(David Berger) Auch wenn der Wunsch, stärkste Kraft in Brandenburg und Sachsen zu werden, nicht in Erfüllung ging, die AfD ist die große Gewinnerin der Landtagswahlen in den beiden Bundesländern. Einige erste Statements zum Wahlausgang.

Fangen wir mit den zwei tiefgründigsten Kommentaren zum Wahlausgang an, die ganz gut auch das Niveau zeigen, auf dem derzeit noch in Sachsen regiert wird:

„Wir haben das schlechteste Wahlergebnis, sind aber der coolste Landesverband.“ (Sachsens SPD-Chef Martin Dulig)

“ Das freundliche Sachsen hat gewonnen“ (Michael Kretschmer, der sich trotz 7 % Verlust an Wählerstimmen als Gewinner der Sachsenwahl sieht)

Politikwende auf Bundesebene

„Wir werden eine sehr starke Opposition bilden. In der Demokratie geht der Weg zur Verantwortung über die Oppositionsbank …  Es wird keine Politik um uns herum mehr möglich sein. Die AfD ist gekommen, um zu bleiben.“ (Brandenburgs AfD-Chef Andreas Kalbitz)

„Die hohen Verluste der CDU in Sachsen und Brandenburg zeigen klar die Notwendigkeit einer Politikwende auf Bundesebene. Wir brauchen nun keine weitere Anbiederung an die Ökopopulisten, sondern wieder ein klares wertkonservatives und wirtschaftsliberales Profil“ (Alexander Mitsch, WerteUnion)

„Wir haben unser Wahlziel, stärkste Partei zu werden, nicht erreicht. Ich verstehe, dass viele davon enttäuscht sind – ich bin auch enttäuscht“ (Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben)

„30 Jahre nach dem Mauerfall ist das alte Parteiensystem Geschichte. Nicht-linke Mehrheiten gibt es NUR noch mit der AfD. Jenseits von ihr gibt es nur schwache kunterbunte Bündnisse. Das ist die Realität, die AfD ist der Spielmacher.“ (Beatrix von Storch, AfD)

Ein fulminantes Ergebnis

„Auch wenn wir nicht regieren, werden wir als starke Kraft Oppositionsarbeit leisten, und das ist gut für Sachsen.“ (Sachsens AfD-Chef Jörg Urban)

„Wir sind Volkspartei! Ich gratuliere der AfD Sachsen zu 27,5 % und der AfD Brandenburg zu 22,5 % der jeweiligen Stimmen. Ein fulminantes Ergebnis – vielen Dank für Ihre Unterstützung!“ (Alice Weidel)

„Herzlichen Glückwunsch an unsere Kollegen in Brandenburg & Sachsen! Es ist Zeit für die AfD. Die Altparteien kommen nicht mehr an uns vorbei! Millionen von Wählerstimmen in ganz können nicht ignoriert werden!“ (Georg Pazderski)

„Es ist ein fantastisches Ergebnis für die AfD. Nur sechs Jahre nach der Gründung ist die Partei bereits auf Augenhöhe mit den Altparteien.“ (Petr Bystron)

Von Redaktion
Vor 23 Minuten
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CDU mit Scheinstärke

„Mir war es wichtig, dass Brandenburg in guten Händen bleibt. Ich bin erstmal froh, dass das Gesicht Brandenburgs auch in Zukunft ein freundliches bleiben wird.“ (Brandenburgs Ministerpräsident SPD-Dietmar Woidke, SPD)

„Bestes AfD-Wahlergebnis seit Parteigründung heute in Sachsen. CDU mit Scheinstärke; sie hat die anti-AfD-Stimmen eingesammelt ohne eigene positive Botschaft. Eigentliche Frage des Abends: Wird der neue Landtag das Wahlergebnis widerspiegeln? Falls nein folgt Wahlanfechtung.“ (Maximilian Krah, AfD MdEP)

ARD: CDU/AfD-Koalition wäre eine „bürgerliche Koalition“

Jörg Schönenborn (ARD-Wahlstudio): „Die AfD ist die Partei, die im Moment die Wahlbeteiligung am stärksten nach oben treibt.“

FAZ-Mann Philipp Plickert:Die rel. konservative #Sachsen#CDU unter MP Kretschmer hat es trotz Verlusten noch geschafft, deutlich vorn zu bleiben. Die #AfD in Sachsen stärker als #SPD, #Linke und #Grüne zusammen. #FDP wohl knapp unter 5 Prozent. Schwarzer Tag für GroKo.“ (Quelle)

Bei den Nannymedien hat „Spiegel-Online“ mit seiner Schlagzeile den journalistischenVogel abgeschossen: „CDU gewinnt in Sachsen, SPD in Brandenburg vorn“ – so kann man formal richtig titeln und dennoch einen völlig falschen Eindruck vermitteln).

Dazu passt das, was uns Charlotte Knobloch zu dem Ausgang der Wahl wissen lässt: „Die Ergebnisse der #ltwsn19 #ltwbb19 sind erschreckend. Dass eine so offen rechtsradikal, antidemokratisch und oft genug auch antisemitisch auftretende Partei wie die AfD derart stark abschneiden konnte, ist schockierend.“

Erstaunlich vorbildlich dagegen die ARD/MDR-Moderatorin Wiebke Binder. Sie fragte nach einer Regierungskoalition von CDU und AfD mit den Worten: „Eine stabile Zweierkoalition, eine bürgerliche, wäre ja theoretisch möglich“. Wie lange Binder nun noch ihrem Broterwerb bei der ARD nachgehen kann, fragen sich inzwischen viele. Besonders nachdem Propaganda-Blogger Niggemeier sich in üblicher Weise über sie echauffiert („Wahnsinn“).

„Fotografieren Sie doch die nicht-getrunken Sektgläser“, wird der JF-Reporter auf der Wahlveranstaltung der Linkspartei im Dresdner Landtag begrüßt. Die Stimmung ist gedrückt. Anwesend sind noch rund 15 Personen. Es herrscht Stille, keiner redet. Auf dem Flur weint eine Frau.“ (Quelle)

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