Es ist wieder soweit. Nach einer Aktion des Kuratoriums der Desiderius-Erasmus-Stiftung sucht nun auch JouWatch das Unwort des Jahres.

Das alte Unwort des Jahres, verliehen durch das Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft der TU Darmstadt, hatte sich zunehmend disqualifiziert, da es nur linke Kampfbegriffe wie „Lügenpresse“ und „Gutmensch“ auszeichnet, Begriffe die eigentlich wesentlich für die aktuelle intellektuelle Debatte in diesem Land geworden sind.

Letztes Jahr gaben sich die „Wissenschaftler“ um Prof. Dr. Nina Janich die Blöße, „Alternative Fakten“ zum Unwort zu erklären, obwohl es ohne alternative Fakten und Sichtweisen ja keine Wissenschaft geben würde. Von Sokrates über Galileo bis Albert Einstein und Jordan Peterson besteht unsere westliche Kultur der Aufklärung aus der Kritik an Überliefertem und der Etablierung von „alternativen Fakten“.

Deshalb will JouWatch mit seinen Lesern und den Autoren von „Wir sind noch mehr“ das Alternative Unwort des Jahres 2018 zu suchen. Bis zum 31.12. werden Vorschläge auf jouwatch, Facebook, Twitter und Blogs gesammelt.

Die prominente Jury wird am Wochenende bekannt gegeben. Die Jury wird Anfang Januar 10 Vorschläge auswählen, über den Sie, werte Leser, bis zum 14.1.2019 abstimmen dürfen. Letztes Jahr gewann „Köterrasse“, das in der Publikumswertung gleichauf mit dem Unwort „Merkel“ lag, durch die Stimmen der Jury.

Vorgeschlagen werden dürfen Wörter und Begriffe, die in besonders unrühmlicher Weise die öffentliche Debatte 2018 geprägt haben, vor allem solche, die von Medien und Politik benutzt wurden, die eigenen Bürger zu schmähen. Bitte achten Sie in Ihren Vorschlägen auf Recht & Gesetz, v.a. in Bezug auf §130 StGB „Volksverhetzung“ und §185 StGB „Beleidigung“.

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung hat in diesem Sinne bereits die Initiative ergriffen und Angela Merkels neuen Lieblingsbegriffe „Hetze“, „Zusammenrottungen“ und „Hetzjagd“ als Kandidaten für das offizielle „Unwort des Jahres 2018″ eingereicht. Die Chancen für eine solche Entscheidung seitens der regierungsnahen Unwort-Jury gehen jedoch gegen Null.

Einige Vorschläge für das Alternative Unwort des Jahres 2018:

Hetzjagd
Hetzjagden und Zusammenrottungen
Rechtsruck
Fluchtsuchende
Qualitätspresse
Schlepperkönig
Seenotrettung
Migrationspakt
rechtlich unverbindlich
Petitionsausschuss
Populismus
Grünen-Verteidigungsexperte
tot aufgefunden
Motivation unbekannt
Shadowban
Lauschangriff
Weltoffenheit
Zivilgesellschaft
Anständige
Verfassungsschutz

Finalisten des letzten Jahres:

Atmende Obergrenze
Bätschi
Bio-Deutsche
Blitzradikalisierung
„Ein Land in dem wir gut und gerne leben.“
Ergebnisoffen
Erlebende
Haftempfindlich
„Joggerin“ (bei Google)
Köterrasse
„Mann“
Merkel-Ork
Messern
Mutti
Offene Grenzen
Schon-länger-hier-lebende
Schulz-Effekt
Schutzsuchende
„So nicht vorhersehbar“
Unwort des Jahres

Bitte schreiben Sie Ihren Vorschlag in die Kommentare auf JouWatch!