(David Berger) Wie Verurteilten, die zehn Jahre in Isolationshaft saßen und dann in die reale Welt entlassen werden, geht es inzwischen Menschen, die über nur eine Woche das politische Geschehen in Deutschland nicht verfolgt haben: Sie wähnen sich in einem Albtraum, in dem das Irrenhaus zur Hölle geworden ist.

Aufmerksamen Lesern ist es vielleicht aufgefallen, dass ich in den letzten sieben Tagen hier – zumindest mit aktuellen Beiträgen – nicht aufgetaucht bin. Das lag schlicht daran, dass ich mir – nach 5 Jahren Tag- und Nachtarbeit PP und dank Michael van Laacks wunderbarer Unterstützung – wieder einmal eine Pause gönnen wollte.

Zu extrem ist derzeit die Lage für nicht gleichgeschaltete „Eingeweihte“, als dass man sie einfach mit einer professionellen Distanz wegstecken könnte.

Das Irrenhaus ist noch irrer geworden

Das musste ich heute Morgen bemerken, als ich anfing, mich in all das während meiner „klösterlichen Abgeschiedenheit“ Verpasste einzulesen. Daneben lief dann die heutige Bundestagsdebatte. Kurz nachdem sie begonnen hatte, konnte ich den Eindruck nicht mehr verdrängen, den ich in einer WhatsApp-Nachricht an einen Freund so formulierte:

„Es kann doch nicht sein, dass dieses Irrenhaus innerhalb einer Woche noch irrer geworden ist. Da geht es immer mehr um eine Welt, die mir – der in einer stabilen Demokratie und mit einer Verachtung jeder Form des Totalitären sowie dem Vertrauen in den Rechtsstaat aufgewachsen ist – innerhalb kürzester Zeit immer fremder wird und zu der mir immer mehr die Fähigkeit fehlt, etwas sine studio et ira zu schreiben.“

Teilnahmsloser Todesengel

Die Debatte zwischen Brinkhaus und Lindner war hier ein trauriger Höhepunkt, der anschaulich zeigte, welche abgrundtiefen Aversionen gegen unsere Verfassung die Bande aus Union, Grünen und SPD kultiviert. Michael van Laack hat gerade darauf aufmerksam gemacht: Ralph Brinkhaus rastet aus, als Christian Lindner Ausgangsbeschränkungen für verfassungswidrig erklärt.

Eine Abneigung, die sie immer öfter skrupellos mit Polizeigewalt unterstützt durch die Gewalttaten der „Merkeljugend“ („Antifa“) durchsetzen will. Für diesen eiskalten Willen zur Macht und den damit verbundenen Menschenhass steht nichts so sehr wie der Gesichtsausdruck Merkels, der von Tag zu Tag diabolischere Züge annimmt.

Wie die Bevölkerung einst den totalen Krieg herbeischrie, so scheint nun die große Mehrheit sich genau diese Gesundheitsdiktatur, die längst faschistoid-religiöse Formen angenommen hat, herbeizuwünschen.

Letzte Inseln der Freiheit werden ausgerottet

Letzte kleine Inseln der Freiheit werden erbarmungslos zerstört: So musste ich gestern erfahren, dass die einzige Kirche in Köln, in der man während des Gottesdienstes auf das apostatische Bekenntnis zur „Neuen Weltordnung“ (Maske) verzichten durfte, den Kurs geändert hat. Der Obere der Petrusbruderschaft hat den dortigen Priester, Pater James Mawdsley, der sein Rückgrat vor vielen Jahren zeigte, als er für die Menschenrechte ins Gefängnis ging und dort die grausame Folter überlebte, schlicht entlassen.

Der Großteil der anwesenden Gläubigen hat daraufhin unter Protest das Gotteshaus verlassen. Einer der letzten Hoffnungsorte, an denen Menschen wie ich durchatmen konnten, ist damit über Nacht verschwunden. Dass wir ohne  die Tröstungen der Kirche bleiben, nimmt man dort hin, als betreibe man einen Kleiderladen, dessen Klamotten eben aus der Mode gekommen sind.

Ungewöhnliche Wege

Gibt es noch eine Chance auf Rettung? Kann sich der im Sumpf Versinkende noch mit den eigenen Händen am Haarschopf packen und sich selbst herausziehen? Ich weiß es nicht. Was ich aber weiß: Wer jetzt auch psychisch überleben will, der wird ungewöhnliche Wege gehen müssen …

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