(David Berger) Auch entschiedene Gegner des fatalen Linksrutsches in Deutschland stellen in den sozialen Netzwerken erschrocken fest, dass rechtsextreme Kräfte immer häufiger versuchen, den liberalkonservativen Widerstand gegen das System Merkel zu unterwandern und für ihre tatsächlich neonazistischen Pläne zu missbrauchen. Dabei stehen sie den Linksextremen viel näher als den Konservativen. Eine klare Distanzierung ist nun das Gebot der Stunde.

Mit dem erfreulichen Erstarken liberalkonservativer Kräfte wittern -analog zum linksextremen „schwarzen Block“ als hässliche Karikatur demokratischer linker Kräfte- auch extrem Rechte -als nicht minder hässliche Karikatur konservativer Kräfte- in Deutschland vermehrt Morgenluft.

Hass auf Israel, USA und Homosexuelle

Sie bedienen mehr oder weniger offen das ganze Repertoire der von den Kämpfern gegen Rechts kultivierten Vorurteile gegen alle Nichtlinken: Sie pflegen Kontakte zur NPD, träumen vom totalitär-autoritären Staat, der nach der Machtübernahme mit Trans- und Homosexuellen, der „jüdischen Weltverschwörung“, der „Besatzung durch die USA“, der Gleichberechtigung der Frau, Meinungs- und Pressfreiheit usw. kurzen Prozess macht. Daher auch ihre mehr oder weniger offenen Sympathien mit dem Israel- und USA-Hass und den Gesellschaftsbildern der Islamisten.

Was die „Salonrechtsextremen“ vorsichtig ausdrücken, bringen ihre Jünger in den sozialen Netzwerken ganz offen vor. Unter Bildern von blonden Junkern mit Baseballschlägern, nationalsozialistischer Propagandakunst und und ausgestattet mit Phantasienamen wird dann im Rudel Jagd besonders auch auf die Liberalkonservativen gemacht, die den extremistischen Weg nicht mitgehen wollen und sich einer Unterwanderung der merkel- und migrationskritischen Kräfte durch Rechtsextremisten und Reichsbürger, der AfD durch Antisemiten und Putin-Fans entschieden entgegen stellen. So wurde etwa Dieter Stein, der Chefredakteur der konservativen Monatsschrift „Junge Freiheit“ zur Hassfigur dieser Szene.

Weitere Hintergründe gibt es hier:

„David Berger ist der schwule Dieter Stein“

Der Fall Lübcke zeigt: Wer für Rechtsstaat und Demokratie ist, muss sich klar distanzieren

Diese Kräfte schaden der guten Sache dadurch enorm und nachhaltig, dass man sie mit „uns“ in eine Kiste steckt und sie als exemplarisch für alles, was sich rechts von der Union abspielt, in den Vordergrund rückt – obwohl sie hier tatsächlich nur eine – wenn auch lautstarke – Minderheit (etwa das eine Prozent an der Gesamtgruppe rechts der Union, nachdem sich eine Spendensammelgruppe aus diesem Spektrum benannt hat) darstellen. Um das nicht auffallen zu lassen, warnen diese Leute permanent vor einer angeblichen „Distanzeritis“ – und bemerken überhaupt nicht, dass politische Profile erst durch Differenzieren und Angrenzen gewonnen werden. Wie groß der Schaden ist, wenn keine klare Distanzierung erfolgt, sieht man derzeit an den Veröffentlichungen zu dem Mord an Kassels Regierungspräsident Walter Lübcke, den genau solche Kommentare begleiteten.

Dass die völlig korrekt arbeitenden und unserem Rechtsstaat verpflichtenden Kollegen von PI-News hier unfreiwillig an den Pranger geraten sind, zeigt wie gefährlich es wird, sich nicht ganz deutlich und unmissverständlich von rechtsextremen Kreisen zu distanzieren.

„Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings“

Und weil heute passenderweise der „Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings“ in Deutschland begangen wird, dokumentieren wir hier einen Text von Uwe Linke, den dieser aus aktuellem Anlass auf Facebook veröffentlicht hat:

„Liebe Freunde (Freunde hat hier eine andere Bedeutung, als real.), bitte verlasst bei Euren Kommentaren und Bemerkungen, Bildern und Visionen bitte nie die Grundregeln der freiheitlich – demokratischen Grundordnung!

Protest macht nur friedlich und im gesetzlichen Rahmen Sinn, denn ansonsten ist man nicht besser, als Extremisten es sind.

„Ich möchte nie markiert werden, wenn faschistische, judenfeindliche und diskriminierende Inhalte gepostet werden“

Ich habe auf meinem Account eine Menge Bilder gelöscht, die den Eindruck erwecken könnten, dass man das GG mal aus Protest verlassen könnte. – auch eigene Bilder.
Ich möchte nie markiert werden, wenn faschistische, judenfeindliche und diskriminierende Inhalte gepostet werden. Jeder, der hier von deutschen Soldaten vor 1945 träumt, sollte sich bitte in die Realität begeben. NPD-Anhänger sollten bitte sofort aus meiner Liste gehen. Ich hatte wohl zu oft ungeprüft Anfragen zugestimmt und werde meine Liste bei Zeiten dahingehend durchsehen.

Ich möchte selbstverständlich weiterhin den offenen, politischen, ehrlichen Diskurs, aber bitte ohne Beleidigungen und Schmähreden. Dann kann man gleich bei der ANTIFA mitposten.

„Wir dürfen es unseren Feinden nicht zu leicht machen, uns auszuschalten“

Luther bewies seinerzeit Mut und konnte gewähren, weil er eine ganz bestimmte Grenze seiner Zeit nicht überschritt, die es seinen Feinden möglich gemacht hätte, ihn auszuschalten. 1989 war die Revolution und der Protest friedlich, so dass sie auch zu Stande kam. Nachdenken!“

Dem ist von Seiten von PP nichts hinzuzufügen!

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