Nur wir als Nutzer können die Macht von Google, Facebook & Co. brechen. Ein Gastbeitrag von Frank W. Haubold

Falls jemand noch Zweifel hatte, dass Google, Facebook, Twitter & Co. ihre marktbeherrschende Stellung zur politischen Einflussnahme missbrauchen, dann sollten ihm die Präsidentschaftswahlen in den USA endgültig die Augen geöffnet haben. Hier standen die Internetgiganten in geschlossener Front gegen den Amtsinhaber und unternahmen alles, um den farblosen Kandidaten des Establishments Joe Biden an die Macht zu bringen.

Während die Verlautbarungen des Präsidenten und seines Teams in den sozialen Medien teilweise zensiert oder mit diffamierenden „Hinweisen“ versehen worden, konnte sich die Vertreter der demokratischen Partei, linkslastige Medien, und Extremisten von Antifa bis BLM ungehindert mit ihren Hassparolen austoben. Der Kurznachrichtendienst Twitter verhinderte sogar die Verbreitung eines Artikels der „New York Post“, der Biden mit belastenden E-Mails kompromittierte.

Suchmaschine Google: unabhängig?

Doch auch die vorgeblich unabhängige Suchmaschine Google agierte im Wahlkampf keineswegs neutral, wie der Whistleblower Ritesh Lakhkar, technischer Programmleiter des Unternehmens, in zwei Interviews offenbarte. Ein Journalist sprach Lakhkar darauf an, dass eine Suche nach Donald Trump bei Google in erster Linie Ergebnisse bringe, in denen negativ über den US-Präsidenten berichtet werde. Wenn man „Joe Biden“ in die Suchmaschine eingebe, würden positive Berichte über ihn aufgelistet. Lakhkar bestätigte, dass die Anfragen durch Beeinflussung des Suchalgorithmus manipuliert würden. Es sei wie „Gott spielen“, sagte der Google-Manager in einem anderen Interview. Das Gleiche gelte für YouTube. Auch hier würden Suchanfragen manipuliert.

Der Verhaltenspsychologe Dr. Robert Epstein hat diese Vorgänge akribisch untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass die Manipulationen von Google und anderen Großunternehmen aus Silicon Valley mindestens 6 Millionen Stimmen zugunsten Bidens „gewendet“ hätten.

Doch man muss gar nicht ins ferne Amerika schauen, um die politische Einflussnahme der Internet-Giganten und ihre Kumpanei mit den Regierenden zu diagnostizieren. Fast jeder Facebook-Nutzer, der sich für politische Themen interessiert, hat inzwischen schon Erfahrungen mit den willkürlichen Zensur- und Sperrmaßnahmen des Konzerns machen müssen, deren rechtliche Grundlage zumindest fragwürdig ist. Setzen sich die Betroffenen nämlich juristisch zur Wehr, verliert Facebook die Prozesse mit schöner Regelmäßigkeit, da es sich zumeist um unrechtmäßige Eingriffe in die Meinungsfreiheit handelt. Es erübrigt sich beinahe zu erwähnen, dass die Sanktionen und Sperren in der Hauptsache regierungs- und/oder zuwanderungskritische Beiträge betreffen, während strafbare Beleidigungen und Anfeindungen bis hin zu Gewaltaufrufen von Linksextremisten und Islamisten im Regelfall ungeahndet bleiben. Auch der berüchtigte „Shadowban“, von dem die meisten Nutzer nichts ahnen, ist auf zeitgeistkritische Seiten beschränkt.

Arvato, Unternehmensbereich des regierungsnahen Bertelsmann-Konzerns

Zuständig ist in Deutschland die Firma Arvato, ein Unternehmensbereich des regierungsnahen Bertelsmann-Konzerns, wo offiziell 600 Mitarbeiter unter teils widrigen Arbeitsbedingungen im Akkord nach streng geheimen Löschvorschriften verdächtige Inhalte entfernen. Doch daneben gibt es noch Hunderte, wenn nicht Tausende Teilzeit-Denunzianten, die oft unter dem Dach staatlich geförderter „zivilgesellschaftlicher“ Vereine und Stiftungen, nicht nur Facebook-Seiten, sondern das gesamte Internet nach „Verdächtigem“ durchforsten und wie weiland die inoffiziellen Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit Meldung erstatten, sei es beim Arbeitgeber der Betroffenen, bei geneigten Medien, ihren politischen Auftraggebern oder den einschlägigen Diensten.

Doch es sind nicht nur die sozialen Medien, bei denen die Internet-Giganten Hand in Hand mit staatlichen Stellen und dubiosen Vereinen Inhalte manipulieren und die Meinungsfreiheit zu Grabe tragen, auch Google als marktbeherrschende Suchmaschine leistet bereitwillig Hilfsdienste bei der Manipulation und Indoktrinierung der Bundesbürger.

Um dies zu diagnostizieren, genügt bereits ein Blick auf die Schlagzeilen von „Google News“, die nicht etwa zufällig ausgewählt werden, sondern einer politischen Agenda folgen. Allein gestern (3.12.2020) erschienen Verweise auf vier Pressekommentare, die allesamt die CDU von Sachsen-Anhalt dafür kritisierten, dass sie die Gebührenerhöhung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten (noch) nicht mittragen will. So wird bewusst öffentlicher Druck erzeugt, obwohl die tatsächliche Öffentlichkeit, nämlich der vorgebliche Souverän, die Gebührenerhöhung ebenfalls mehrheitlich ablehnt. Aber das ist nur ein Beispiel für die manipulative Schlagzeilenauswahl von „Google News“, wo alternative Medien und Regierungskritik etwa ebenso häufig zu finden sind wie Goldnuggets in einer Jauchegrube. Im Gegenzug drücken Regierung und Behörden beide Augen zu, wenn Google die durch Suchabfragen gewonnenen Daten zu Werbezwecken missbraucht, an die NSA und andere Dienste weiterleitet und das Recht auf informelle Selbstbestimmung flächendeckend verletzt.

Wir sind nicht machtlos!

Nun kann man diese Zustände mit gutem Recht als Zumutung empfinden und sich darüber empören, ändern wird man damit jedoch nichts. Es sei denn, wir fassen uns zuerst an die eigene Nase und erkennen, dass wir es ja selbst sind, die den Internetgiganten das Material zum Daten- und Machtmissbrauch gratis ins Haus liefern.

Ja, es ist bequem, Google als Suchmaschine (zumeist voreingestellt) zu verwenden und es ist nett, bei Facebook über seine täglichen Erfolge und Ärgernisse zu berichten und Zuspruch von „Freunden“ zu erhalten oder bei Twitter seinen Frust über Löws Gurkentruppe abzulassen. Und genau davon, von solch netten, arglosen Nutzern ernähren sich die Datenkraken. Wozu es in Orwells „1984“ noch ein perfides Bespitzelungssystem brauchte, liefern wir freiwillig, denn wenn ich bei Facebook schreibe, das Frau C. eine dumme Nuss ist oder gar Frau M. eine machtgierige und vollkommen gewissenlose Intrigantin, dann kann ich auch gleich einen Brief an den Verfassungsschutz schreiben und mich als Staatsfeind bekennen. Und wenn ich bei Google nach einem Auto oder Medikament suche, dann darf ich mich danach nicht über die Dutzende auf diese Produkte bezogenen Werbeanzeigen und Spam-Mails nicht wundern.

Alternative Suchmaschinen: Startpage, MetaGer oder DuckDuckGo

Dabei gibt es längst Alternativen, die aber kaum genutzt werden. Es gibt sichere und werbefreie Suchmaschinen wie Startpage, MetaGer oder DuckDuckGo, deren Suchergebnisse kaum schlechter sind als die des Marktführers. Es kostet nur ein paar Klicks, sie zu installieren und Google Adieu zu sagen. Bei Facebook ist es schwieriger, aber keineswegs unmöglich. Hier wäre das russische vk.com eine Alternative, wobei man allerdings nur den VS gegen den FSB tauscht, aber wenigstens nicht zensiert oder gesperrt wird.

Persönlich habe ich MeWe getestet, werbefrei und ohne Datenschnüffler, das recht gut funktioniert, natürlich mit der Einschränkung, dass das System erst 4 Millionen Nutzer hat. Reddit (etwas kompliziert) oder Diaspora wären ebenfalls Alternativen. Und anstelle von Twitter (wobei ich mich frage, wozu man diese Infantilen-Spielwiese überhaupt benötigt) bietet sich Gab an, wobei man natürlich auch dort nicht nur nette Gesellschaft hat. Ein unabhängiges deutschsprachiges Nachrichtenportal habe ich leider nirgendwo finden können, was auch ein bezeichnendes Licht auf die Medienlandschaft dieses Landes wirft, die in ihrer Konformität und Regierungsnähe der der verblichenen DDR immer ähnlicher wird.

Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, seine Daten und sich selbst zu schützen, man muss es nur tun und das sollte man auch, anderenfalls braucht man sich auch nicht mehr über die Machenschaften der Internet-Giganten und ihre Kumpanei mit der Merkel-Regierung zu beschweren. Denn im Grunde sind diese ach so mächtigen Konzerne nur Parasiten, die sich vom Datenblut ihrer Wirte ernähren. Niemand würde einen Fremden in sein Haus lassen, der einen tagtäglich bestiehlt und denunziert, oder sich sogar vor ihm nackt ausziehen. Aber an unserem Computer tun wir es, Stunde für Stunde, Tag für Tag. Und der Preis, den wir für unsere Bequemlichkeit zahlen, ist höher, als die meisten ahnen. Deshalb sollten wir damit aufhören. Jetzt.

Quellen: (1) https://www.tagesspiegel.de/politik/wann-wird-journalismus-zu-manipulation-wie-twitter-und-facebook-die-us-wahl-beeinflussen-koennten/26281536.html (2) http://www.kath.net/news/73329 (3) https://www.wnd.com/2020/11/4872395/ (4) https://www.sueddeutsche.de/digital/exklusive-sz-magazin-recherche-inside-facebook-1.3297138

Aktion „Meine Weihnachtsgabe für Philosophia Perennis“