(David Berger) Noch vor der angekündigten Pressekonferenz der Kanzlerin ist klar: In der Telefonkonferenz mit den Länderpräsidenten wurde beschlossen, die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Deutschland grundsätzlich bis 5. Juni zu verlängern.

Einzige Erleichterung: Angehörige von zwei Haushalten sollen sich in Zukunft wieder treffen dürfen. Und das trotz der stark zurückgehenden Zahlen der Neuinfektionen. Breiten- und Freizeitsport, allerdings nur in seiner Outdoor-Version, soll wieder erlaubt werden.

Pädagogischer Impetus

Dennoch soll es einige Lockerungen geben, die weniger die Grundrechte wieder in Kraft setzen, sondern v.a. wirtschaftliche Motive haben. So sollen etwa die Geisterspiele der Fußballbundesliga ab Mitte Mai wieder möglich sein. Auch die Größenbeschränkung für Geschäfte soll aufgehoben werden. In touristischen Zusammenhängen soll die Wiedereröffnung von Hotels und Gaststätten vorbereitet werden.

Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist eine Meldung der Bild: Merkel soll während der Konferenz „genervt“ gewesen sein, weil die Ministerpräsidenten der Länder „so lange diskutieren wollten“ und der eine oder andere es sogar wagte, eine andere Meinung als die von ihr favorisierte vorgebracht zu haben.

Der Eindruck erhärtet sich weiter: Mit der Gesundheit der Bevölkerung hat die ganze Corona-Krise kaum mehr bzw. nichts mehr zu tun. Stattdessen erscheint sie immer mehr als ein pädagogisches Experiment, bei dem die Bürger lernen sollen:

Alles, was wir dürfen, haben wir Merkel & Co zu verdanken – und es kann uns auch jederzeit wieder entzogen werden, wenn wir nicht spuren oder es nicht ins GroKo-Konzept passt. Und wer mosert, ist ein Nazi oder Unmensch…

Ende des Corona-Experiments noch lange nicht in Sicht

Das Ende des Experiments ist dabei überhaupt noch nicht in Sicht. Merkel & Co spekulieren bereits darauf, auch bei der kommenden Bundestagswahl die Corona-Ängste der Bürger zu ihren Gunsten einzusetzen:

Wegen Corona: GroKo will nächste Bundestagswahl als reine Briefwahl durchführen