(David Berger) Die Sachlage rund um den schweren Übergriff auf Frank Magnitz wird seit heute Morgen zunehmend undurchschaubarer. Die Polizei hat – nach Auswertung von Videomaterial – die von der AfD verbreitete Nachricht, ein Kantholz sei zum Einsatz gekommen, dementiert. Und Magnitz selbst soll sich auf seltsame Weise geäußert haben.

In der Pressemitteilung der Polizei Bremen heißt es: „Nach ersten Vernehmungen und der Sicherung und Auswertung von Videomaterial ermitteln die Behörden nunmehr wegen des Verdachts einer gefährlichen Körperverletzung. Gesicherte Aufnahmen zeigen zwei Personen, die sich dem 66-Jährigen von hinten näherten, eine dritte lief versetzt dahinter.

Einer der Unbekannten schlug den Bremer von hinten nieder, woraufhin der Mann stürzte. Der Abgeordnete erlitt eine stark blutende Kopfverletzung. Anschließend flüchtete das Trio vom Ort des Geschehens.

Auf dem bisher gesicherten Videomaterial kann der Einsatz eines Schlaggegenstandes nicht festgestellt werden.“

Verwirrung sorgten auch Aussagen, die Magnitz gegenüber der Bildzeitung gemacht hat, nach denen der Übergriff nicht unbedingt von der Antifa ausgegangen sein muss, sondern auch ein Raubüberfall gewesen sein könnte.

Auch wenn ich mich anders ausdrücken würde als Oliver Flesch in seinem aktuellen Interview, trifft er doch einen wunden Punkt, der weit über den Fall Magnitz hinausgeht.