(David Berger) Unter dem Titel „Körperverletzung und Beleidigung mit religiösem Hintergrund“ veröffentlichte die Berliner Polizei nun eine Meldung aus dem Bezirk „Marzahn-Hellersdorf“. Doch sie gibt mehr Rätsel auf als sie Informationen bietet.

In dem Text vom 1. April heißt es: „In der vergangenen Nacht kam es in Biesdorf zu einer Körperverletzung und einer Beleidigung mit religiösem Hintergrund. Heute erschienen eine 26 Jahre alte Frau und ihr 39-jähriger Mann auf einem Polizeiabschnitt und gaben an, dass sie gegen Mitternacht in einem Zug der Linie U5 in Richtung Alexanderplatz saßen, als die Frau zwischen den U-Bahnhöfen Biesdorf-Süd und Tierpark von einem unbekannten Mann beschimpft wurde.

„Unbekannter“ trat dem Ehemann gegen den Kopf

Der Ehemann wollte die Streitigkeiten schlichten, wurde dann jedoch von dem Mann ebenfalls beleidigt. Anschließend schlug der Täter mit der Faust dem 39-jährigen gegen den Kopf, worauf dieser zu Boden ging. Dann trat der Unbekannte dem Ehemann gegen den Kopf. Am U-Bahnhof Tierpark verließ der Angreifer den Zug.

Der Angegriffene begab sich anschließend in Begleitung seiner Ehefrau in ein Krankenhaus, in dem seine Kopfverletzung versorgt wurde. Im Anschluss konnte der 39-Jährige die Klinik wieder verlassen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.“

Soweit die Polizeimeldung. Die einzige Aussage, die die vielen Zeilen enthalten: Frau wird von Mann beleidigt, deren Mann mischt sich ein, es kommt zu einigen brutalen Tritten und Schlägen des Beleidigers“. Was das alles mit Religion zu tun hat, bleibt rätselhaft.

War der Angreifer ein katholischer Priester oder ein Buddhist?

War der Angreifer vielleicht ein katholische Priester, der sich aufgrund des Zölibats durch die Anwesenheit einer schleierlosen Frau in seiner Nähe provoziert fühlte? Oder trug die Frau ein Kreuzkettchen und der Angreifer war Satanist, sodass sein Kopf das Rauchen anfinge und die Sicherungen bei ihm durchbrannten? Ober war es einfach die in aller Welt bekannte buddhistische Aggressivität, die hier ein Mönch dieses Glaubens in der U-Bahn rausließ?

Oder führte da etwa ein religionsloser Atheist Protokoll, der aufgrund seiner Einstellung alles nur falsch verstanden hatte – und es ging in Wirklichkeit darum, dass die Frau dem Angreifer einfach nicht gefiel?

Die Polizei muss sich fragen lassen, welchen Sinn die Produktion und Veröffentlichung solch sinnloser Texte hat.

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