(Michael van Laack) „Landesvater“ Armin Laschet – nach seiner heute erneut geäußerten Ansicht der einzig würdige Nachfolger von Angela Merkel als Kanzler und AKK als CDU-Vorsitzender – hat noch einmal klar gemacht, was er von den Kirchen an Weihnachten erwarte. Und das ist… Nichts! Keine Gotteidienste, keine sonstigen Veranstaltungen. Die Botschaft: Ihr dürft zwar, aber wehe ihr macht es!

Wenn denn überhaupt – so laschet, dann nur im Kölner Dom oder vergleichbar großen Kirchen. Davon dürfte es in Nordrhein-Westfalen allerdings nicht allzu viele geben. Besorgt zeigte sich Laschet, dass man die Freikirchen nicht so leicht auf die Seite des Staates ziehen könne. Die hätten in der Vergangenheit oft trotz des erwarteten Gottesdienst-Lockdowns in kleinen Räumen gebetet.

Kirchenlieder sind der Bundesbürger Tod

Nachdem der Herr Ministerpräsident noch einmal die Masken- Abstands- und Reservierungspflicht eigeschärft hatte, verstieg er sich – vermutlich um so auch dem letzten Glaubensfeier-Willigen die Lust an der Teilnahme am Heiligabend- oder Weihnachtsgottesdienst zu nehmen, dass Worte wie „Stille Nacht“ oder „O Du fröhliche“ hochinfektiös seien:

Nach Abschluss seines mehr als halbstündigen Vortrags über dies und das hatten selbstverständlich auch die wissbegierigen Landeshauptstadt-Journalisten noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eine vermutlich den Kirchen wenig wohlgesonnenen Dame ließ ihrem Unmut freien Lauf. Warum der Ministerpräsident nicht einfach alle Gottesdienste verbieten würde. Das hätte ja schließlich schon ein Mitglied der Landesregierung gefordert?

Platz-Reservierung für Gottesdienste zurückgeben!

Laschet wies – sich beinahe entschuldigend, zumindest aber nach Worten suchend darauf hin, dass er sich da an Absprachen mit den anderen MPs und der Bundesregierung halten müsse. Er gehe aber als Vorbild für alle Christen voran und habe deshalb seine „Reservierung“ eines Platzes im Gottesdienst zurückgegeben. Einfach nur großartig, dieses Urbild eines Christenmenschen!

Ich bin Merkels würdiger Nachfolger

Zum Ende der Pressekonferenz kam dann noch die Frage auf, welchen Ausgang der Vorsitzenden-Wahl im Januar er erwarte. Den verblüfften Journalisten teilte der Gute daraufhin mit, dass immer mehr Menschen sich wünschten, dass Merkels Nachfolger die exakt gleiche Politik mache und auch so denke, wie die Kanzlerin. Deshalb sei er zuversichtlich, mit Jens Spahn an seiner Seite sowohl die CDU als auch Deutschland in eine glorreiche Zukunft führen zu können.

Damit ist alles gesagt. Nach Merkel wird nicht vor Merkel sein. Es bleibt einfach alles so, wie es gut für „unsere Demokratie“ ist. In diesem Sinn wünschen selbstverständlich auch wir Ihnen ein frohes Jahresend-Festwoche oder wie auch immer man das in Ihren Kreisen nennt, Herr Ministerpräsident!

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Jahrgang 1965 – Wohnsitze in Bayern und NRW - Deutscher und US-amerikanischer Staatsbürger – Zunächst Berufsausbildung zum Industriekaufmann/Wirtschaftsassistent – Danach Diplomstudiengänge (Katholische Theologie, Philosophie, Geschichte und Erziehungswissenschaften) u.a. in Bochum und Passau. – Einige Jahre Erzieher in privaten Internaten (u.a. Schloss Neubeuern und St. Ottilien) – In kirchlichen und politischen Milieus je nach Betrachtungsweise mehr oder weniger gut vernetzt – Aktuell im politischen Betrieb als „Ghost“ Reden- und Vortragsschreiber sowie Mitautor und Korrektor. Zudem strategischer und konzeptioneller Berater bei diversen Wahlkampagnen außerhalb Deutschlands. Bis zu meinem Engagement für den Blog eher öffentlichkeitscheu. Das bin ich in gewisser Weise auch heute noch. Persönliche Kontakte pflege ich am liebsten nur beruflich oder in der Familie. Aktuelle Fotos von mir oder Fotos im Zusammenhang mit dem ein oder anderen Projekt vermeide ich, so gut es geht. Ein guter Freund nannte mich einmal einen Semi-Soziopathen. Auch wenn das ein hartes Wort ist: es beschreibt keine psychische Erkrankung, wie man vermuten dürfte und trifft deshalb sehr gut! Zwar bin ich prinzipiell sehr empathisch, doch schätze ich nicht die Nähe von Hinz und Kunz, lasse also ungern Menschen an mich heran. Ich spiele gern und hin und wieder auch erfolgreich mit Sprache, schotte meine Familie so weit es geht von der Öffentlichkeit ab und mache auch immer wieder mal – so auch hier - ein Geheimnis aus meinem vollständigen Lebenslauf. Diese Geheimniskrämerei hat schon manchen dazu verleitet, Legenden über mich zu verbreiten. Aber das ist OK. Ich habe ein sehr dickes Fell und Desinformation ist ja auch ein gern genommenes Tool im politischen Betrieb.