Frontalangriff der „Jungen Freiheit“ auf Björn Höcke: Ist das das Ende seiner AfD-Karriere?

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(David Berger) Obwohl die konservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ darum weiß, wie einschüchternd und wohlorganisiert der Fanclub von Björn Höcke auftritt, hat man sich an das heiße Eisen gewagt und fragt: Spaltet er die AfD?

Jedes mal, wenn „Philosophia Perennis“ einen Artikel zu Björn Höcke oder seinem Umfeld bringt, können wir uns sicher sein, dass die Emotionen hochkochen. Nehmen wir Höcke gegen ungerechtfertigte Propaganda in Schutz, so tönt es im Staatsfunk, ich sei ein Vertreter des „rechten Flügels der AfD“ (so der WDR5-Programmchef).

Sektiererische Strukturen im „Fanclub“ Höckes

Kritisieren wir ihn, bekommen wir regelmäßig Hassmails, die fast vermuten lassen, um Höcke habe sich eine kleine sektiererische Gruppe gebildet, die ihren Führer bis zum (eigenen und fremden) Blutvergießen verteidigt. Und dann auch alles an Antisemitismus und Homohass rauslässt, was sonst subkutan dort zu brodeln scheint.

Eine ähnliche Erfahrung wird wohl den Kollegen bei der „Jungen Freiheit“ nicht erspart bleiben, die Höcke zum Coverboy der neuen Ausgabe erkoren haben. Und bereits durch ihre Schlagzeilen vermuten lassen, dass sie mit Kritik an Höcke nicht sparen werden.

„Ein sich selbst maßlos überschätzendes ideologisches Irrlicht“

Chefredakteur Dieter Stein dazu in einer Rundmail: „Am Dienstag siegte die AfD vor dem Verwaltungsgericht Köln. Der Verfassungsschutz darf die Partei nicht länger öffentlich als „Prüffall“ bezeichnen. Trotzdem hat die AfD ein Problem mit dem rechten Rand: Beim baden-württembergischen Landesparteitag in Heidenheim konnte man erleben, daß der „Flügel“ um Björn Höcke zwar nicht die Mehrheit stellt, aber wie einschüchternd und wohlorganisiert er aufzutreten weiß.

Ich habe mir einmal ein autobiographisches Buch von Höcke vorgenommen, um der Frage auf den Grund zu gehen: Was will Höcke eigentlich? Will er Einheit oder Spaltung der AfD?“

Die Kritik Steins an Höcke in seinem großen Leitartikel fällt dann auch – so viel sei bereits verraten – vernichtend aus. Höcke sei nicht mehr als ein sich selbst maßlos überschätzendes ideologisches Irrlicht:

„Im Grunde weiß Höcke gar nicht, was er will. Einmal erklärt er das Gewissen zur entscheidenden politischen Urteilsinstanz, dann ist es plötzlich die Suche nach Kompromissen; einmal will er aus Verantwortung für das eigene Volk handeln, dann aber plädiert er für „Wirklichkeitsverachtung“ – beides auf einer Seite.

Einerseits will er die „Grenze des Sagbaren immer wieder mit kleinen Vorstößen“ erweitern, andererseits empfiehlt er eine „allgemeine Mäßigung im Ton“. Einmal erklärt er den Begriff „völkisch“ für untunlich, nur um dann aber das Grundgesetz selbst als „völkisch“ zu bezeichnen.

Einerseits will er die AfD „von einem dämonisierten Außenseiter zum Teilnehmer an der demokratischen Normalität“ mit kompromißbereiter Regierungsverantwortung machen, andererseits lehnt er jeden Ausgleich mit der politischen Klasse, den „herrschenden Obernichtsen“, ab und beschwört den Volksaufstand. Ja, was denn nun?“ fragt Stein ratlos…

Frontalangriff der JF dürfte Ende der Karriere Höckes in der AfD sein

„Menschen mit Sachverstand“ und mit „beruflichen Erfahrungen im normalen bürgerlichen Leben abseits des Politikbetriebs“ hätten die AfD wegen Höcke längst verlassen oder engagierten sich dort noch trotz Höcke.

Man kann davon ausgehen, dass es für diese Menschen bald wieder leichter wird, AfD-Mitglied zu sein bzw. die Tage Höckes in der AfD nach diesem vernichtenden Urteil von Deutschlands wichtigstem konservativen Medium endgültig gezählt sind.

Mehr dazu erfahren Sie hier: JUNGE FREIHEIT

Und hier unsere Abstimmung zu dem Thema:

Björn Höcke

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