(David Berger) Seit heute stehen vier Angeklagte vor einem Berliner Gericht: Ein muslimischer Geistlicher soll – wegen der Kinderlosigkeit der Frau – zusammen mit deren Ehemann und ihren Schwiegereltern im Jahr 2015 eine „Teufelsaustreibung“ durchgeführt haben, bis die junge Frau an den Folgen starb.

Die verstorbene Frau Nesma M. (22) musste sieben Tage lang eineinhalb Liter hochkonzentriertes Salzwasser trinken. Damit sollte ihr nach Ansicht des Geistlichen Mazen K. (49) der Teufel ausgetrieben werden.

Die teuflische Besessenheit der Frau hatte er angenommen, weil böse Geister für die Kinderlosigkeit von Nesmas und ihres Ehemannes Wajdi verantwortlich gewesen sein sollen.

Die Salzlösung zuletzt eingeflößt, da Opfer nicht mehr eigenständig trinken konnte

Am achten Tag verstarb die junge Frau vergiftet, schon Tage zuvor soll sie keine Kraft zum selbstständigen Trinken gehabt haben, sodass ihr die Angeklagten die tödliche Lösung einflößten.

Am 30. November 2015 begann das tödliche Ritual an der jungen Frau, die der Prozedur anfangs zugestimmt haben soll, um den jahrelangen Kinderwunsch ihrer Familie zu erfüllen. Auch die Schwiegereltern und Ehemann sollen mit der „Salzwasserkur“ zur Austreibung des bösen Geistes einverstanden gewesen sein:

Frau wurde abgeschirmt

„Sieben Tage lang soll Nesma M. auf der Couch im Wohnzimmer der Tempelhofer Wohnung des Ehepaares gelegen haben, überwacht und betreut von Ehemann Wajdi. Der nach Abitur und Studium im Technikbereich tätige Fachmann hatte extra Urlaub genommen. Auch die Schwiegereltern Nesmas sollen laut Staatsanwaltschaft Nesma einerseits vor ihren Eltern und ihrer Tante abgeschirmt und andererseits ebenfalls für die „erfolgreiche“ Durchführung der „Salzwassertherapie“ gesorgt haben.

Schon kurz nach Beginn der „Behandlung“ soll die 22-Jährige geschwächt gewesen sein. Zusätzlich hatte sie bereits seit Wochen Erkältungssymptome. Ob auch eine wenige Jahre zuvor erkannte Gerinnungsstörung ihres Blutes zu der Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes beitrug, muss im Prozess geklärt werden. Laut Ermittlern soll M. bereits nach kurzer Zeit so geschwächt gewesen sein, dass sie von ihrem Mann getragen werden musste, um das Sofa verlassen zu können. Außerdem mussten ihr die täglichen anderthalb Liter Salzwasser eingeflößt werden von den Angeklagten, so die Ermittler.

Ärztliche Hilfe soll nicht in Anspruch genommen worden sein.“ (Quelle)

Alle vier Angeklagten stammen aus dem Libanon und kamen als Flüchtlinge nach Deutschland. Der Geistliche soll in Berliner Moscheen verkehren, die den Salafisten nahe stehen.

Und wieder die Neuköllner Al-Nur-Moschee

„In dem im Mai 2020 erschienenen Berliner Verfassungsschutzbericht wird die von K. besuchte Neuköllner Al-Nur-Moschee als eine der drei islamischen Gebetshäuser erwähnt, die von Salafisten bevorzugt würden. Ein Viertel der Besucher seien dort salafistisch geprägt. Da auch der Vorstand und die Hauptakteure diesem Spektrum zuzuordnen seien, handele es sich bei dieser Moschee „um eine salafistisch dominierte Einrichtung“. Ob das mit dem tödlichen Geschehen zu tun haben könnte, wird mutmaßlich ebenfalls Gegenstand des Prozesses werden.

Sechs Verhandlungstage bis zum 18. Dezember sind geplant für den Prozess um den Tod von Nesma M. Wichtige Zeugen werden, neben medizinischen Gutachtern, die über die wahrscheinlichste Todesursache der 22-Jährigen zu berichten haben, auch die Tante der jungen Frau sein, die ihre Nichte während der „Salzwasserkur“ kurz vor deren Tod einmal besuchen durfte.“ (Quelle)

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