Pforzheim: Großeinsatz der Polizei stoppt Massenschlägerei

0
Symbolfoto (c) David Berger

Insgesamt 15 Streifenwagen verschiedener Polizeireviere fuhren – so der Polizeibericht der Polizei Pforzheim – am Mittwochabend beschleunigt in die Pforzheimer Innenstadt, nachdem gegen 18.40 Uhr die Meldung einging, dass sich im Bereich der Westlichen Karl-Friedrich-Straße und der Museumstraße rund 20 Personen schlagen würden.

Aggressive Grundstimmung gegenüber der Polizei

Die ersten vor Ort erscheinenden Streifenwagenbesatzungen konnten trotz einiger geflüchteter Personen noch mehrere Gruppen junger Männer mit Migrationshintergrund antreffen. Insgesamt war eine unfriedliche, aggressive Grundstimmung gegenüber der Polizei festzustellen. Nach erstem Einschreiten und Entwicklung einzelner Handgemenge mussten weitere Kräfte zur Verstärkung angefordert werden.

Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen konnten die Beamten zwei leicht verletzte, 18 Jahre alte Syrer als Beteiligte einer handgreiflichen Auseinandersetzung identifizieren und vorläufig festnehmen. Eine genauere Aufklärung der Hintergründe war allerdings aufgrund des unkooperativen Verhaltens gegenüber den einschreitenden Polizisten bisher nicht möglich.

Bei der Kontrolle einer der Personengruppen wollte sich ein 21-jähriger Syrer entfernen, der bereits mit einem Platzverweis belegt war. Er wurde daher in Gewahrsam genommen wurde.

Die beiden festgenommenen 18-jährigen Syrer kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

Beteiligte aus Syrien, Afghanistan und dem Irak

Während des Einsatzes in der Museumsstraße wurde ein 19-jähriger Deutscher aus einer der Personengruppen von einem eingesetzten Diensthund am linken Arm gebissen und leicht verletzt. Darüber hinaus wurden über 100 in der Fußgängerzone befindliche Passanten auf das Geschehen aufmerksam und beobachteten die Situation.

Schließlich wurden nach Beruhigung der Lage die polizeilichen Präsenzmaßnahmen im Innenstadtgebiet bis gegen 21:30 Uhr mit starken Kräften aufrechterhalten. Teils mussten weitere Platzverweise ausgesprochen werden.

Von insgesamt 40 männlichen Personen im Alter von 15 bis 31 Jahren konnten die Personalien festgestellt werden. Überwiegend stammten die Beteiligten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Sie erhielten allesamt einen Platzverweis.

Die weiteren Ermittlungen hat der Bezirksdienst des Polizeireviers Pforzheim Nord übernommen. Die Polizei sucht zur Klärung der Hintergründe und Geschehnisse Zeugen, die gebeten werden, sich unter 07231/186-3211 zu melden.