(David Berger) Er ist immer für eine Überraschung gut: Hans-Georg Maaßen. Nachdem er von Merkel aus seinem Amt entfernt wurde, engagiert er sich nun für deren Partei im Wahlkampf, vor allem in Sachsen und Brandenburg. 

Wer erinnert sich nicht an die Abberufung Maaßens und die damit verbundene Schlammschlacht – nachdem es der damalige Verfassungsschutzpräsident gewagt hatte, die Fakenews über Chemnitz, die Angela Merkel von einem Antifa-Twitteraccount übernommen und verbreitet hatte, als solche bloßzustellen?

Engagement im EU-Wahlkampf

Hier hat sich Maaßen als mutiger Mann erwiesen, der auch vor Fürstinnen-Thronen die Wahrheit zu beugen nicht bereit ist. Umso erstaunlicher nun die von der Nachrichtenagentur AFP verbreitete Nachricht, Maaßen wolle sich im Wahlkampf engagieren. Und zwar für die konservativen Kräfte in der CDU. Genauer gesagt in der Werte-Union, der er erst vor wenigen Monaten, nach seiner Entpflichtung als Verfassungsschutzpräsident, beigetreten ist.

Maaßen selbst ist überzeugt, dass er mit seiner Werbung für die Union die „notwendige Politikwende“ in Deutschland unterstützt:

Nun weiß auch die Werte-Union, dass weder bei der EU-Wahl noch in Sachsen und Brandenburg zwei verschiedenen Versionen der Unionsparteien zur Wahl stehen. Die EpochTimes schreibt: „Mitsch (Chef der Werte-Union) betonte, dass die Auftrittsreihe mit Maaßen keine exklusive Veranstaltung der Werteunion sei, sondern immer gemeinsam mit örtlichen CDU-Verbänden oder Landtagsabgeordneten geplant sei. „Das beschränkt sich nicht auf den Osten, wir planen auch Veranstaltungen im Westen.“

Allerdings hält sich selbst im Osten die Begeisterung für das Engagement Maaßens in der CDU in Grenzen: „Brandenburgs CDU-Chef Ingo Senftleben sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagsausgaben): „Vom Landesverband wurde er nicht angefragt.“ Dies werde auch so bleiben.“ (Quelle)

Werte-Union: Wichtiges konservatives Feigenblatt für eine gemerkelte Union

So bestätigt sich hier die Kritik, die viele an der Werte-Union üben und die nun auch für Maaßens Engagement gilt: Solche Wahlkampfveranstaltungen haben einzig die Funktion, dass sie die von der Mehrheit der längst durchgemerkelten Union dort gar nicht gewollten Konservativen in der Union halten und sie motivieren, weiter die Partei zu wählen, die nahezu all ihre Ideale unter Merkel verraten hat. Und auch eben jenes Klima geschaffen hat, in dem Maaßen gehen musste und durch Haldenwang ersetzt wurde.

Täusche ich mich oder gehört hier eine ganz große Portion Masochismus oder Leidensfähigkeit dazu sich dafür einzusetzen, dass dieser Kurs durch Wahlerfolge auch auf der EU-Ebene sowie in Deutschland fortgesetzt werden kann?

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