(David Berger) Während einer Live-Übertragung einer heiligen Messe im kanadischen Fernsehen ist der Rektor des berühmten St. Josefs-Oratoriums der Metropole Montreal, der katholische Priester P. Claude Grou, mit einem großen Messer attackiert worden. Der Geistliche musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Radio Vatikan schreibt zu dem Vorgang: „Wie Céline Barbeau, Sprecherin des Oratoriums, verlauten ließ, näherte sich der Mann Pater Claude Grou während der Messe und begann, auf ihn einzustechen. Die Sicherheitsdienste des Oratoriums reagierten schnell und konnten den Angreifer überwältigen. Die Messe wurde im Fernsehen übertragen, in der Kirche waren etwa 50 Personen anwesend.“

Das Oratorium gab inzwischen bekannt, dass der Priester das Krankenhaus bereits wieder verlassen konnte und sich auf dem Weg der Besserung befindet. Es bittet alle Gläubigen um ihr Gebet für den Geistlichen.

Das Böse kann durch Gebet und Güte überwunden werden

Der Erzbischof von Montreal hat inzwischen Stellung zu dem Vorfall genommen: „Angesichts dieser menschlichen Tragödie denke ich auch an die Menschen in der Messe, an die Gläubigen von hier und anderswo und an die Gesellschaft, weil wir alle betroffen sind. Wir alle befinden uns in einem Schockzustand über einen Gewaltakt, der in unserem Land an einem dem Frieden gewidmeten Ort stattfindet.

Wir wissen, dass Gotteshäuser verschiedener Religionen Ziele von Gewalt sind. Wir wollen den Weg des Friedens und der Liebe fortsetzen und glauben, dass das Böse durch Gebet und Güte überwunden werden kann (vgl. Röm 12,21).“

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Warum schweigen die Behörden zu den Motiven des Messermanns?

Der Angreifer war – wie üblich – der Polizei bereits bekannt. Polizei und Behörden schweigen aber bislang zu der Identität und den Motiven des Täters. Daher kann man mit großer Wahrscheinlichkeit von „religiösen“ Motiven ausgehen. Kanadische Politiker zeigten sich in den sozialen Netzwerken entsetzt über die Tat.

Erinnerungen an den französischen Pater Jacques Hamel werden laut. Er wurde bei einem Terrorakt in Saint-Étienne-du-Rouvray von zwei Attentätern des Islamischen Staats am Altar ermordet, während er in der Kirche Saint-Étienne (Sankt Stephan) die Heilige Messe feierte.