Unser Fundstück der Woche kommt aus der „Berliner Zeitung“ und wurde dort bereits im September 2018 publiziert, hat aber nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Ganz im Gegenteil. 

„Wer hat die Mietpreisbremse erfunden? Die Nahles-SPD oder die rot-rot-grüne Stadtregierung, die sie als Mittel gegen massive Wohnkostensteigerungen sehen, war es jedenfalls nicht. Immer wieder sannen in den vergangenen hundert Jahren Politiker darauf, Mieter durch staatliches Eingreifen vor den Hausbesitzern zu schützen. Das geschah immer dann, wenn zwei Faktoren zusammenkamen: Mangel an Wohnraum und wenig Neubau.

Am konsequentesten handelten die Nationalsozialisten als Mietpreisbremser: Im November 1936 verhängten sie den vollständigen Mietpreisstopp. Mit wenigen Änderungen galten diese gesetzlichen Regelungen bis 1990 in der DDR. Der Bundestag verabschiedete 1960 das „Gesetz über den Abbau der Wohnungszwangswirtschaft und über ein soziales Miet- und Wohnrecht“. Das Dauerproblem Wohnraummangel  sollte fortan über stärkere Förderung, vor allem für den sozialen Wohnungsbau, gelöst werden.“ (Quelle)

Vor diesem Hintergrund ist es besonders bezeichnend, dass etwa die taz-Journalistin Steffi Unsleber vor nicht allzulanger Zeit vom linksgrünen Berlinmob als „Nazi“ und „rechtsradikal“ beschimpft wurde, weil sie es gewagt hatte, leise Kritik an der Mietpreisbremse von RRG in Berlin zu äußern. Aber Faschisten bleiben eben Faschisten, auch wenn sie sich „Antifaschisten“ nennen und rot-grün statt braun sind.