Am 13. Januar veröffentlichte Correctiv auf seinem Blog einen Artikel „Unbelegte Behauptungen über Menschenjagden bei ‚Umweltsau‘-Demonstrationen in Köln“. Darin behauptet Correctiv, dass es keine Belege für Menschenjagden und Gewalt gegen ältere Frauen in Köln gegeben habe. Ulrike Haun, eine Betroffene, nun mit den Fakten.

Correctiv bezieht sich u.a. dabei auf den Artikel „Erlebnisbericht von Ulrike Haun“ im Internet-Blog Philosophia Perennis und behauptet:

„Was an diesem Bericht der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht prüfen“.

„Angegriffen, bedroht, bespuckt und durch Köln gejagt“ – ein Opfer berichtet

Hat Correctiv genügend Fleiß, Kompetenz und Wille zu journalistischer Recherche?

Es stellt sich die Frage, ob Correctiv den Dingen überhaupt auf den Grund gehen will. Ich habe um 14.59 Uhr einen Notruf abgesetzt. Die beiden Polizisten, die daraufhin zum Einsatzort kamen, haben Lagemeldungen an die Einsatzzentrale durchgegeben. Das Video, das ich aufgenommen habe, zeigt den Angriff von Linksextremisten auf mich. Das Video ist im Erlebnisbericht verlinkt. Das alles hätte geprüft werden können.

Hat Correctiv sich die Mühe gemacht, z.B. den Sicherheitsdienst von Karstadt zu befragen, der die Türen verschloss und die Geschehnisse von der Eingangstür aus beobachten konnte?

Kommen wir zu der Hetzjagd, die ich im Bericht anspreche. Hierzu gibt es ebenfalls ein Video und ein Bild von mir. Das Video zeigt eine Diskussion zwischen mehreren Vermummten und einen Taxifahrer, der zu den vermummten Personen sagt, „das mach ich nicht!“. Zu diesem Zeitpunkt standen am Taxistand am Neumarkt mehre Taxis. Einige Taxifahrer standen vor ihrem Taxi und konnten die Szene miterleben.

Zahllose Zeugen hätte man befragen können

Hat Correctiv die Taxifahrer dazu befragt und das Video auf den Wahrheitsgehalt hin überprüft?

Der Polizei Köln liegen drei Anzeigen vor. Die erste wegen des Angriffs auf mich, die zweite wegen des Diebstahls meiner Mütze im Beisein der Polizei und die dritte wegen der anschließenden Hetzjagd.

Erstaunlich ist, dass Correctiv in Bezug auf meinen Bericht folgendes behauptet: „Polizei hat ‚keine Kenntnis‘ von solchen Vorfällen“.

Auch die Täter brüsten sich mit der Hetzjagd

Informationen über die Tatbeteiligten hätte Correctiv durch eine Anfrage an das Autonome Zentrum Köln auf der Luxemburger Str. 93 erhalten können. In deren Blog werden die Ereignisse kommentiert:

„Auch nach Beendigung der Nazi-Veranstaltungen und bei der Abreise der Nazis blieb der antifaschistische Protest stabil, beließ es nicht bei „Nazis raus!„-Rufen, sondern setzte diese Parole in die Praxis um.“

Auf Twitter hat das Autonome Zentrum Köln am 4. Januar 2020 fortwährend den Standort der Demonstranten durchgegeben.

Diese Meldungen und die Ereignisse legen nahe, dass es sich um gezielte Hetzjagden handelt, die aus dem Autonomen Zentrum heraus gesteuert werden.

Correctiv bezeichnet sich selbst als „journalistischer Aufklärer“. Ich erwarte von einem Journalisten, dass er die Quelle direkt befragt, mit Augenzeugen redet und deren Informationen auswertet.

Faktenprüfung oder Propaganda?

Es bleibt der Verdacht, dass es Correctiv nicht um Faktenprüfung geht, sondern um die Verteidigung eines bestimmten Meinungsbildes.

„Wenn unsere Stücke oder Teile von ihnen trotz aller Sorgfalt und Vorsicht fehlerhaft sein sollten, dann räumen wir dies öffentlich und selbstkritisch ein, entschuldigen uns und korrigieren die Fehler.“ (Correctiv)

Warten wir ab, ob eine Richtigstellung seitens Correctiv erfolgt.

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