Das linke Mimimi als Verkaufstaktik: Wenn sich Täter zu Opfern stilisieren

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Das große Mimimi (c) Screenshot Youtube überarbeitet mit dem Bildprogramm "Zecke"

(David Berger) In einem bislang nach 1945 einzigartigen Vorgang veröffentlichten zwei Buchautoren u.a. die Privatadressen „rechter Publizisten“, darunter auch die von Philosophia Perennis. Weil wir die Frage stellten, wie sich die beiden Autoren fühlen würden, wenn wir ihre Privatadresse veröffentlichen, heulen sie nun auf und erklären sich zum Opfer böser Rechter.

Am 12. März berichteten wir über die Autoren Christian Fuchs und Paul Mittelhof, die ihr neues Buch über die angeblich rechtsradikale Verschwörung in Deutschland dadurch interessant machen wollten, indem sie über das Modemagazin „Vice“ eine Deutschlandkarte veröffentlichten, die Wohn- und Arbeitsorte „rechter“ Publizisten veröffentlicht.

Dazu bemerkte ich damals: Dass unter diesen Bloggern, deren Adressen man veröffentlicht, auch viele Islamkritiker sind, die einer erhöhten Anschlagsgefahr ausgesetzt sind, ist offensichtlich. Bei der Vice hat man offensichtlich keinerlei Probleme auch den islamistischen Terror gegen Islamkritiker zu feiern, während man mich als Kirchenkritiker dort hofiert hat.

Typisch links- oder rechtsextreme Methoden

Auch die Redaktionsräume von PP finden sich auf der Karte eingezeichnet. Wer die Karte groß scrollt, kann fast unseren Eingang sehen. So etwas erlebte ich das letzte mal, als die rechtsextreme, antisemitische Hassseite kreuz.net meinen Wohnort per Google-Maps veröffentlichte. Mein Partner und ich standen damals mehrere Wochen unter Polizeischutz. So groß sind dann die Unterschiede zwischen Rechts- und Linksextremen halt doch wieder nicht.

Da man die Gewaltbereitschaft der sog „Antifa“ kennt, ist zu fragen, ob der Vice-Artikel und Teile des Buches nicht bereits eine Anstiftung zur Straftat gemäß § 26 StGB darstellen. Einer unserer Leser schreibt:

„Das ist genauso, als wenn die Mafia die Adresse von jemandem an ihre Mitglieder herausgibt, der kein „Schutzgeld“ zahlen will. Darin enthalten ist zwischen den Zeilen die Aufforderung, bei dem Betreffenden mal richtig „aufzuräumen“. Ich würde sofort Strafanzeige stellen und eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung der Veröffentlichung der Daten erwirken.“

Wie Du mir, so ich Dir?

Wir beendeten unseren Artikel mit der rhetorischen Frage: „Die PP-Redaktion diskutiert nun darüber, ob wir nicht auch unsere Kenntnisse zu den Wohn- und Party-Orten der beiden Buchautoren, Christian Fuchs und Paul Middelhoff, der Vice-Redaktion, besonders von Thomas Vorreyer, von Unterstützern der Antifa usw. auch in einer Deutschlandkarte verwerten. Oder wir kommen zu Besuch, wenn Herr Fuchs seine Lesungen in Leipzig oder Freiburg hat… Was meinen Sie dazu?“

Was wir natürlich nicht taten, da wir uns nicht auf das Niveau politisch Radikalisierter begeben wollen. Nun wissen auch die beiden Autoren, dass man heute nicht Täter sein darf, sondern sich um Opfer der Bösen stilisieren muss, um Geld zu verdienen.

Und so holen sie nun über ihren Verlag zum großen Mimimi über das böse „Philosophia Perennis“ aus. Die Täter stilisieren sich nun zu Opfern. In der Pressemitteilung des Verlages Rowohlt heißt es:

Täter stilisieren sich nun zum Opfer

„Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie über die Ereignisse rund um das Buch informieren: Seit dem Veröffentlichungstag vergangene Woche werden die beiden Autoren Christian Fuchs und Paul Middelhoff im Netz bedroht. Sie erhalten Drohungen via Mail und werden in den sozialen Medien diffamiert. Der rechte Blog Philosophia Perennis befragt sein Publikum derzeit danach, ob die Redaktion die Privatadressen von Middelhoff und Fuchs öffentlich machen solle. Nutzer antworten darauf in der Kommentarspalte mit Gewaltaufrufen gegen die Journalisten.

„Das Netzwerk der Neuen Rechten“ hat neben viel Lob in der Presse und aus Leserkreisen auch massive Kritik von Seiten der Neuen Rechten hervorgerufen. Der Publizist Roland Tichy verbreitete falsche Behauptungen über das Buch und der Autor Henryk M. Broder bezichtigte die Autoren der Denunziation politisch Andersdenkender. Er belehrt sie in einem Blog-Beitrag: „Beim RSHA (Reichssicherheithauptsamt, Anm. d. Red.) wäret ihr nicht mal als Pförtner angenommen worden.“

Schon einige Tage vor der Veröffentlichung hatten neurechte Strategen versucht, das Buch juristisch zu stoppen. Seitdem sind ein halbes Dutzend juristische Beschwerden beim Rowohlt-Verlag eingegangen. Bisher konnten den Autoren jedoch keine Fehler nachgewiesen werden.“

„Die ganz neue Neue Rechte und wie man sie vermarktet“

Welt-Autor Henryk Broder hat dazu die passenden Worte gefunden: „Aus aktuellem Anlass möchten wir unsererseits darauf aufmerksam machen, dass bisher auch Angela Merkel keine Fehler nachgewiesen werden konnten, sonst wäre sie ja nicht wiedergewählt worden. Bis heute ist ebenfalls unklar, ob der Kapitän der Titanic einen Fehler beging, als sein Schiff mit einem Eisberg kollidierte. Die einen sagen so, die anderen so.

In Hamburg macht derweil das Gerücht die Runde, die beiden Super-Spürnasen würden bereits an einer Fortsetzung ihres Thrillers arbeiten. Möglicher Titel: „Die ganz neue Neue Rechte und wie man sie vermarktet“. Die Presseabteilung soll bereits ein paar neurechte Strategen suchen, die mit juristischen Beschwerden dem Buch auf die Sprünge verhelfen möchten.“

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