(David Berger) Mit einem umfangreichen Essay von Andreas Thiel unter dem Titel „Die Freiheit ist vorbei, nun kommt der Corona-Staat“ setzt die Neue Zürcher Zeitung einen weiteren Höhepunkt in ihrem intellektuellen Kampf gegen die politische Instrumentalisierung des Corona-Virus.

„Freiheit war gestern. Was nun kommt, ist der wohlwollende, allumsorgende Corona-Staat
Der gesundheitspolitische Imperativ zerstört das bürgerliche Leben, das auf dem Schutz von Freiheit, Familie und Eigentum beruht. Die Bürger dürfen sich stattdessen an einer neuen Staatsreligion erfreuen, die weltliche Gesetze durch spirituelle Gebote ersetzt“, heißt es im Leading-Text zu dem sehr umfangreichen Feuilleton-Beitrag.

Von Moses, dem goldenen Kalb und Karl Marx

Dann folgt eine ausführliche Darstellung der Freiheitsgeschichte von dem Auszug der Israeliten aus Ägypten unter der Führerschaft von Moses bis hin zu Karl Marx, auf den die Freiheitsfeindlichkeit in der linken Blase zurückgehe. Eine nicht unwahrscheinliche These, die auch erklären würde, warum gerade die rechtsextreme Blase eine heiße Zuneigung zu Marx entwickelt.

Marx Freiheitsfeindlichkeit manifestiere sich zuallererst in der Aufhebung des Privateigentums: „Die Aufhebung des Privateigentums ist bis heute der Hauptpfeiler linker Politik. Und ist es nicht das, was wir gerade erleben? Falls es das wäre, würde es zumindest erklären, weshalb die linken Parteien den Notstand nicht mehr aufheben wollen.“

Grundlage dieses Notstandes sei (in der Schweiz) eine Art neuer Gottesstaat mit neuen Geboten:

„Wir singen es mit, ohne zu merken, dass das Gesetz «Du sollst nicht töten» umformuliert wurde in «Du sollst nicht sterben». Ein Gesetz, das das Verhältnis von Mensch zu Mensch ordnete, soll nun neu das Verhältnis des Menschen zum Schicksal definieren. Mit anderen Worten, der Bundesrat hat weltliche Gesetze ersetzt durch spirituelle Gebote.“

Der Bundesrat bestrafe jeden, „der seinem Virus nicht huldigt“ und drohe mit „kollektiver Vernichtung, falls das Volk vom Glauben abfallen und wider das Virus sündigen sollte“:

Die Freiheit geschleift, um einem Virus einen Tempel zu errichten

„Die Trennung von Staat und Religion war ein Befreiungsschlag gewesen, nachdem die Kirchen staatlich geworden waren. Jetzt ist der Staat religiös geworden. Das ist das Gleiche.

Der Bundesrat hat die Freiheit geschleift, um einem Virus einen Tempel zu errichten. Wäre er wenigstens so vernünftig wie Moses und geböte, nur jeden siebten Tag dem Virus zu widmen! Aber das Virus durchdringt alles und jeden. Nichts darf mehr in einem anderen Licht als im Lichte des Virus betrachtet werden. Wir leben seit gestern in einem Gottesstaat.“

Oder für jene Atheisten (ich denke da an einen Bloggerkollegen, dessen plötzlicher, mit dem Corona-Wahn einsetzender Wandel vom Merkelhasser zu ihrem größten Fan allen ein Rätsel ist), die sich daran nicht stören, weil sie mit „Corona“ endlich eine Ersatzreligion gefunden haben, die ihr ganzes Denken bestimmt, mal ganz unreligiös:

„Wenn einer Monarchie die Monarchen ausgehen, ist das lustig. Aber wenn einer Demokratie die Demokraten ausgehen, ist das beunruhigend. Wir träumen einen bizarren, psychedelischen Traum und warten darauf, wachgeküsst zu werden.“

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