(David Berger) Während die Kölner OB Reker immer wieder betont, dass Köln sicherer als jemals zuvor sei, sah sich nun die Landesregierung von NRW gezwungen alle polizeilich bekannten No-go-Areas des Bundeslandes auf den Tisch zu legen. Der Schock: An der Spitze steht Köln mit ganzen 18 (!) solcher Orte.

Nachdem sie sich zunächst geweigert hat, zu antworten, wurde nun die Landesregierung NRW durch den Verfassungsgerichtshofs mehr oder weniger gezwungen auf eine Kleine Anfrage, erneuert am 20. April 2020, des Landtagsabgeordneten Sven W. Tritschler zu antworten.

Polizeilich bekannte Orte vermehrter Kriminalität

Darunter auch die brisante Frage: Welche genauen Örtlichkeiten sind zum Zeitpunkt der Beantwortung dieser Anfrage als gefährlich oder verrufen i.S.d. § 12 PolG NRW eingestuft? Der Paragraph handelt u.a. von Orten, von dem Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass „a) dort Personen Straftaten von erheblicher Bedeutung verabreden, vorbereiten oder verüben, b) sich dort Personen treffen, die gegen aufenthaltsrechtliche Strafvorschriften verstoßen, c) sich dort gesuchte Straftäter verbergen“

Also das, was man gemeinhin auch in der deutschen Sprache zugehend als „No-go-areas“ bezeichnet.

Vom Alter Markt bis zum Wiener Platz

Alleine für das Kölner Stadtgebiet musste die Landesregierung nun die Existenz von 18 (!) solcher Örtlichkeiten eingestehen. Dazu gehören zB. das

  • Gebiet um den Wiener Platz in Mülheim (Frankfurter Str., Steinkopfstr., Montanusstr., Vorpl. Bahnhof Mülheim, Vincenzstr., Augustastr., Graf-Adolf-Str., Rendsburger Pl., Bachstr., Andreaestr., Buchheimer Str.),
  • aber auch in der Innenstadt so prominente Adressen wie der Hohenzollernring, Kaiser-Wilhelm-Ring und angrenzende Nebenstraßen.
  • oder der Alter Markt, Hühnergasse, Seidmacherinnengässchen, Unter Käster, Marsplatz, Lintgasse, Buttermarkt, Auf dem Rothenberg, Tipsgasse, Halbmondgasse.
  • Natürlich auch dabei der Hansaring und der Ebertplatz, die Bahngleise zwischen Hansaring und Eigelstein, die Ecke Bahngleise/Eigelstein, Turiner Str. Am Ebertplatz hatte man zuletzt versucht, die Kriminalität durch einen bunten Beschwörungstanz zu bekämpfen. Mehr geholfen haben dabei – wie der WDR heute vermeldete – aber anscheinend die Überwachungskameras. Allerdings hat sich die Kriminalität nun vom Ebertplatz in angrenzende Bereiche verlagert, wo noch keine Überwachungskameras vorhanden sind. (Quelle)

Auch viele andere Städte NRWs verzeichnet

Damit dürften sich auch die permanenten Beschwichtigungsversuche der Kölner Oberbürgermeisterin Reker endgültig problematisch erwiesen haben. Diese beteuert nach üblen Vorfällen (Mord, Totschlag, Vergewaltigungen, Drogenkrieg) immer wieder, dass es das schon immer gab und Köln insgesamt sicherer geworden sei. (z.B. hier)

Mit an der Spitze stehen nach Köln Recklinghausen, Essen und Dortmund. Aber auch kleine Städte wie Wuppertal oder Düren müssen inzwischen solche Gefahrenpunkte verzeichnen.

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