Wie die Politiker den Boden unter den Füßen und jeden Bezug zum Bürger verlieren, wie sie Wasser predigen und Wein trinken, und wie sie mittlerweile alle Hemmungen verlieren, um den Mythos von der Rettung der Welt vor einer gefühlten Pandemie zu erhalten, das alles wird nur allzu deutlich an ihren Zitaten.

In hemmungslosem Populismus folgt die Politik den einmal geschürten Ängsten, bedient sie mit einem Aktionismus, der alles zerschlägt, was Generationen zuvor aufgebaut hatten, und hofft, dass an den getürkten Umfragen etwas dran sein möge, die da behaupten, das Volk ließe sich voller Begeisterung bedingungslos zur Schlachtbank führen.

Karl Lauterbach ruft zum totalen Coronakrieg auf
Karl Lauterbach – Foto: Sean Gallup – Parodie/Meme: Pommes Leibowitz

Wollen wir den totalen Coronakrieg?

Den Endsieg um jeden Preis, koste es was es wolle? Lockdown bis Ostern? Wer braucht Unternehmer oder eine Volkswirtschaft? Wer braucht Demokratie oder Menschenrechte? Wer wäre nicht bereit, alles zu opfern?

Auch damals hatten die Menschen in den Medien gejubelt. Aber hatten wirklich alle gejubelt? Und war es nicht damals wie heute die gleiche Situation: Die wenigsten konnten und können abschätzen, was da auf sie zurollt. Und falls doch, wollen sie es nicht wahrhaben. Im Nachhinein hat man das alles nicht gewusst und nicht ahnen können. Man hat halt nur Gesetze und Befehle befolgt.

Karl Lauterbachs hysterischer Aktionismus in einem Corona-Zitat zusammengefasst
(c) Pommes Leibowitz

Das ist natürlich kein Originalzitat sondern nur die sinnvolle Zusammenfassung der Corona-Politik und ihrer geradezu lächerlichen Rechtfertigungen.

Anschauliche „Corona-Zitate“ aus der Politik

Wo Feuerwerk erlaubt ist, kommen Menschen zusammen, trinken und umarmen sich. Es ist der perfekte Corona-Cocktail.

Karl Lauterbach, SPD

Die grüne Verbotspartei fordert das ja schon lange, Schluss mit der Knallerei. Konsequenter Weise sollte man aber auch Alkohol, abendliches Ausgehen und außerehelichen Sex verbieten. Überall kommen Menschen zusammen. Das geht doch nicht.

Wo Leben erlaubt ist, besteht Lebensgefahr inklusive Ansteckungsgefahr. Das ist doch untragbar. Menschen könnten sterben. Verbietet endlich das Leben um des Lebens willen.

„Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände“

empfiehlt Angela Merkel frierenden Schülern in den zwangsbelüfteten Klassenzimmern.

Früher hatte man Angst vor Erkältung, heute stirbt man lieber an Lungenentzündung als an Corona. Und auch wenn natürlich kein Wegweiser den Weg geht, den er weist – das Bild einer Kniebeugen machenden Merkel wäre dann doch allzu komisch – ergänzt die beste Kanzlerin aller Zeiten ihre Ausführungen vorsorglich: Man könne „sich vielleicht noch etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen“.

Wenn halt nur der totale Lockdown und der geschlossene Einzelhandel nicht wären. Und auch NACH Weihnachten oder bei Amazon soll man gefälligst nix kaufen, siehe nachfolgende Zitate:

„Es gibt keinen Grund, sich wirklich noch am 28. Dezember einen Pullover zu kaufen.“ 

meint Berlins Bürgermeister Michael Müller.

Doppelmoral bietet sich übrigens nicht nur bei Corona an. Nach einer Recherche der Deutschen Umwelthilfe lag der reale CO2-Ausstoß von Müllers gepanzertem Dienstwagen (Mercedes-Benz S-Guard 600 Limousine) mit 408 g/km höher als bei allen anderen deutschen Regierungschefs.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen nur das Allernötigste besorgen, was sie wirklich brauchen an Lebensmitteln.“

meint der adipöse Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der sich selbst eine ‚kindliche Freude am Leben‘ attestiert und von dem man sich nur schwer vorstellen kann, dass er je in seinem politischen Leben auf irgendeinen Luxus oder irgendeine Annehmlichkeit verzichtete.

Altmaiers Nähe zur Pharmalobby

2019 setzte sich Altmaier für das Unternehmen Kohlpharma ein, wobei er nach Einflussnahme durch persönliche Telefonate mit dessen Geschäftsführer Jörg Geller Änderung am Gesetzentwurf GSAV (Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung) durchsetzte. Quelle: Focus

Wenn die Bahn mal wieder zu voll ist, „vielleicht mal Fahrrad fahren“

meint der ebenfalls adipöse, mit Dienstwagen und Chauffeur ausgestattete Kanzleramtsminister Helge Braun.

„Keine Weihnachtsgeschenke online bestellen.“

rät Ministerpräsident Armin Laschet, unser Zukunftskanzler der Herzen. Was im totalen Lockdown – möglicherweise bis Ostern – natürlich ganz besonders intelligent ist.

„Kein ‚O du fröhliche‘, kein ‚Stille Nacht‘, nichts soll gesungen werden“

soll der Ministerpräsident später noch ergänzen, im Bezug auf den ‚hochinfektiösen Sangesoutput‘. Er empfiehlt außerdem, Gottesdienste abzusagen, wovon aber die Freitagsgebete natürlich ausgenommen sind – alles andere wäre ja islamophobisch.

Armin Laschet und der Lobbyismus

Im Zuge der COVID-19-Pandemie kaufte die Landesregierung im April 2020 Schutzausrüstung aus Gründen der Eilbedürftigkeit ohne vorherige Ausschreibung vom Textilunternehmen Van Laack. Später wurde kritisiert, dass Laschets Sohn Johannes Laschet, der für Van Laack als Influencer arbeitet, den Kontakt zur Landesregierung hergestellt hat.

Laschets Verhältnis zur Wahrheit

Nachdem Klausuren von Studierenden eines Seminars, das Laschet 2014 als Lehrbeauftragter an der RWTH Aachen gehalten hatte, auf dem Postweg verloren gegangen waren, erfand er Noten, unter anderem auch für Studierende, die die Klausur nachweislich nicht mitgeschrieben hatten. Quelle: Welt

Eines steht fest: Um das zu tun, was die Politik gerade tut (Menschen vor einer ihnen zunächst eingeredeten imaginären Lebensgefahr zu retten, indem man das Kind mit dem Bade ausschüttet, mit Kanonen auf Spatzen schießt und eine Spur der nicht nur volkswirtschaftlichen Verwüstung hinterlässt) braucht es Eier. Und das Volk geht bereitwillig vor der Politik auf die Knie …

Skrupellose Doppelmoral in der Politik
(c) Pommes Leibowitz

Ich schließe mit einem Zitat aus meiner Lieblingsserie „Doctor Who“:

„Bitte bewahren Sie Ruhe, während ihr zentrales Nervensystem abgeschaltet wird.“