(David Berger) Diese Frau steht auf Listenplatz 2 der Grünen im Saarland: die Saarbrückerin Irina Gaydukova. Und wie gegenwärtig bei fast jeder zweiten Nachricht, die uns täglich erreicht, fragt man sich: ist das Satire oder Ernst?

Ulf Poschardt, Chefredakteur der „Welt“ dazu: „Das Problem ist weniger die Ignoranz oder Peinlichkeit der Kandidatin, als vielmehr die Arroganz der Partei zu glauben, dass man damit durchkommt. Oder ist das doch Satire und @janboehm hat wieder einen Coup gelandet?“

(Foto l.: Kramp-Karrenbauer hat Verständnis für die Mit-Saarländerin und deren Probleme mit intellektuellen Auseinandersetzungen…)

Dabei scheint er Böhmermann, dessen ernst gemeinte Aktionen selbst nicht selten ungewollt zur Satire verkommen, vermutlich zu viel zuzutrauen…

Kein Diplom im Völkerball-Spiel

Gaydukova gibt selbst an, dass sie 1968 in Donezk in der Ukraine geboren ist und vor 20 Jahren nach Deutschland kam. Sie behauptet zwar nicht, dass sie ein Diplom im Völkerball hat, aber dass sie Controllerin in einem internationalen Unternehmen und seit 2018 Mitglied bei den Grünen ist.

Rainer Wendt: Völlig ungeeignet für ein politisches Amt

Rainer Wendt hat auf die Empörung von AKK inzwischen reagiert:

„Nein, liebe Frau Kramp-Karrenbauer, da bin ich anderer Auffassung. Der Skandal ist vielmehr, dass sich hier jemand um ein Mandat für das höchste Parlament in unserem Land bewirbt, der dafür offensichtlich völlig ungeeignet ist.

Wie sollen Menschen darauf sonst reagieren? Sollen die es einfach durchwinken, nach dem Motto „Ist auch egal, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an“?

Dann würden sie sich verhalten, wie unsere Parteiführungen das auch in anderen Parteien tun. Das ist unverantwortlich, aber gängige Praxis. Und es gibt etliche Beispiele dafür, nicht nur in Parlamenten sondern auch in hohen Regierungsämtern.

Im Übrigen ist die CDU in Deutschland überhaupt nicht zimperlich, wenn es um persönliche Attacken auf die eigenen Parteifreunde geht. Das erlebt der CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen gerade in Südthüringen (der als Spitzenjurist vermutlich unter Verdacht steht, zu qualifiziert zu sein) und auch ich habe persönlich erleben dürfen, wie es ist, wenn Spitzenvertreter meiner Partei mit monatelanger Hetze und Diffamierung des Versuch unternehmen, mich „kaputtzumachen“. Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie das damals gestört hat und es ist auch nicht Ihr Verdienst, dass es nicht gelungen ist.
Deshalb: Krokodilstränen einstellen, es werden sich noch andere Grüne finden, mit denen die Union kuscheln kann. Wer weiß, vielleicht sogar im Verteidigungsministerium.“ (Quelle)

Update – 12.00 Uhr

Gaydukova ist mittlerweile aus der Partei ausgetreten. Das ist hart, verliert die Partei doch so eine saarländischen Hoffnungträgerin.

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