Kritische Anmerkungen zum Themenheft Dialog mit dem Islam in der katholischen Zeitschrift „Anzeiger für die Seelsorge“. Von Dr. Udo Hildenbrand

Jeder, der auch nur einigermaßen mit Denkvermögen ausgestattet ist, weiß: Wenn das Fundament nicht in Ordnung ist, kann das Bauwerk nicht gelingen. Wenn in einer sich anbahnenden Beziehung schwerwiegende Probleme permanent unter den Teppich gekehrt, nämlich verschwiegen, geleugnet und verdrängt werden, kann es zu keiner dauerhaften, tragfähigen Verbindung kommen. Käme eine Bindung dennoch zustande, würde sie sich höchstwahrscheinlich schnell als brüchig erweisen und dann auch in die Brüche gehen.

Teil I: Allgemeine Überlegungen mit Hinweisen zu den Berichten im Themenheft

Im Themenheft der Zeitschrift Anzeiger für die Seelsorge, Nr. 5, 2020, – hier Heft bezeichnet – geht es um das Schwerpunktthema Dialog mit dem Islam. Wie befürchtet, gehört dieses Themenheft inhaltlich leider zu jenen Publikationen, in denen ein schöngefärbtes Bild vom Islam gezeichnet wird – hier lediglich mit einigen modern anmutenden Strichen versehen. Insgesamt jedoch: Nichts Neues unter dem Himmel, sondern eine Fortsetzung der Endlosschleife der kirchlich-ökumenischen Verharmlosungen der letzten fünf Jahrzehnte.

Im Teil I dieser Darstellung werden einige kritische Aspekte zum christlich- muslimischen Dialog mit Verweisen zum Themenheft beleuchtet, im Teil II konkrete Kritikpunkte an sechs islambezogenen Berichten des Heftes aufgezeigt. Autorennamen bleiben unerwähnt.

  1. Die vom konziliaren Ursprung geprägte problematische Entwicklung des christlich-muslimischen Dialogs

Die Problematik dieser Schönfärberei der Religion Mohammeds, nämlich des Wegschauens und Verschönerns, des Ausblendens und Ausklammerns eklatanter Schwierigkeiten mit dem Islam besteht seit einem halben Jahrhundert. Sie ist grundgelegt in der „Magna Charta des christlich-muslimischen Gesprächs“, dem Konzilstext Nostra aetate, Nr. 3, 1965 (vgl. Heft S. 17, 21, 44).

Vielsagend und verblüffend offen ist die Feststellung von G. C. Anawati in einem Exkurs „zum Konzilstext über die Muslim“, veröffentlicht im Lexikon für Theologie und Kirche, 1967, S. 486. Darin heißt es, „dass in einer Erklärung, die dem Beginn eines Dialogs sympathisch gegenüberstehen wollte, nicht schwerwiegende Schwächen hervorgehoben werden durften, weil damit die Gefahr entstand, dass die Gesprächspartner überhaupt kein Verlangen nach dem Dialog mehr hatten.“

Mit Befremden und Verwunderung liest man diese wohl wirklichkeitsnahe Beschreibung des Konzilsgeschehens und erkennt zugleich: In diesem Verhalten liegt offensichtlich ein Schlüssel für die seit jener Zeit bis heute weithin übliche fatale Praxis des Dialogisierens zwischen Christen der verschiedenen Konfessionen auf unterschiedlichen kirchlichen Ebenen mit Muslimen verschiedener Glaubensrichtungen. Damit soll nicht das Dialogisieren mit den Vertretern des Islams generell in Frage gestellt werden, wohl aber die Art und Weise dieser Dialogpraxis.

Denn seit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) wurden und werden bis dato in Dialogveranstaltungen die mit dem Islam zusammenhängenden theologischen, historischen, ethischen  und gesellschaftspolitischen Problemfelder auch kirchlicherseits vielfach verharmlost, beschwichtigt, ausgeblendet, überhört, vernebelt,  und relativiert. Beispielsweise wird die von Gewalt geprägte islamische Ausbreitungsgeschichte allzu häufig verschleiert oder ganz tabuisiert. Faktenresistenz wird großgeschrieben, fragwürdige Gesten und Symbolhandlungen mit eingeschlossen. Nostra aetate lässt immer wieder grüßen!

  1. Problembeschreibung mit drei Begriffen

Welcher Art aber sind die Probleme? Sie sind im Koran, in der islamischen Theologie und in der islamischen Rechtsprechung grundgelegt und  sollen nicht nur den Muslimen, sondern grundsätzlich auch allen Nichtmuslimen übergestülpt werden. Mit drei Begriffen sei hier  diese islamische Theologie/Ideologie, die allen Nichtmuslimen droht, umschrieben: Lebensexistenz-Erniedrigung – Lebensexistenz-Bedrohung – LebensexistenzVernichtung. Zur Veranschaulichung dieser Begriffe könnte eine Fülle bedrückender Beispiele aus dem Koran, der Sunna, aus der islamischen Theologie insgesamt sowie aus der rund 1400-jährigen  koranlegitimierten Konflikt- und Dschihad-Geschichte aufgezeigt werden. Aus Platzgründen muss es bei folgenden skizzenhaften Hinweisen bleiben.

  1. a) Lebensexistenz- Erniedrigung:

▪ Diskriminierung durch behauptete und festgeschriebene, grundlegende Ungleichheiten:

Dogmatische Disqualifikation durch Aufteilung der Welt in „Gläubige“ und „Ungläubige“- Der Mensch: angeblich als Muslim geboren – Judentum und Christentum: angeblich wegen der Verfälschung der Botschaften Allahs degenerierte Varianten des Islams (vgl. z. B. Sure 3,71).

Menschliche Disqualifikationen:

Ungleichbehandlung der Frau durch verschiedene, auch rechtliche Benachteiligungen, Verdemütigungen,

-„Ungläubige“ sind Bürger 2. Klasse und im Grunde genommen lebensunwert,

– Juden und Christen sind  „unrein“ – Verbot, an ihrem Grab zu stehen (Sure 9,84)

– Recht auf und Freiheit zum Religionswechsel ist  nur zum Islam möglich

– Kennzeichnung der Christen: als „verstandeslos“ und als „gottverfluchte Leute“, auch als die schlechtesten aller Geschöpfe (Sure 98,6), noch schlimmer wie das Vieh (Sure 8,22-23).

Diskriminierung durch Dominanz- und Überlegenheitsdenken:

Die Zielvorstellung Mohammeds „Der Islam herrscht und wird nicht beherrscht“ fand Eingang ins islamische Bewusstsein und Recht (vgl. auch Suren 9,71; 3,104; 3,110). Zur Illustration folgende skizzenhafte Aussagen:

Der Koran: allen „heiligen Büchern“ anderer Religionen überlegen – Die Ausbreitung des Islams: schneller als alle anderen Religionen – Muslimsein als das wahre Menschsein  – Muslime: die islamische „umma“ als beste aller menschlichen Gemeinschaften (Sure 3,110) − Muslimische Kultur: die beste aller Kulturen – Der Islam: die Lösung aller Probleme − Die Minarette: höher als die Kirchtürme − Die Häuser der Muslime: höher als die von benachbarten Nichtmuslimen – Die Scharia: allen anderen Rechtssystemen überlegen, (weshalb der Islam in demokratisch verfasste Staaten nicht integrierbar ist bzw. alle 57 islamische Staaten keine Demokratien sind).

▪Institutionalisierte Demütigungen für „Ungläubige“:

Ausschluss von politischen Ämtern – Zeugenaussagen vor Gericht gegen einen Muslim ggf. nur mit halbem Beweiswert.

Verbote: Ausübung der nichtislamischen Religion in der Öffentlichkeit – Bauen neuer Kirchen und Kapellen – Läuten der Glocken – Abhalten von Prozessionen – Zeigen von Kreuzen und anderen christlichen Symbolen – Mission unter Muslimen – Tragen muslimischer Vor- und Nachnamen – generell Ungleichheit vor dem Gesetz, in den persönlichen Rechten und Ehren, auch bei der Steuer (Tributzahlungen)

  1. b) Lebensexistenz-Bedrohung:

Persönliche Bedrohung: Kampfbefehle gegen die „Ungläubigen“ (= alle Nichtmuslime, vgl. z. B. Sure 2,191; 2,193; 2,216 u.a.m.) – Apostasie, Abfall vom Islam (in bestimmten islamischen Ländern): Ächtung als Hochverrat; Gefängnis, Folter, Familienausschluss, Enterbung – Gefahren für Homosexuelle – Körperstrafen für Diebe, Ehebrecher, Alkoholtrinker und Andersdenkende – Auspeitschen bei Ehebruch, Handabhacken bei Diebstahl, Steinigung aus verschiedenen Gründen – Kein Verbot der Sklaverei.

Kollektive Bedrohung: Der universale islamische Sendungsauftrag: Die gesamte Welt ist freiwillig oder gezwungen zum Islam zu bekehren. Drei legitime Wege zum Ziel: Überzeugungsarbeit – Immigration (wie aktuell in Deutschland) – Dschihad (=Heiliger Krieg).

  1. c) Lebensexistenz-Vernichtung:

Tötungsbefehle: Koran- und religionsideologisch legitimierte Kriege auch zur Verbreitung des Islams (vgl. unter vielen Suren: Suren 2, 191 – 8, 12 – 8, 17 – 8, 39 – 9, 5 – 47, 4). Todesstrafe für Apostaten – Todesfatwas (religiöse Rechtsgutachten) mit weltweiter Geltung.

Eine geballte Wucht, die sich den Lesenden in dieser Darstellung der islamischen Gegebenheiten entgegenstellt. Doch sie brauchen sich nur mit der Geschichte des Islams zu befassen. Dabei werden sie konfrontiert mit den dramatischen Lebensverhältnissen und tragischen Lebensschicksalen von Juden, Christen und von anderen nichtislamischen Gläubigen: Ein nicht endender Tsunami von Gewalt, Leid, Not und Tod.

Zählt diese Darstellung auch zum Vorwurf im Heft, S. 15: „Immer alltäglicher werden stereotype, islamfeindlich motivierte Zuweisungen, die vermeintlich ´faktenbasiert´ darüber aufklären ´wie der Islam wirklich ist´“. Ist also dieser kurze Blick in die reale Welt der Religion Mohammeds unwirklich, nur vermeintlich faktenbasiert, also unwahr?

Leider sind die grausamen und menschenverachtenden Vorgehensweisen von Muslimen durch alle Jahrhunderte hin belegbar, auch wenn nicht alle genannten brutalen Vorgehensweisen in allen 57 islamisch dominierten OIC-Staaten  in unserer Zeit gleicherweise und gleichzeitig praktiziert worden sind bzw. werden.  Solange jedoch diese im Koran vorgegebenen und nach islamischer Doktrin „unveränderlichen“ Worte Allahs, als „ewig, letztgültig und weltweit gültig“ angesehen und nicht widerrufen sind, können sie zu jeder Zeit und  an jedem Ort der Welt aktiviert und praktiziert werden.

So nützt wohl auch jener Appell nichts, den Papst Franziskus und Großimam Ahmad al-Tayyeb in  ihrer gemeinsamen Erklärung von Abu Dhubai 2019 „an die religiösen Meinungsführer“ der Welt richteten, nämlich  „das friedensfördernde Potenzial (sic!) ihrer religiösen Quellen zu betonen“ (Heft S. 24). Wenn das bedrückende Gewaltpotential im „ewig, weltweit gültigen Koran“ weiterhin unangetastet bleibt, sind auch die wohlklingendsten Friedenssuren vollkommen bedeutungslos. Wenn die Gewaltsuren bleiben, wird auch das immense islamische Gewaltpotential in der Welt bleiben (vgl. Teil II, 10).

  1. Einige Namen für den inhaltlich und formal fragwürdigen Dialog

Seit langen Jahren werden immer wieder problematische Verhaltensweisen gegenüber den Muslimen in den verschiedensten Formen des interreligiösen Dialogengagemants artikuliert. So z. B.  Zulassen von Unverbindlichkeiten – Fragliche Konzessionen –Theologisches Nivellieren – Freiwilliger Verzicht auf Missionierung – Nicht verstehbarer Verzicht auf Gegenseitigkeit (vgl. Heft S. 22) – Opportunismus – Unkritische Übernahme islamischer Parolen – Beschönigung von Problemen – Würdelose Anbiederungen – Eigenartige Grußworte zum Ramadan – Unglaubwürdige Verbrüderungsszenen und andere Symbolhandlungen – Mangelnde Solidarität  gegenüber verfolgten Christen – Falsche Rücksichtnahme auf Empfindlichkeiten und Befindlichkeiten der Muslime zulasten von Recht, Gerechtigkeit und Wahrheit,(vgl. auch Teil II das Stichwort DIALOG-PROBLEME).

Diese Art von Dialogführung  kann zutreffend umschreiben werden mit Begriffen wie  „Interreligiöse Schmusestunden“, „Gefälligkeitsdialog“ und „Harmonisierungsdialog sowie mit „Dialog der multireligiösen Schummelei“, ein Begriff, der zurückgeht auf die Aussage des ehemaligen Bischofs und EKD-Vorsitzenden Wolfgang Huber (vom leider immer noch nicht eingeläuteten) Ende der religiösen Schummelei“.

4) Drei spezielle Probleme beim Dialog mit Muslimen: Taqiyya, fehlende Schuldbekenntnisse und zwei sich widersprechende Menschenrechtserklärungen

Im Themenheft Dialog mit dem Islam  finden sich zu diesen drei Themen bezeichnenderweise keine Hinweise.

  1. a) Taqiyya: Mit diesem islamischen Begriff wird ein koranlegitimiertes Verhalten (vgl. Sure 3,28; 6,119; 16,106) umschrieben, nämlich zweckdienliches Lügen, arglistiges Täuschen, Verheimlichen, Verleugnen (bis hin zur Verleugnung der eigenen Religion). Ferner: Betrügen aus persönlichen, religiösen, auch aus politstrategischen Absichten zum Vorteil und Nutzen des Islams. So beruht der christlich-islamische Dialog nach Aussage des Islamologen Basam Tibi auf „Täuschungen“ und „westlichem Wunschdenken“. Von ihm stammt auch das vielsagende Wort: „Selig sind die Betrogenen“. Mit den Betrogenen sind gewiss keine Muslime gemeint!

       Wenn Vertrauen ein grundlegendes Element für die Tragfähigkeit aller menschlichen Beziehungen ist, ist das Vertrauen zerstörende islamische Taqiyya-Prinzip im interreligiösen Dialog grundlegend zu hinterfragen und zu klären. Geschieht das nicht, sind Missverständnisse vorprogrammiert und damit alle Dialogveranstaltungen zum Scheitern verurteilt. Aber in welchen Dialog-Institutionen fand nachweisbar jemals das Bemühen um eine Lösung der Taqiyya-Problematik statt? Gegenseitige Bescheinigung des guten Willens und der Toleranz – offensichtlich ein „Muss“ bei Dialogveranstaltungen –  genügen nicht mehr.

  1. b) Fehlende Schuldbekenntnisse: In der religionstheologischen Kursbestimmung von Nostra aetate, Nr. 3, wird im Blick auf historische Auseinandersetzungen zwischen Christentum und Islam angemahnt, „das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen …“- eine Zielvorstellung, die der islamischen Mentalität und Tradition wohl sehr entgegen kam und immer noch entgegenkommt. Eine der Negativfolgen dieser vatikanischen Kursbestimmung ist: Das Verschweigen der historischen Wahrheit gerade auch im Islamdialog.

In der Religion Mohammeds gibt es auch aufgrund des islamischen Überlegenheitsdenkens keine Kultur des Schuld-Eingeständnisses etwa hinsichtlich der grausamen Massaker, Eroberungs- und Vertreibungskriege sowie des islamischen Sklavenhandels, nicht einmal wegen des  Genozids an den Armeniern und anderen Christen im 20. Jahrhundert. Dagegen liegen im Raum der christlichen Kirchen z. T.  eindrucksvolle Schuldbekenntniserklärungen über entsprechendes Versagen von Christen in der Geschichte vor.

Für die Verbrechen von Nationalsozialisten im deutschen Namen wird ständig  und zu Recht die notwendig bleibende  „Erinnerungskultur“ angemahnt, auch mit jenem zutreffenden Argument: Sich der vergangenen Verbrechen zu erinnern, heißt, künftige Verbrechen zu vermeiden. Im Islam dagegen wird die islamische „Vergessenskultur“ gepflegt und in der Dialogpraxis offensichtlich weithin nicht hinterfragt. Keine gute Perspektive für die Zukunft.

  1. c) Zwei Menschenrechtserklärungen: Die 57 Mitgliedsstaaten der Islamischen Konferenz haben alle 30 Artikel der Deklaration der Allgemeinen Menschenrechte (UN-Resolution 1948) unter den „Scharia-Vorbehalt“ gestellt, wie aus der Kairoer Menschenrechtserklärung im Islam von 1990 Die beiden Erklärungen stehen sich inhaltlich konträr gegenüber. Wenn Muslime von Menschenrechten sprechen, dürfte immer deren Kairoer Verständnis gemeint sein, ohne dass dies ausdrücklich gesagt wird. Die Folge ist: Gleichlautende Begriffe in interreligiösen Reden und Verlautbarungen mit sich gegenseitig ausschließenden Inhalten – Ursache für Zweideutigkeiten und Missverständnisse sowie widersprüchliches Handeln. Aber wo wird im Rahmen der interreligiösen Dialoginstitutionen  auf diese Problematik hingewiesen und zumindest der Versuch einer Problemlösung angestrebt?

5) Friedliches Zusammenleben und religiöse Gegensätze: kein Widerspruch

In den christlich-islamischen Gesprächen wird auf allen Ebenen offensichtlich die Binsenwahrheit übersehen, dass sich friedliches Zusammenleben und religiöse Gegensätze gegenseitig keineswegs ausschließen. Menschen können sehr wohl komplikationslos in Frieden miteinander leben trotz größter Gegensätze in religiöser/weltanschaulicher Hinsicht. Voraussetzung dafür ist  allerdings, sie respektieren sich gegenseitig in ihrer Menschenwürde.

Genauso gilt umgekehrt: Menschen können trotz grundlegender religiöser/weltanschaulicher  Gemeinsamkeiten in blutige Bruderkriege verwickelt sein so wie etwa die islamischen Glaubensrichtungen der Sunniten und Schiiten. Sie haben zwar eine Religion, einen  Koran, einen Propheten – und dennoch sind sie als Anhänger der angeblichen „Religion des Friedens“ seit rund 1400 Jahren untereinander Todfeinde bis auf den heutigen Tag zerstritten. Doch auch bei uns Christen hat es die leidvolle Erfahrung  der Religionskriege gegeben: Christen gegen Christen.

  1. Der Halbjahrhundert-Dialog Christen – Muslime mit einem fragwürdigen Resultat

Was sind nun die Ergebnisse dieses Halbjahrhundert-Dialogs Christentum-Islam zusammen mit den entsprechenden staatlichen Bemühungen (z. B. Islamkonferenz)? Was hat das kirchliche Dialog-Engagement    nach über 50 Jahren gebracht  mit seinem erheblichen personellen, finanziellen und ideellen Einsatz auf allen pastoralen Ebenen bis „hoch zum Papst“? Wo bleibt eigentlich das entsprechende Engagement in den islamischen Ländern selbst? Gibt es dort überhaupt so etwas wie einen institutionalisierten  christlich-muslimischen Dialog, wie Dialoginitiativen, -foren, und -kreise? Wohl kaum.

      Was ist das Resultat bei uns? Desintegration von vielen Muslimen, Parallel-, Sub- und Gegengesellschaften mit Paralleljustiz, Clanstrukturen, Zurückdrängen und Missachten westlicher/christlich-abendländischer Werte, permanent neue Forderungskataloge der Muslime, verbunden mit dem Versuch der Einflussnahme auf die Gesetzgebung. Aktuell kommt noch dazu die muslimische Forderung, Islamkritik auch noch unter Strafe zu stellen!

      Und die Auswirkungen auf die islamische Welt? Keine spürbaren Verbesserungen der Lebenssituation von Christen und aller Andersgläubigen/denkenden. Wie unwahr ist doch die euphorische Rede vom „solidarischen Umgang zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubenstraditionen?“ (Heft S. 23) bzw. vom „partnerschaftlichen Umgang zwischen Muslimen und Christen“ (ebd. S. 25)  insbesondere im Blick auf die bedrückende Situation von Christen und Juden in islamisch geprägten Ländern.

Ein winziger Hoffnungsschimmer ist die erst jüngst im islamischen Saudi-Arabien erfolgte Abschaffung der Todesstrafe für Kinder/Minderjährige sowie der archaischen Strafe der öffentlichen Auspeitschung von Verurteilten. Generell sind jedoch Benachteiligung, Diffamierung und Verfolgung trotz des ständigen Entgegenkommens sowie des falschen Dialogisierens im Laufe der letzten 50 Jahre keineswegs geringer geworden. Ganz im Gegenteil.  Oder vielleicht gerade deswegen?

  1. Nahezu einmütiges Schweigen der Kirchen zu Christenverfolgungen im Islam

Zum problematischen Dialogisieren passt das nahezu vollständige Schweigen der Kirchen zur allgegenwärtigen Not und Bedrängnis der Christen, ihre millionenfache Verfolgung insbesondere in Ländern mit islamischer Herrschaftsordnung. Die Würde des Menschen als „absoluter Wert“ (Wolfgang Schäuble) wird insbesondere im Islam ununterbrochen mit Füßen getreten. Wird  unter diesen Umständen das Wort von der „Brüderlichkeit aller Menschen“ und die Forderung, „Christen und Muslime können, ja müssen etwas für den Frieden unter den Menschen tun“(Heft S. 24) nicht zur Farce?

Hinzu kommt die skandalöse Praxis deutscher Behörden:  Sie haben  Christen, die aus islamischen Herrschaftsgebieten nach Deutschland geflüchtet sind und bei uns Zuflucht suchen sowie Exmuslime, die unter Lebensgefahr zum Christentum konvertiert sind, in ihre Heimat  zurückgeschickt, der sie gerade ihres christlichen Glaubens wegen entflohen waren. Unfassbar! Wo bleibt da der laute solidarische Protest der Kirchen?

  1. 8. Nur vereinzelte islamkritische Stimmen im kirchlichen Raum

Skeptische, kritische Stimmen zur nachweisbaren problembehafteten Islam-Thematik gab es und gibt es in der nachkonziliaren Zeit auch im Raum der christlichen Kirchen, vereinzelt bis in die höchsten Kreise der kirchlichen Hierarchie. Doch sie waren bzw. sind alle eher die ungeliebten Ausnahmen. Kritiker der Islam-Euphorie werden u. a. angegriffen und beschuldigt, „Vorurteile“ zu schüren, eine „islamfeindliche Stimmung“ zu verbreiten, (vgl. Heft S. 5, 15) und als intolerante Hetzer unterwegs zu sein. Die Überbringer der schlechten Botschaft werden wieder mal wie schon in früheren Zeiten beschimpft und gelegentlich auch noch bestraft.

Wenn diese Skeptiker/Kritiker kürzlich die nachdenklichen, durchaus nachvollziehbaren Töne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hörten, mit denen er um Verständnis für die schwierigen politischen Entscheidungen in der Corona-Krise bat: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen“, dürften die Älteren unter ihnen möglicherweise jene Worte assoziiert haben, die in den Nachkriegsjahren im Blick auf die Schreckenszeit des Nationalsozialismus so oft zu hören waren und gelegentlich heute noch zu hören sind: „Wenn wir das gewusst hätten!“, oder: „Das haben wir doch alles nicht gewusst“. Es sind Worte, mit denen Betroffene allzu häufig versuch(t)en, sich von eigener (Mit-)Schuld zu exkulpieren.

  1. „Keiner hat mit dieser Entwicklung gerechnet“ – Eine künftig nicht mehr mögliche Ausrede

Im Blick auf die für den Zeitraum der nächsten 30 Jahren prognostizierte demographische Entwicklung des Islams in Europa hören wahrscheinlich manche Islam-Skeptiker/Kritiker innerlich schon heute diese und ähnliche Worte aus dem Mund von Politikern, Kirchenleuten und vielen anderen islam-euphorischen Zeitgenossen: „Das haben wir alles so nicht gewollt. Niemand hat mit dieser Entwicklung gerechnet“. Dann aber wird der Transformationsprozess unserer westlichen Gesellschaften in islamisch geprägte Gesellschaftsordnungen möglicherweise  schon längst irreversibel geworden sein.

Dieses Ziel wird erreicht werden durch eine signifikante Veränderung der Bevölkerungsstruktur, die über den Weg der muslimischen Einwanderung mit dem entsprechenden Bevölkerungszuwachs durch Nachwuchs und Familiennachzug sowie durch gesetzwidrig praktizierte, dennoch geduldete Polygamie.

Nach entsprechenden Wahlverläufen wird dann die Religion Mohammeds die Lebensbereiche des persönlichen Daseins auch der Nichtmuslime beherrschen. Der Islam wird alle Bereiche des gesellschaftlichen und politischen, des religiösen und kulturellen Lebens in seinem Sinne durchdringen und regeln– mit Scharia-Vorschriften.

Die Lektüre des Korans und ein historischer Rückblick in die nahezu durchgängige islamische Sendungs-, Kriegs- und Eroberungsgeschichte genügen, um zu erkennen, was mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung geschehen wird. Und wer einen visionären Vorausblick in diese durchaus mögliche Zukunft machen will, kann Michel Houellebecq‘s Roman „Unterwerfung“ (2015) lesen. Jeder sollte sich auch unbedingt informieren über die schon lange vorliegenden  Pläne  der 57 islamischen OIC-Staaten zur Islamisierung Europas.

Die Verantwortungsträger im politischen, gesellschaftlich-kulturellen und kirchlichen Bereich, die heute die Entscheidungen für die gesellschaftlichen Entwicklungen in den nächsten Jahrzehnten treffen, haben noch – wie nie zuvor – die unbehinderte Möglichkeit zu breiter Information. Die entsprechenden Informationsquellen liegen bereits seit Jahren vor und  sind ungehindert einsehbar- und nachlesbar.

Sie geben Auskunft über  die

▪  Problematik der islamischen Theologie und die geschichtliche Vergangenheit der Religion Mohammeds mit ihrer nahezu durchgängigen 1400-jährigen Konfliktgeschichte,

▪  derzeitigen bedrückenden Vorgänge in den 57 islamisch dominierten Ländern,

▪  ungelösten, vielfach unlösbar scheinenden Probleme in jenen westlichen Ländern, in die Muslime in großer Zahl in den letzten Jahrzehnten – auch als Teil des islamischen Sendungsauftrages – eingewandert sind,

▪   muslimischen Vorstellungen und Pläne zur Islamisierung Europas.

Da es also über den real praktizierten Islam mit seinen vielfachen Problemstellungen  heutzutage sachgerechte Informationen in Fülle gibt, wird wohl niemand im Jahre 2050 im Blick auf die Islam-Thematik zu Recht sagen können: „Ich hab´s doch nicht gewusst“. Doch! Alle hätten es schon viel früher besser wissen können! Darunter auch der Vorsitzende der kleinsten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag, die sich das Anliegen der Freiheit (!!) auf die Fahne geschrieben hat. Vor kurzem hat er die Gleichstellung der christlichen Kirchen mit den Moscheegemeinden gefordert. Wahltaktisches Manöver? Purer Opportunismus? Verdeckte Kirchengegnerschaft?

10) Der „Dialog des Lebens und des helfenden Handels“: Die alles entscheidende und vorrangige Form des Islam-Dialogs

Dialoge, in denen es um theologische und spirituelle Themen geht und die keinen Bezug zum existentiellen, zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Miteinander haben, sind vorerst als völlig unbedeutend und unwichtig zu werten, solange jene anderen Themen nicht aufgearbeitet und geklärt sind. Nämlich Themen, die muslimischerseits Grund und Ursache sind für die Fülle schwerwiegender Belastungen im zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Bereich, im Miteinander von Muslimen und Andersgläubigen (vgl. oben Nr. 2).

Es sind jene Themen, die aufgrund der islamischen Theologie durch ethische und juristische Vorgaben konkret in das Leben der Menschen eingreifen und ein menschenwürdiges Leben gerade auch von Nichtmuslimen durch Benachteiligung, Diskriminierung und Verfolgung insbesondere in islamisch dominierten Ländern massiv belasten, erschweren und z.T. auch unmöglich machen.

Also nicht die Freude am Theologisieren und Spekulieren darf maßgeblich sein, vielmehr sollte/müsste kirchlicherseits die Verpflichtung zum geerdeten „Dialog des helfenden Handelns“ den Dialog mit dem Islam charakterisieren – und zwar als oberstes und vorrangiges Ziel. Was in der sportliche Wettkampfordnung gilt, gilt auch hier: „Erst die Pflichtübung, dann die Kür“. Erst helfend-wirksames Handeln, dann erst theologischer Austausch. Konkreter: Im christlich-muslimischen Dialog kann es primär und vorrangig eben nicht darum gehen, „die Missverständnisse auszuräumen, dass wir Christen an drei Götter glauben“ (vgl. dagegen Heft S. 6).

Wenn die drei Begriffe Lebensexistenz-Erniedrigung – Lebensexistenz-Bedrohung – Lebensexistenz-Vernichtung die Lebenswirklichkeit vieler Menschen unter dem Islam zutreffend beschreiben, dann muss auch der christlich-islamische Dialog dadurch grundlegend vorrangig und uneingeschränkt bestimmt sein. Alles andere dürfte Verrat an der menschenfreundlichen Friedens- und Freiheitsbotschaft Jesu sein.

11) Erwartungen und Enttäuschungen der Christen in notvollen Lebenssituationen

Den in islamisch dominierten Ländern unter der islamischen Doktrin und Herrschaft leidenden oder gar verfolgten Christen ist ein christlich-islamischer Dialog z. B. über den  christlichen Glauben an den „einen und dreieinen Gott“ (vgl. Heft S. 5 f., 17) oder zur Stellung Mariens im Islam (vgl. Heft S. 11 ff.) wohl eher gleichgültig, solange sie unter den repressiven und aggressiven Verhaltensweisen von Muslimen zu leiden haben, in ihrer Existenz beeinträchtigt oder gar mit dem Tod bedroht sind.

Nur zu berechtigt ist ihre Erwartung an die kirchlichen Verantwortungsträger, dass zunächst und vor allem ihre menschlich-existentielle Situation im Respekt vor der Würde ihres Menschseins zwischen christlichen und muslimischen Repräsentanten erörtert wird und wie Diskriminierungen beseitigt werden können. In ihrer christenfeindlichen Lebenswelt werden sie Umarmungen und Bruderküsse  von Papst und Großimam (vgl. Heft S. 24)  wohl kaum beklatschen, sondern wohl eher als unecht, unglaubwürdig und sehr befremdlich, gar als empörend empfinden. Andere dürften aufgrund dieser mehr als eigenartigen Gesten sogar tief enttäuscht und in ihrem christlichen Glauben verunsichert worden sein.

12) Erarbeitung gemeinsamer ethischer Standards

Die Möglichkeit und zugleich die Notwendigkeit des dialogischen Miteinanders der verschiedenen Religionen und Weltanschauungen liegt also keineswegs und primär im „Dialog des theologischen Austausches“, in Gesprächen über spezielle dogmatische, religiöse und spirituelle Fragen. Es sei denn, diese sind von unmittelbarer ethischer, praktischer Relevanz für das Leben und Zusammenleben der Menschen.

Die letztlich entscheidende Agenda im interreligiösen „Dialog des Lebens und Handelns“ sind jedoch nicht die Reden und Verlautbarungen mit ihren wohlklingenden und altbekannten Begriffen (vgl. Heft S. 24 f.). Vielmehr muss es darum gehen, einen Wertekanon über Freiheit, Gleichheit, Vielfalt usw. zu erstellen und dabei  gemeinsame ethische Standards zu erarbeiten, und zwar unter Vorgabe der UN-Menschenrechtsdeklaration von 1948 und unter Ausschluss der islamischen Kairoer Menschenrechtserklärung von 1990, (vgl. Nr. 2).

Diese gemeinsam erarbeiteten ethischen Standards müssten dann auf allen gesellschaftlichen Ebenen überall auf der Welt – und selbstverständlich auch in den islamisch geprägten Staaten –  Geltung haben und in die Tat umgesetzt werden. Doch wie weit sind wir von diesem Ziel noch  entfernt? Wird dieses Wunschziel lediglich ein Traum, pure Illusion  bleiben?

Teil II: Kritik-Skizze zu konkreten Aussagen in den Berichten

Bei den bisherigen Ausführungen wurde bereits gelegentlich auf die Berichte im Themenheft Dialog mit dem Islam  verwiesen, meist um damit auch eine gewisse  Distanz bzw. Kritik zu einer bestimmten Aussage zu signalisieren. Schon beim ersten „Überfliegen“ der Berichte in diesem Themenheft fielen dem Verfasser dieser Stellungnahme u. a. folgende zehn Aussagen in den Blick, die hier als konkrete Kritikpunkte auch in Form von Fragestellungen notiert werden.

1) Auch „der Mensch ist wie Gott“, (Heft S. 5).

Für einen gläubigen Muslim ein völlig unverständliches Wort. Denn es widerspricht zutiefst  seinem Gottesbild, das von der absoluten Einzigkeit Gottes geprägt ist. Im Hintergrund dieser Aussage steht die jüdisch-christliche Vorstellung von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen. Als höchsten Ausdruck seiner Liebe zum Menschen schuf Gott „den Menschen nach seinem Bild“ (Genesis 1,27). In dieser Gottesebenbildlichkeit des Menschen liegt auch ist die fundamentale Gleichheit aller Menschen vor Gott und untereinander begründet – ein Menschenbild, das ein überzeugter Muslim ebenfalls wohl strikt ablehnen dürfte (vgl. S. 2 f.).

DIALOG-PROBLEME: Das Ignorieren von Problemen – Das  Nichtaussprechen bzw. Zukleistern unüberbrückbarer (theologischer) Spannungen

2) „Das können die Muslime verstehen“, (Heft S. 6, 8).

Kann der Verstehenshorizont eines Muslims ausschlaggebendes Kriterium sein für den Inhalt der christlichen Glaubensverkündigung? Muss man bei einem interreligiösen Gespräch aus  diesen Verstehensgründen heraus den christlichen Glauben verkürzen, d. h. ggf. verfälschend darstellen, die Fülle einer christlichen Glaubensaussage einfach verschwiegen? Würde umgekehrt ein gläubiger Muslim seine Glaubenswahrheiten ebenfalls abhängig machen vom Verstehenshorizont seines christlichen Gesprächspartners?

DIALOG-PROBLEME : Das Verschweigen aus falscher Rücksichtnahme – Fragwürdiges Entgegenkommen

3) „Und jeder, der sich ganz öffnet, wird Sohn Gottes genannt“, (Heft S. 6).

Trifft diese Aussage nicht grundsätzlich auf jede(n) Getaufte(n) zu, der/die sich Gott öffnet? Er/sie wird Sohn, Tochter, Kind Gottes genannt. Aber wer dabei stehen bleibt, unterschlägt die wesensmäßige Sohnschaft Jesu Christi. Er ist „Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit, wahrer Gott von vom wahren Gott, gezeugt nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater“. Credo!  Nicht einmal andeutungsweise kommt in diesem Bericht der gravierende Unterschied der „Kinder Gottes“ zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes, zum Ausdruck.

Und da klatschen peinlicherweise islam-euphorisierte Christen auch noch Beifall, wenn Muslime  und andere „großzügig“ erwähnen, dass Jesus im Koran etwa 100 mal genannt wird, darüber hinaus auch noch als „größter Prophet“ bezeichnet wird – natürlich „nach Muhammad“ (S. 12). Hat der Verfasser des Berichtes nicht bemerkt, dass Jesus Christus im Koran deklassiert wird? Nach dem Koran ist Jesus nämlich wie Adam aus Erde erschaffen worden (Sure 3,59).

Ähnliches ist zur 34-maligen Nennung von Maria, der Mutter Jesu, anzumerken. (vgl.  Nr. 4). So klatschen Christen Beifall zur Verfälschung, zur Banalisierung ihres eigenen Glaubens. Jeder Muslim, der von seiner Religion überzeugt ist, wird die Göttlichkeit Jesu, seine Gottessohnschaft, seinen Kreuzestod und damit auch die ebenfalls zentrale christliche Glaubenswahrheit vom dreieinen Gott entschieden  ablehnen. Doch darf man deshalb bei  Muslimen die christologische Höhe der Botschaft vom menschgewordenen Gottessohn  und seinem Erlöserwirken einfach verschweigen? Wie  eine „Entschuldigung im letzten Augenblick“, wie ein Nebenher-Satz liest sich im Bericht die Feststellung: „Wir Christen halten daran fest, dass Jesus Gottes Sohn ist“

DIALOG-PROBLEME: Das Relativieren, Banalisieren und  Verschweigen sowie das Zustimmen zulasten des eigenen christlichen Glaubens – Übernahme islamischer Begriffe, Sprech-und Denkweisen

4) Maria, eine Randfigur im Islam, auf fragwürdige hervorgehoben! (Heft S. 11-14)

Immer wenn die Mutter Jesu im Blick ist, freuen sich viele Christen. Bleibt hier nur die Frage: Wie ist Maria als Randfigur im Islam  in diesem Themenheft im Blick? Als „Band zwischen den beiden Religionen“ ( S. 11) und als deren „Brückenbauerin“ (S. 12), als „Prophetin“, als eine der „vier besten Frauen der Welt“, als „glaubensbereite Frau“ und „wahrhafte Dienerin Gottes“, als „Beispiel für die Gläubigen“ (alle Zitate S. 13) sowie als „Mutter, die den Propheten Jesus geboren hat“ (S. 14). Alles  nur scheinbare Auszeichnungen!  In Wahrheit sind  diese von Muslimen der Mutter Jesu zugedachten  „Titel“ nichts anderes als eine Destruktion des biblisch begründeten christlichen Marienbildes.

In diesem Bericht wird mit vielen Worten ein banales Bild der Mutter Jesu auf dem Hintergrund islamischer Vorgaben gezeichnet. Dieses widerspricht der Glaubenslehre der christlichen Kirchen, insbesondere dem Glauben  katholischer und orthodoxer Christen. Maria ist zwar ein Geschöpf Gottes, doch  „von Gott über  alle Engel und Menschen gestellt“. Im Bericht aber wird sie ihrer einzigartigen Würde beraubt, die in Einzigartigkeit ihrer Erwählung durch Gott selbst begründet ist. Ihre im Islam geleugnete  Gottesmutterschaft wird darin wiederum nur beiläufig erwähnt.

Mit einem mariologisch degenerierten, der christlichen Botschaft widersprechenden Marienbild wird hier für das Miteinander von Christen und Muslimen geworben. Nicht im christlichen, sondern im islamisch verfälschten  Marienbild sehen offensichtlich bestimmte Christen in Maria eine „ Brückenbauerin“. Die Brücke einer solchen Brückenbauerin dürfte sich jedoch schnell als einsturzgefährdet erweisen und dann auch  einstürzen. Das Fest der Verkündigung des Herrn – dreimal im Bericht hervorgehoben (S. 11-13)  – verweist übrigens primär auf die Glaubenswahrheiten der Gottessohnschaft Jesu und der Gottesmutterschaft Mariens. Beide Glaubenswahrheiten werden von Muslimen entschieden abgelehnt.

DIALOG-PROBLEME: Die Entkernung, des christlichen Glaubens zugunsten islamischer Vorstellungen – Die theologische, mariologische Destruktion, Banalisierung und Trivialisierung

5) Mohammed als islamische Zentralfigur im Themenheft einfach vergessen?

Während Maria, einer Randfigur im Islam, im Themenheft „Dialog mit dem Islam“ relativ viel Platz eingeräumt wird, sucht man darin zunächst vergeblich nach der Zentralfigur dieser Religion, nämlich nach deren Gründer, dem Propheten „Mohammed“. Eine Veröffentlichung über den Islam und  dabei nur einmal seinen Namen so nebenher erwähnen,  sein Leben und Wirken jedoch gänzlich zu verschweigen –  mehr als sonderbar!

Erst nach einigem Suchen wird man in einem Artikel unter dem arabischen Namen „Muhammad“  fündig (Heft, S. 12). Wollte man einer Fülle von Problemen und Schwierigkeiten aus dem Wege gehen und vermied deshalb in diesem Themenheft, näher auf den Stifter des Islams einzugehen? Vielleicht ist jedoch die Redaktion der Zeitschrift  Anzeiger für die Seelsorge schon bei der Vorbereitung eines neuen Themenheftes mit dem Schwerpunktthema  „Jesus Christus und Mohammed“.

Wenn der Islam von Michael Rhonheimer SJ als „Antithese zum Christentum“ bezeichnet wird, dann kann zu Recht die Zentralfigur dieser Religion, Mohammed, als „Antithese zu Jesus Christus“ bezeichnet werden. Wahrscheinlich liegt  so auch der eigentliche Grund für das „Mohammed-Vergessen“ in diesem Themenheft in den unüberbrückbaren menschlichen und religiösen Gegensätzen, die sich unübersehbar zwischen beiden Religionsgründern auftun.

DIALOG-PROBLEME: Das Ausklammern der im Islam liegenden schwerwiegenden Probleme

6) „Jedes Jahr am Nationalfeiertag laden die Moscheegemeinden  … in vielen deutschen Städten zur Begegnung“, (Heft S. 15).

Gleich der  erste Satz in diesem Bericht war wohl nicht nur beim Verfasser dieser kritischen Anmerkungen  zunächst Anlass, aus Verärgerung sofort die nächsten drei Seiten des Themenheftes zu überschlagen. Gleichsam als gottgegeben wird hier von der Autorin bedenken- und kritiklos zugestimmt,  dass der  deutsche Nationalfeiertag, der „Tag der deutschen Einheit“, von den hiesigen muslimischen Verbänden instrumentalisiert und zum „Tag der offenen Moschee“ umfunktioniert wird. Mit welchen Folgen müssten jedoch  die christlichen Kirchen etwa in der Türkei rechnen, würden sie den türkischen Nationalfeiertag zum „Tag der offenen Kirchen“ deklarieren.

DIALOG-PROBLEME: Das Hinnehmen problematischer Fakten – Das Unterlassen des kritischen Hinterfragens – Das Entgegenkommen bei inakzeptablen Verhaltensweisen –  Das bedenkenlose Erfüllen von Forderungen – Der Verzicht auf eigene legitime Interessen sowie auf Gegenseitigkeit

7) Zur Begegnung „zwischen dem heiligen Franz von Assisi und Sultan al-Malik al-Kamil“, (Heft S. 19, vgl. S. 26, 44).

In entsprechenden Publikationen und bei Gesprächsrunden über den Islam darf die Erwähnung dieser Begegnung im Jahre 1219 zur Verstärkung der Notwendigkeit des Dialogs mit den Muslimen nicht fehlen. Erfahrungsgemäß bleibt dabei aber unerwähnt: Diese „Friedensmission“ des Heiligen ist – trotz auch positiver  Erfahrungen – letztlich gescheitert. Wäre er nicht rechtzeitig aus Ägypten abgereist, wäre sein Los wahrscheinlich das Gefängnis oder der Märtyrertod gewesen. Auch wird in diesem Kontext nicht angesprochent, dass seit jener Zeit einige Mitglieder der franziskanischen Familie sowie weiterer Ordensgemeinschaften und  eine Vielzahl weiterer Christen der unterschiedlichen Konfessionen in Ländern des Islams zu Blutzeugen des Glaubens an Jesus Christus wurden.

DIALOG-PROBLEME: Das  Ausblenden unangenehmer Vorgänge gerade auch bei  bestimmten Narrativen

8) Franz v. A. und Thomas v. A. – Zwei große Heilige mit gegensätzlicher Akzeptanz

Beide wirkten im 13. Jahrhundert. Franz v. Assisi, der Gründer der unterschiedlichen franziskanischen Gemeinschaften, ist der weltweit wohl bekannteste Heilige. Auch bei  Nichtkatholiken genießt er  hohes  Ansehen. Der Dominikaner Thomas v. Aquin war ein Universalgelehrter und wird als „der bedeutendste Denker des Mittelalters“, auch als „doctor angelicus“ ( =  „Engelgleicher Lehrer“) sowie als „Leuchtturm des Abendlandes“ (David Berger) bezeichnet. Aus seinem philosophischen Denken haben sich eigene Philosophenschulen entwickelt. Seine theologische Lehre hat das katholische Denken und Forschen bis ins 20. Jahrhundert entscheidend geprägt, nicht zuletzt auch die Kultur des jüdisch-christlichen Abendlandes. Äußerst kritisch deckt Thomas v. Aquin die Schwachpunkte der Lehre des Islams sowie auch des Gründers dieser Religion auf.

Franz v. Assisi, der so beliebte Heilige, wird trotz gescheiterter Friedensmission unter den Muslimen allzu gern in das Dialoggeschehen Christentum-Islam einbezogen (vgl. Nr. 7). Dagegen bleibt der heilige Thomas v. Aquin wohl wegen seiner pointiert islamkritischen Haltung in den Dialogprozessen einfach außen vor. Denn seine islamkritische Sicht widerspricht eklatant der heutigen religionstheologischen „Kursbestimmung“ (Heft S. 17), wonach „einer überkommenen, generellen dogmatischen Geringschätzung des Islam entgegenzuwirken“ ist (ebd.).

Kein Wunder, dass auch im Themenheft Dialog mit dem Islam kein Gedanke über diesen und von diesem Universalgelehrten und überragenden Denker nachzulesen ist, gar zur Diskussion gestellt wird . Zum Ausgleich für dieses Ignorieren: Thomas v. Aquin sollte von Papst Franziskus zum Schutzpatron der Islamkritiker ernannt werden!!

DIALOG-PROBLEME: Das Ignorieren –  Das Überhören der Argumente islamkritischer Stimmen – Der Ausschluss islamkritischer Stimmen vom Dialog

9) Die Forderung auf Gegenseitigkeit bleibt bestehen „unabhängig von der anderen (muslimischen) Seite“, (Heft S. 21 f.).

Das Prinzip der Reziprozität (Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit) beruht auf dem Prinzip der in verschiedenen Kulturen beheimateten  „Goldenen Regel“. Gegenseitigkeit  ist die Basis für glaubwürdige und tragfähige menschliche Beziehungen, auch die Grundlage für ehrliche Dialoge. Dazu zählen u.a. auch Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung, die Möglichkeit zu kritischer Fragestellung, das Vermeiden von Vertuschung und fragwürdiger Harmonisierung, von Duckmäuserei, von Tabus und Selbstzensur sowie Drohgebärden und Drohungen.

Die in der Überschrift zitierten Worte beziehen sich auf eine päpstliche Aussage, die interpretiert wird als „positive Zusage,- haltung und der Wille der christlichen Seite dazu unabhängig von der anderen (muslimischen) Seite…“.  Das ist eine zutreffende Faktenbeschreibung des christlich-islamischen Dialogs  und  – nichts anderes als ein Offenbarungseid zugleich. Man stelle sich vor: Gegenseitigkeit ist unter zwei Partnern vereinbart. Wenn einer sich nicht daran hält, hat sie dennoch weiterhin Geltung! Das Prinzip der „Goldenen Regel“ ist übrigens im Islam nicht beheimatet. Türkische Islam-Verbände dürfen also weiterhin in Deutschland ihre Forderung nach Religionsfreiheit erheben. Für die Religionsfreiheit der christlichen Minderheit in der Türkei hat das natürlich keinerlei Bedeutung!

DIALOG-PROBLEME: Verzicht auf Gegenseitigkeit – Unglaubwürdigkeit – Verstoß gegen die eigenen Interessen

10) „Sowohl Christen wie Muslime können, ja müssen etwas für den Frieden unter den Menschen tun“, (Heft S. 24, auch S. 17,19, 21, 25, 44).

In christlich-islamischen Verlautbarungen wird ständig von der gemeinsamen Verantwortung für den Frieden in der Welt gesprochen und mahnend zum Frieden aufgerufen. Dabei wird von der christlichen Seite das spezifische islamische Verständnis dessen, was Friede inhaltlich bedeutet, offensichtlich völlig ausgeblendet. Bekanntlich ist nämlich nach islamischem Verständnis diese Welt zweigeteilt: in das „Haus des Islam“ bzw. in das „Haus des Friedens“ (= islamische Länder) einerseits und in das „Haus des Krieges“ (= nichtislamische Länder) andererseits. Und dies heißt übersetzt: „Frieden ist nur zwischen Muslimen möglich“( Basam Tibi). Das islamische Verständnis von Frieden hat unübersehbare Konsequenzen, angefangen vom Zusammenleben der Menschen  im persönlich-individuellen Bereich bis hin zum Miteinander der Völker und Staaten.

Solange dieses islamische Verständnis vom Frieden von den zuständigen islamischen Autoritäten nicht revidiert und als ungültig erklärt ist, bleibt ein gemeinsames Reden und Aufrufen zum Frieden naiv, unglaubwürdig und zugleich gefährlich. Gleiches gilt auch für andere zentrale Begriffe des menschlichen Miteinanders wie z. B. Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, die inhaltlich von beiden Religionen fundamental unterschiedlich interpretiert werden (vgl. Teil I, 4 c).

DIALOG-PROBLEME: Das völlige Ignorieren unterschiedlicher Begriffe von zentraler Bedeutung mit weitreichenden Folgen – Blindgläubigkeit – Blauäugigkeit

11) Ein „tiefes Erlebnis“ in einer Moschee – und die Kontrasterfahrung dazu (Heft S. 40)

Das tiefe Erlebnis in Akko: Ein ansprechender Abschluss dieses Berichtes, der jedoch auch Fragen aufwirft: Konnten die verwunderten Muslime in der Moschee in Akko nicht voller Erwartung vermuten, dass der fremde Moscheebesucher bereits auf dem Weg zum Islam ist? Die „Gebetshaltung der anwesenden Muslime“ annehmen?  Würden Muslime bei einem Kirchenbesuch  etwa vor dem Tabernakel die Knie beugen, ein Kreuzzeichen machen? Was würden wohl die islamischen Glaubensbrüder dazu sagen? Der lebensbedrohende Vorwurf der Apostasie stünde im Raum.

Und die Kontrasterfahrung in Jerusalem: Bei einer Pilgerfahrt vor Jahren hatte der Verfasser dieser Zeilen nach dem Besuch der al-Aqsa–Moschee in Jerusalem ein ganz anderes „tiefes Erlebnis“. Die Generaloberin einer Kongregation kommt beinahe aufgelöst mit kreidebleichem Gesicht und angstvollen Augen auf ihn zu: „Die Aufseher haben mich in der Moschee gezwungen, mein Ordenskreuz zu verstecken“. Beruhigung war angesagt. Jahre später haben am gleichen Ort zwei andere Amtsträger ihr bischöfliches Amtskreuz nach Aufforderung eines Imams „rücksichtsvoll“ und  mit lächelndem Gesicht weggesteckt.

DIALOG-PROBLEME:  Falsche Signale, problematische Gesten führen zu Missverständnissen. Fragwürdige Rücksichtnahme auf Empfindlichkeiten von Muslimen (Kreuzverbergen) als inakzeptable Verhaltensweisen – Wunschdenken – Verlust der Glaubwürdigkeit – Selbstzensur –Opportunismus – Übersehen, dass persönliche Begegnungen, Freund- und Bekanntschaften nicht über die grundsätzlichen Probleme hinwegtäuschen können

12) Lessings Ringparabel „Nathan der Weise“ und  das Zweite Vatikanische Konzil, (Heft S. 44).

Die „Ringparabel“, die in Diskussionsforen  über den Islam zusammen mit der Geschichte von der Begegnung von Franz v. Assisi und dem Sultan (vgl. Nr.7) regelmäßig aufgetischt wird, ist wahrlich kein gelungener Hinführungstext zum II. Vatikanum: Das Konzil wird durch dieses Paradestück der Aufklärung in ein schiefes Licht gestellt. In der Ringparabel wird dem damals auch in Europa umschwärmten ägyptischen Sultan Saladin das literarische  Denkmal eines  vorbildhaft toleranten islamischen Herrschers gesetzt. Auch jeder Christ sollte sich ihn zum Vorbild  nehmen. Doch diese Toleranz-Ikone der Aufklärung ist lediglich eine literarische Kunstfigur. In Wahrheit war der historische Sultan Saladin nachweislich ein Gewaltherrscher, im Islam bis heute hochverehrt als „Schwert des Islams“.

So ist auch die religionsrelativistische Quintessenz der aufklärerischen „Ringparabel“  –  keine Religion sei die beste,  alle seien gleich – eine ausgesprochene Gegenposition zur islamisch-dschihadistisch, christen- und judenfeindlich geprägten Glaubenseinstellung des  historischen Saladin. Künftig sollte man der historischen Wahrheit wegen auch im Dialoggeschehen auf Hinweise auf diese Parabel verzichten. Erst recht ist dieses Theater-Stück nicht als glaubwürdiger Hinführungstext auf das Zweite Vatikanische Konzil geeignet. Denn Lessings  „Nathan der Weise“ ist nichts anderes als ein „vorgegaugelter Traum“ (Guido Horst).

DIALOG-PROBLEME: Verdrehen, Verschweigen der historischen Wahrheit –  Hervorheben falscher Vorbildgestalten – Täuschung –  Beschönigung

Teil III  Schlusswort

Im Bild, das die verschiedenen Berichte in der Zeitschrift Anzeiger für die Seelsorge vom Islam zeichnen, ist von der realen Welt des Islams kaum eine Spur zu entdecken. Hier wurde erneut ein schöngefärbtes, unrealistisches und damit ein, verfälschtes  Bild vom Islam gezeichnet. Im diesem Bild spiegelt sich zugleich mehr als deutlich das in dieser Stellungnahme aufgezeigte Problem  der kirchlichen  Dialogpraxis mit dem Islam. Dabei ist zu konstatieren: Die im Konzilsdokument Nostra aetate bereits angelegte fragwürdige Form des kirchlichen Dialogs mit dem Islam hat sich Laufe der letzten fünf Jahrzehnte ganz offensichtlich voll entfaltet. Leider. Die Wahrheitsfrage ist dabei nicht immer gestellt worden, und manche Wahrheit ist unter die Räder gekommen.

Mit der mahnenden Aufforderung aus dem alttestamentlichen Buch Deuteronomium 32,7: „Denk an die Tage der Vergangenheit, lerne aus den Jahren der Geschichte …, frag die Alten, sie werden es dir sagen“, soll hier noch kurz die Erinnerung wachgerufen werden an die bekannten historischen  Auseinandersetzungen mit dem Islam bei Tour und Portiers (732), in  Spanien (1492), vor Wien (1529, 1643) und bei Lepanto (1571).

       Mit dieser Erinnerung sei am Ende dieser Ausführungen noch eine gedankliche Verbindung hergestellt zu einem bedenkenswerten Wort des renommierten amerikanischen Theologen und Philosophen   James V. Schaller SJ:

„Der Islam wird die Welt mit Freuden umstürzen, um diese Unterwerfung  …  der    Menschen unter Allahs Herrschaft  … herbeizuführen. Und er wird nur scheitern, wenn man sich ihm in den Weg stellt.“

Diese Mahnung will keineswegs verstanden werden als Aufruf  zum Kampf mit kriegerischen Mitteln. Wohl aber zur mutvollen und offenen Auseinandersetzung mit den Mitteln des Geistes, der Wahrheit und der Gerechtigkeit – von uns Christen  und  aller  „Menschen guten Willens“ im Dienst am Frieden unter den Menschen und gleicherweise  an der Freiheit der Menschen überall in der Welt.

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