Die Serie von Attacken auf Wahlkämpfer und Kandidaten der Alternative für Deutschland (AfD) im Rems-Murr-Kreis reißt nicht ab. In der Nacht von Montag auf Dienstag wurden im Landkreis Ludwigsburg mehrere Firmenfahrzeuge eines Geschäftspartners des Backnanger AfD-Kreistags- und Gemeinderatskandidaten Daniele Cotugno mit Parolen beschmiert, wobei hoher Sachschaden entstand.

Drei Fahrzeuge der Firma wurden dabei beschädigt; unter anderem wurde ein Lieferwagen großflächig mit der Parole „Cotugno AfD-Sau“ beschmiert und ein zweiter auf breiter Front mit schwarzer Farbe verunstaltet. Zusätzlich wurde an einer Mauer ein Schriftzug mit dem Namen des Kandidaten und einem Hakenkreuz angebracht. Aufgrund der verwendeten Parolen ist davon auszugehen, dass die Attacke gegen den italienisch-stämmigen AfD-Kandidaten auf das Konto der linksextremen Antifa geht.

Jürgen Braun, Bundestagsabgeordneter der AfD im Kreis, fordert angesichts der anhaltenden Angriffsserie eine deutliche Reaktion der politischen Mitbewerber: „Es kann nicht sein, dass in der heißen Phase des Wahlkampfs inzwischen beinahe täglich Angriffe auf Wahlkämpfer und Kandidaten der größten Oppositionspartei im Bundestag stattfinden, man aber kein einziges Wort des Bedauerns darüber von den politischen Mitbewerbern vernimmt. Insbesondere Linke, Grüne und SPD sind dazu aufgerufen, ihre linksextremen Vorfeldorganisationen zurückzupfeifen und an ein Mindestmaß an Fairness zu erinnern“, so Braun.

Sein Nachfolger im Amt des Kreisvorsitzenden, Daniel Lindenschmid, ergänzt: „Es handelt sich um den fünften Angriff auf AfD-Funktionäre innerhalb weniger Wochen: Erst wurde das Wohnhaus unseres Regionalrats Stephan Schwarz beschädigt, dann wurden Wahlkämpfer an Infoständen in Backnang, Fellbach und Korb attackiert. Die nun erfolgte Sachbeschädigung ist der vermutlich nur vorläufige Höhepunkt linksextremer Attacken im Kreis, die nicht nur von hoher Gewaltbereitschaft gegen Personen und Gegenstände zeugt, sondern auch von der großen Sorge des linken politischen Spektrums, einen Teil seines politischen Einflusses zu verlieren. Die AfD wird im Kreistag und in zahlreichen Kommunen alles dafür tun, dass diese Sorge berechtigt gewesen sein wird.“

AfD-Kreisrat Ulrich Bußler äußerte sich ebenfalls entschlossen: „Auch noch so widerliches Agieren der linksextremen Fußtruppen wird nicht verhindern können, dass die AfD bei der Kommunalwahl am 26. Mai mit einer sehr starken Fraktion in den Kreistag einziehen und dort insbesondere ein Augenmerk auf die Austrocknung des linken Sumpfes werfen wird. Wir fordern in unserem Kreistagswahlprogramm nicht umsonst, die Fachstelle Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention des Rems-Murr-Kreises in eine Fachstelle für Demokratieförderung und Extremismusprävention umzuwandeln, welche sich sämtlichen Erscheinungsformen des Extremismus widmet – nicht nur rechtem, sondern auch religiösem und nicht zuletzt linkem Extremismus, der von interessierter Seite viel zu lange als aufgebauschtes Problem verharmlost wurde.“