Die Zeit für floskelhafte Solidaritätsbekundungen ist vorbei, Deutschland, ja ganz Europa müssen jetzt Taten folgen lassen, Wehrhaftigkeit zeigen! Ein Gastbeitrag von Prof. Jörg Meuthen.

Am gestrigen Abend wurde in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien ein schwerwiegender islamistischer Terroranschlag verübt – der nächste in Europa.

Treueschwur auf den „IS-Kalifen“

Nach jetzigem Stand der Kenntnisse an diesem frühen Morgen handelt es sich beim Haupttäter um jenen Mann, den BILD-Reporter Björn Stritzel im folgenden Video der Öffentlichkeit präsentieren konnte – einen fanatischen IS-Kämpfer, der nur wenige Stunden vor der Tat auf Instagram entsprechende Fotos veröffentlichte, verbunden mit einem Treueschwur auf den „IS-Kalifen“.

Die Täter griffen an mindestens sechs Orten in der belebten Wiener Innenstadt mit Sturmgewehren wehrlose Passanten und Restaurantgäste an, die die milden Abendtemperaturen vor dem anstehenden Lockdown nochmals ausnutzen wollten. Wie man derzeit weiß, wurden mindestens zwei Bürger bei diesem Anschlag erschossen, mehr als ein Dutzend Menschen wurden mit Schussverletzungen in die umliegenden Kliniken eingeliefert – sieben von ihnen schwerverletzt, darunter auch ein eingesetzter Polizist.

 Ein Täter wurde von den österreichischen Sicherheitskräften erschossen; er trug nach Angaben des ORF (neben großen Mengen an Munition) einen Sprengstoffgürtel, weshalb seine Leiche stundenlang nicht geborgen werden konnte. Auch von einer Machete war die Rede.

Keine Videos des Grauens zeigen

Mehr noch als diese Zahlen und Fakten vermitteln die zahlreichen Videos, in denen Schüsse in schneller Folge zu hören und leider auch Opfer dieser Schüsse zu sehen sind, aufgenommen von Bürgern mit ihren Smartphones und verbreitet über die sozialen Medien, einen Eindruck vom Grauen vor Ort; ich werde hier an dieser Stelle allerdings nicht in diese Videos verlinken, denn genau solche Bilddokumente kalkulieren diese verabscheuenswürdigen Terroristen ein, um die Öffentlichkeit zu verstören.

Der französische Präsident Macron, dessen Land in den letzten Wochen zwei furchtbare islamistische Terrorattacken ertragen musste, sandte eine Solidaritätsbekundung auf Twitter in Richtung Österreich, und zwar bemerkenswerterweise auf Deutsch:

„Wir, Franzosen, teilen den Schock und die Trauer von der Österreicher nach einer Angriff in Wien. Nach Frankreich ist es ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nichts nachgeben.“

Die Einschläge kommen näher

Macron hat recht: Dies ist UNSER Europa, und es wird in diesen Wochen angegriffen von den Feinden UNSERER europäischen Werte, insbesondere unserer Freiheit.
Leider kommen die Einschläge immer näher: Erst Paris, dann Nizza, nun Wien. In diesen Tagen kann daher niemand mehr das leugnen, was ich bereits nach dem Anschlag von Nizza hier an dieser Stelle gesagt habe: Unser Kontinent ist in größter Gefahr.

Deshalb müssen jetzt alle Verantwortlichen in Europa, insbesondere die nach islamistischen Attentaten meist dröhnend schweigende Endlos-Kanzlerin, endlich aufwachen und gegen all diejenigen mit unerschütterlicher Konsequenz und Entschlossenheit vorgehen, die unsere Art zu leben bedrohen – und damit letztlich das Leben von uns allen.

Jetzt ist Handeln gefragt

Zwar sind am heutigen Tage unsere Gedanken bei den Opfern und den Hinterbliebenen des furchtbaren islamistischen Terroraktes von Wien, doch gehandelt werden muss nun schnell. Das Letzte, was passieren darf, ist ein Gewöhnungseffekt an diese Taten nach dem Motto: „Da kann man eh nichts machen, nun sind die Islamisten eben da.“

Oh doch, man kann – und jeder Politiker, der seine Sinne noch beisammen hat, weiß auch, was dafür erforderlich ist und dass er dies seinen eigenen Bürgern schuldig ist.

Diese ganz normalen Bürger, die das Land mit ihrem persönlichen Einsatz tagtäglich am Laufen halten, haben nämlich ein Anrecht auf innere Sicherheit, auch wenn Herr Maas von der SPD in seiner damaligen Funktion als Bundesjustizminister dreist das Gegenteil behauptete.

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