(David Berger) Nach einer längeren Gewöhnungsphase als Experiment soll nun der Islam-Unterricht an Bayerns Schulen zu einem Wahlpflichtfach werden. Das haben CSU und freie Wähler so beschlossen.

Seit 2009 gibt es an bayerischen Schulen Islam-Unterricht im Rahmen eines Modellprojektes, das ursprünglich nur zwei Jahre dauern sollte. Als die zwei Jahre um waren, wurde es erneut um zwei Jahre verlängert. Immer wieder mit dem Argument, es gehe ja hier nur um ein zeitliches begrenztes Modellprojekt.

Modelprojekt wird in Wahlpflichtfach umgewandelt

Nun ist klar: Es ging hier vielmehr um eine einschleichende Therapie, um die Kritiker des Islam-Unterrichts ruhig zu stellen und die Menschen in Bayern an das neue Schulfach zu gewöhnen.

CSU und freie Wähler haben in dieser Woche beschlossen das Projekt in ein Wahlpflichtfach zu verwandeln. Das heißt, dass die Schulen in Bayern verpflichtet sind, diesen Unterricht anzubieten, wenn sich genügend interessierte Schüler finden.

Derzeit besuchen bereits mehr als 16.000 Schüler in Bayern den Islam-Unterricht

16.500 Schülerinnen und Schüler besuchen derzeit an bayerischen Schulen den Islam-Unterricht. Mit dem Argument, bislang sei aber noch kein flächendeckendes Angebot vorgesehen, versucht man wieder die Bedenkenträger zu beruhigen.

Kultusminister Michael Piazolo von den „Freien Wählern“, die viele Menschen in Bayern deshalb wählten, weil sie sie für die sozial anerkannte Form der AfD hielten, ist vor Begeisterung für diese Entwicklung kaum zu bremsen:

„Er wirkt integrationsfördernd und sicherheitsfördernd und erfreut sich eines großen Zuspruchs, bei Schülern, Eltern und Lehrern“.

Außerdem würden im Islam-Unterricht den Schülern Werte vermittelt.