Früjahsputz in der AfD: Der Bundesvorstand der AfD befreit sich zunehmend von parteischädigenden Mitgliedern, die bislang als rechter Narrensaum der Partei galten. Besonders Baden-Württemberg und das Saarland stehen derzeit im Focus.

Der AfD-Bundesvorstand hat beschlossen: Der Landesvorstand des Landesverbandes Saarland wird mit sofortiger Wirkung gemäß § 8 Absatz 1 Buchstabe (a) der Bundessatzung wegen schwerwiegender Verstöße gegen die Grundsätze oder Ordnung der Partei seines Amtes enthoben.

Der Bundesvorstand wird beim zuständigen Schiedsgericht die Einsetzung eines Notvorstandes für den Landesverband Saarland, bestehend aus Stephan Protschka, Mitglied des Bundesvorstandes, Carsten Hütter, Mitglied des Bundesvorstandes, und Joachim Paul, Mitglied des Bundesvorstandes, beantragen. Bislang leitete Josef Dörr den Vorstand.

Räpple und Gedeon ausgeschlossen

Auch in Baden-Württemberg wird die Umstrukturierung der AfD fortgesetzt. Die JF berichtet: “ Die AfD Baden-Württemberg hat den Landtagsabgeordneten Stefan Räpple ausgeschlossen. Wie die JUNGE FREIHEIT aus Parteikreisen erfuhr, befand das Landesschiedsgericht der AfD, daß sich Räpple des parteischädigenden Verhaltens schuldig gemacht hat …

Zuletzt sorgte Räpple Anfang des Jahres mit einer Demonstration vor dem Südwestrundfunk in Baden-Baden für Unmut in der Partei. „Stil und Ton der Veranstaltung entsprachen in weiten Teilen nicht den Vorstellungen des Bundesvorstands“, hieß es daraufhin in einer Stellungnahme des AfD-Bundesvorstands.

Auf dem Bundesparteitag in Braunschweig Ende vergangenen Jahres machte sich Räpple für die Abschaffung der Unvereinbarkeitsliste der AfD stark, fand für sein Ansinnen jedoch keine Fürsprecher.“