(David Berger) Eine Gruppe von etwa 50 mit großer Wahrscheinlichkeit linksextremen Antifa-Mitgliedern hat am Donnerstagabend in Kreuzberg einen Reisebus, in dem krebskranke Menschen zu einer Feier fahren wollten, angegriffen. Jetzt ermittelt der Staatsschutz

In der Polizeimeldung von heute zum Bezirk Friedrichshein-Kreuzberg lesen wir: „Aus einer Gruppe von etwa 50 Personen heraus wurde ein Reisebus gestern Abend mit Eiern, Tomaten und mit Farbe gefüllten Bechern in Kreuzberg beworfen. Der 48-jährige Busfahrer gab den alarmierten Einsatzkräften später an, dass er mit einer Gruppe unterwegs zu einer Privatveranstaltung nach Oberschöneweide war.

Gegen 18.20 Uhr sah er eine größere Personengruppe auf dem Gehweg in der Köpenicker Straße. Als der Bus die Gruppe passierte, trat ein Teil der Personen auf die Fahrbahn und bewarf den Bus. Eine schwarz gekleidete, vermummte Person soll vom Gehweg aus den vollbesetzten Bus mit einem Farbbecher beworfen haben. Der 48-Jährige soll angehalten und ausgestiegen sein, um den Werfer zu stellen.

Veranstaltung des Immobilienverbandes Deutschland

Dieser flüchtete Zeugenaussagen zufolge unerkannt in Richtung Eisenbahnstraße. Anschließend lief die Gruppe auf ein Gelände in der Köpenicker Straße, wo zu dieser Zeit eine Veranstaltung des Immobilienverbandes Deutschland stattfand, zu der eine Vielzahl von Teilnehmern erwartet wurden, die dort auch mit Reisebussen nach und nach eintrafen.

Vor dem Eingang skandierten die Personen Parolen und zeigten ein Transparent. Einem Gast, der die Aktion filmte, schlug ein Demonstrant das Handy aus der Hand. Die Gäste der Veranstaltung flüchteten in die Räumlichkeit und verschlossen die Tür. Nachdem die Demonstranten mehrfach gegen die Eingangstür getreten hatten, flüchteten sie vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte unerkannt über die Köpenicker Straße in die Eisenbahnstraße.

Die auf dem Weg zu einer Privatveranstaltung unterwegs gewesene etwa 50-köpfige Personengruppe erlitt wegen des Angriffes auf den Bus einen Schreck und stand unter dem Eindruck des Geschehens.“

Im Bus saß eine Gruppe krebskranker Menschen

Soweit der Polizeibericht. Die BZ hat nun etwas nachgetragen, was wir im Polizeibericht nicht finden: In dem Bus, den die Linksextremen angegriffen hatten, „saßen keine gierigen Makler oder Miet-Haie, sondern eine Gruppe krebskranker Menschen, die zu einer privaten Veranstaltung nach Oberschöneweide unterwegs waren.

Die etwa 50-köpfige Reisegruppe erlitt wegen des Angriffes auf den Bus einen Schreck und stand unter dem Eindruck des Geschehens.“

Der Polizeiliche Staatsschutz hat aufgrund des feigen Angriffs Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Sachbeschädigung eingeleitet.

Erst vor wenigen Wochen war es zu einem ähnlichen Angriff auf einen Reisebus von AfD-Mitgliedern gekommen, die eine politische Reise nach Ungarn machen wollten.

Berlin: Anschlag auf Bus, der AfD-Gruppe nach Budapest bringen sollte