(David Berger) Von den Verantwortungsträgern aus der Mitte bis hin zu wichtigen Teilen des Flügels setzt sich in der AfD immer mehr die Erkenntnis durch, dass es nicht die Höcke-Kritiker sind, die die Partei derzeit spalten und auf verantwortungslose Weise an den Rand des Abgrunds führen, sondern dass Höcke und seine fanatischen Gefolgsleute derzeit am meisten zur Spaltung und langfristigen Auflösung der AfD beitragen.

Die „Junge Freiheit“ hatte es schon vor vielen Monaten erkannt und in eindringlicher Weise vor einem weitergehenden Einfluss Björn Höckes auf die AfD gewarnt.

Jedoch vergeblich. In der AfD ließen sich viele lieber von der Devise leiten „Wenn die Mainstreammedien besonders gegen Höcke sind, muss er besonders gut sein“. Teile der freien Medien halfen eifrig mit, dass sie sich dabei in Sicherheit wiegen konnten.

Wichtige Teile des Flügels beschuldigen Höcke nun der Spalteritis

Doch mit dieser Sicherheit ist es endgültig vorbei, seitdem Höcke auf dem Kyffhäusertreffen zum Sturm auf Berlin aufgerufen hat und seine Walküren von Sayn-Wittgenstein und Baum es ihm demnächst mit Unterstützung des Compact-Magazins gleich tun möchten.

Doch mit der genannten Sicherheit ist es nun endgültig vorbei. Die besondere Überraschung dabei: selbst wichtige Teile des „Flügels“ warnen inzwischen vor einer Spaltung der AfD durch die Führer-Allüren eines sich selbst maßlos überschätzenden Björn Höcke:

Auf dem Sonderlandesparteitag der AfD Bayern in Greding etwa nahm der bayerische AfD-Chef Martin Sichert kein Blatt mehr vor den Mund und rief seinem Flügel-Bruder ganz offen zu:

„Du spaltest uns … Höre endlich auf, uns zu spalten, und lebe die Einigkeit, von der du immer redest!“ 

Höcke & Co hinterlassen eine „Schneise der Verwüstung“

Sichert weiß, wovon er redet. Auch sein Landesverband blieb in den letzten Monaten von den durch die völkische Höcke-Partei innerhalb der AfD ganz gezielt verursachten Spaltungen nicht verschont. Dabei sind die Bayern keineswegs alleine. Kay Gottschalk, immerhin AfD-Bundesvizevorsitzender stellte gestern in der „Welt am Sonntag“ fest, dass sich durch viele Landesverbände eine ähnliche „Schneise der Verwüstung“ ziehe – besonders auffällig in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Eine üble Rolle soll laut „Welt“ dabei die baden-württembergische Landtagsabgeordnete Christina Baum spielen: Sie stellt sich in dem Parteiausschlussverfahren gegen den immer wieder durch antisemitische Aussagen aufgefallenen Stefan Räpple hinter diesen, ist als Rednerin bei der bereits erwähnten Kampfveranstaltung des „Compact“-Magazins in Berlin angekündigt, die zu einem weiteren wichtigen Spaltpilz innerhalb der AfD zu werden droht.

In Nibelungentreue zu Höcke fest in den Untergang?

Dass Alice Weidel die Gefahr Höckes mit einer gewissen Arroganz unterschätzt bzw. anscheinend glaubt, ihn für ihre eigenen Machtpläne einspannen zu können, zerstört ihr bisheriges Ansehen bei den bürgerlichen Wählern nachhaltig.

Dass einige der freien Medien (PI-News, JouWatch, Compact), die erst jüngst von der AfD in den Bundestag eingeladen wurden, diesen Spaltungsbestrebungen von Höcke, Baum, Elsässer und Co beispringen, wirft ein äußerst schlechtes Licht auf diese Gruppe. Sie haben alles auf Höcke gesetzt – sein Los werden sie teilen. Für Deutschland bleibt zu hoffen, dass es der AfD nicht genauso ergeht.

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