(David Berger) Sehr unterschiedlich reagieren die Politiker Neuseelands auf das Massaker von Christchurch. Während Premierministerin Jacinda Ardern – ganz im Sinne des ehemals weltweiten Obama-Mainstreams – strengere Waffengesetze fordert, meldet sich der australische Senator Fraser Anning mit provokativen Thesen zu Wort.

Die Forderung nach schärferen Waffengesetzen oder einen Kampf gegen „nationalistische Ansichten“ auszurufen, wie das seine Kollegen nun tun, sei „klischeehafter Unsinn“.

Vielmehr gelte es jetzt konsequent die muslimische Einwanderung zu stoppen, der Islam sei in keiner Weise mit dem politischen System Neuseelands kompatibel. Fraser Anning wörtlich:

Einwanderung muslimischer Fanatiker ist das eigentliche Problem

„Die wahre Ursache für das Blutvergießen auf den Straßen Neuseelands ist das Einwanderungsprogramm, das es muslimischen Fanatikern ermöglichte, überhaupt nach Neuseeland zu wandern.“

Und weiter:

„Lasst uns eines klarstellen: Auch wenn die Opfer heute Muslime sind, für gewöhnlich sind sie die Täter“.

Auf Twitter weiter: „Ich frage mich, ob es so viel Empörung vom linken Flügel geben wird, wenn der nächste muslimische Terroranschlag passiert? Höchstwahrscheinlich schweigt und spricht man dann von „einem Angriff eines Einzeltäters, psychischen Erkrankungen und keiner Verbindung zum Islam“.

Ei-Attake auf Fraser Anning

Wie erhitzt die Diskussion in Neuseeland inzwischen ist, zeigt ein Vorfall, der sich kurz nach diesen Aussagen ereignete: Ein junger Mann schlug auf den Kopf von Fraser Anning aus nächster Nähe mit einem rohen Ei ein und filmte seine Tat – worauf dieser sich zu wehren begann.

Der junge Mann ist nach Angaben der Polizei ohne Anzeige wieder entlassen worden.

Sympathien für den Angreifer

In den sozialen Netzwerken findet seine Tat überwiegend Zuspruch: „Mehr Eier“ fordert der eine und andere beschuldigen Anning, mit seinen Thesen den Anschlag von Christchurch erst provoziert zu haben. Er habe jedes Recht verloren, seine Meinung zu vertreten, denn Hassrede falle nicht unter die Meinungsfreiheit.

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