Unser Tweet des Tages kommt von Harald Becker, u.a. von dem bekannten Blogger Don Alphonso retweetet:

YouTuber Rezo, der unter anderem wegen seiner Kritik an der Klimapolitik in die Schlagzeilen gekommen ist, machte letzten Sommer auf den Malediven Urlaub. Was mehr als 60.000 seiner Instagram-Fans ganz toll fanden.

Die Malediven sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean, knapp 8.000 km von Deutschland entfernt. Dass er dort CO2-neutral von Aachen aus mit dem Fahrrad hingefahren ist, halten wir für eher unwahrscheinlich …

Ein Kommentar auf Instagram dazu: „Total nachhaltiger und umweltbewusster Tauchurlaub. Wo bleibt da die Glaubwürdigkeit. Wasser predigen und Wein saufen. So ist es am Ende halt doch nur Clickbaiting…“

Solange das Fußvolk nicht mehr in Urlaub fliegt, lassen wir es uns auf den Malediven gutgehen

Und Twitteruser „Netzdenunziant“ kommentiert das Ganze gekonnt:

Macht nichts, wenn ihr euch das Fliegen nicht mehr leisten könnt, liebe FridaysForFuture-Generation. Auf Instagram könnt ihr dann immer noch Rezo dabei zuschauen, wie er seinen Urlaub auf den Malediven verbringt. Was glaubt ihr, wer am Ende verzichtet? Rezo oder ihr?

Verlogener Moralismus

Und auch bei der CDU hat sich der Spaß Rezos an Fernreisen schon rumgesprochen. Auf Facebook bemerkt die Unionspolitikerin Katja Leikert:

„Von Malediven-Urlaubern und Hedonisten muss man sich nichts über Umweltpolitik erzählen lassen. Dieser verlogene Moralismus – im Wohnzimmer sitzen und Empörungsvideos drehen – gleichzeitig die nächste Flugreise buchen. Das glorreiche Heldentum in der YouTube-Welt. Und wer ist Schuld am Klima?: Politiker von CDU und SPD. Was möchte der YouTuber denn? Dass wir ihm das energieintensive Streamen verbieten, seine Flüge, seine Styles??? Alles Umweltsünden. Ein ehrlicher Diskurs wäre besser als diese seltsamen Wohnzimmerschlachten.“

 

 

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