Wenn der Kampf um Aufmerksamkeit in den Medien der fundamentalste ist, dann können sich der WDR und David Berger für den Shitstorm der letzten Tage, an dem sich von Antisemiten über „Homo-Aktivisten“ bis zum Humanistenverband beteiligt haben, nur ganz herzlich bedanken.

Der immer mehr zur Kampagne werdende Sturm der Entrüstung wollte verhindern, dass das Interview überhaupt ausgestrahlt wird. Und hat das Gegenteil erreicht: WDR5 hat sein Vormittagsprogramm kurzfristig geändert und wird am Mittwoch ab 10 Uhr dazu berichten.

WDR 5-Wellenchef Florian Quecke will sich bei Neugier genügt“ zum Tischgespräch äußern

„“Wir nehmen Ihre Kritik ernst. Am Mittwoch wird sich daher unser WDR 5 Wellenchef Florian Quecke in der Sendung „Neugier genügt“ zum Tischgespräch äußern. Wir stellen den Mitschnitt des Gesprächs im Anschluss ins Netz.“

Und damit alle wissen, worum es überhaut geht, gleichzeitig die Bekanntgabe des WDR:

„Das Tischgespräch mit David Berger werden wir dazu auch im Laufe des Vormittags online stellen.“

Wird das Interview dann überhaupt noch ausgestrahlt?

Das wäre zum ersten mal in der Geschichte des Senders, dass ein Interview, bevor es gesendet wird, schon online erscheint. Oder will man am Ende doch noch einknicken und das Interview dann gar nicht regulär senden?

Update 22.01.19, 17 h: Deutschlandfunk diskutiert darüber, ob man mit Menschen wie mit mir überhaupt reden darf

Auch wenn Berger das von der offensichtlich schlampig recherchierenden Brigitte Baetz Behauptete nie gesagt habe (das war ein Gastbeitrag einer Ärztin, der inzwischen gelöscht ist, weil sie Angst bekam, dass sie als Urheberin bekannt wird), dennoch erfreulich, dass jetzt die Diskussion etwas erweitert und verhältnismäßig sachlich angegangen wird.

Auch wenn man sich fragen kann, inwieweit nicht bereits die Ausgangsfrage im schroffen gegensetz zum Ideal eines herrschaftsfreien Dialogs in einer offenen Gesellschaft steht:

Rechter Theologe bei WDR 5„Im Diskurs zeigen, wo die Grenzen sind“

Michael Klein von ScienceFiles: Wer Argumente hat, braucht keine Zensur

Auch Michael Klein erwähnt in einem umfangreicheren Artikel zum Thema Meinungsfreiheit in Deutschland die Versuche, das Interview zu verhindern: „Willkürliche Behauptungen, jemand sei rechts reichen, um einen Lynchmob der Gutmenschen, die sich in wenig von den Denunzianten der NS-Zeit unterscheiden, in Bewegung zu setzen, wie man es derzeit im Shitstorm gegen David Berger beobachten kann. Ziel der Shitstormer ist es, die Ausstrahlung eines Interviews von WDR5 mit dem Betreiber von Philosophia Perennis zu verhindern. In vorderster Front: Belltower News, der Ableger der Amadeu-Antonio-Stiftung, bei dem Hellseher beschäftigt sind, denn dort weiß man schon, was David Berger im Interview sagen wird, bevor das Interview überhaupt geführt wurde.“

Und etwas weiter unten: „Man muss keinen Shitstorm starten, um ein Interview zu verhindern, wenn man gute, die besseren Argumente hat. Man kann locker und sicher in die Debatte gehen. Dass die Linken das nicht können, zeigt, wie armselig ihr Versuch, die eigene Ideologie zum Heil zu erklären, doch ist.“

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