Matteo Salvini: „Angela Merkel schadet mit ihrer unverantwortlichen Masseneinwanderungspolitik Europa und Deutschland“

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David Bendels (Mitte) und Maximilian Krah (r.) trafen Innenminister Salvini (c) Deutschland Kurier

Italiens Innenminister Matteo Salvini war der Star beim „Weltkongress der Familien“ am vergangenen Wochenende im norditalienischen Verona. David Bendels, Chef des Deutschland Kuriers, hatte die Möglichkeit in Verona mit Matteo Salvini zu sprechen. Begleitet wurde er von dem Dresdner Rechtsanwalt Maximilian Krah.

Deutschland Kurier: Herr Minister, Ihre Partei, die Lega, besitzt eine große Zustimmung in Italien. Wie schätzen Sie die Chancen Ihrer Partei bei der Europawahl am 26. Mai ein?

Matteo Salvini:  Die Lega wird großen Erfolg haben, der Zuspruch ist groß in Italien. Unsere gesamte Politik ist auf das Wohl der normalen, braven und hart arbeitenden italienischen Bürger ausgerichtet. Als stellvertretender Ministerpräsident Italiens will ich am Ende meiner fünfjährigen Amtszeit danach beurteilt werden, ob die Italiener wieder mehr Sicherheit und Jobs haben und damit beginnen, wieder Babys zu bekommen, denn ein Land ohne Babys ist ein Land im Sterben.

DK: Hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Europa mit ihrer Politik gespalten?

Salvini: Frau Merkel verfolgt ihre Interessen und ich die meinen. Für mich kommen die Italiener und das Land an erster Stelle. Aber mit Verlaub: Ich denke, dass Frau Merkel mit ihrer unverantwortlichen Masseneinwanderungspolitik Deutschland und Europa schadet.

Mit Blick auf die Zukunft Europas erklärte Salvini:

„Ich kämpfe für ein starkes, sicheres und prosperierendes Italien in einem Europa der freien und unabhängigen Vaterländer. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sich die patriotischen Kräfte europaweit vernetzen. Wir brauchen eine patriotische Allianz der europäischen Völker und Nationen.“

Wie ernst es Salvini damit ist, bewies er noch während des Kongresses. Er traf sich mit dem Europa-Kandidaten der französischen RN (vormals »Front National«) Nicolas Bay und dem AfD-Europa-Kandidaten Maximilian Krah. Zeit nahm sich der Minister auch für ein ausführliches Gespräch mit der ungarischen Fidesz-Vertreterin.

Maximilian Krah zog ein durchweg positives Resümee: „Die Begegnungen mit Matteo Salvini, Nicolas Bay und Katalin Novak waren für mich ermutigend: Sie zeigen, dass wir in Europa nicht allein stehen und es eine breite Koalition des gesunden Menschenverstandes gibt. Matteo Salvini ist eine europäische Leitfigur für uns Konservative; er steht für ein Europa der Vielfalt, der Tradition und der Vernunft. Und das mit Charme und Esprit. Ich freue mich, dass wir so einen starken Verbündeten haben. Wir wollen die EU verändern, und nach dem Treffen in Verona weiß ich, dass es uns gelingen kann, denn wir stehen nicht allein.“

Den ganzen Bericht mit zahlreichen Fotos von dem Kongress finden Sie hier: DEUTSCHLAND KURIER