit Zensur, Netzdurchsetzungsgesetzen usw. sozialistisch umerzogen wird.

„…die wir berechtigt zu unserem Feind erklärt haben“

Julian Reichelt: „Russische Staatsbürger sind Staatsbürger einer aggressiven Macht, die wir berechtigt zu unserem Feind erklärt haben. Sollten wir russische Staatsbürger aus der EU ausweisen? Jetzt schon? Im Kriegsfall?“

Volksverhetzung?

Eine neue Reichskristallnacht unmöglich? Wo „anständige“ Deutsche schweigend oder mit dem Spruch, „die Juden (Russen) haben es aber auch selbst provoziert“, daneben stehen? Jederzeit und immer wieder! Hauptsache sie fühlen sich bei der Mehrheit, heutzutage dem linken Mainstream. (Markus Roscher)

Angesichts der Hassattacken gegen Russen und russische Einrichtungen, die in den letzten tagen wie ein schnell wuchernder Krebs um sich greifen, mit denen sich zunehmend auch der Staatsschutz zu beschäftigen hat, sollten Juristen prüfen, ob es sich bei solchen aussagen nicht sehr eindeutig um Volksverhetzung handelt.

Oder wollen wir warten, bis Herr Reichelt die Meute auf Twitter fragt, ob man die russischen „Untermenschen“, die man nicht ausweisen kann, nicht in Konzentrationslager stecken sollte?

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Als Journalist Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten (Hanns Joachim Friedrichs)

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Besteller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European). Seine Bibliographie wissenschaftlicher Schriften umfasst ca. 1.000 Titel.

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