(David Berger) Es ist nicht das erste mal, dass in Bayern die Wahlplakate anderer Parteien durch die der CSU widerrechtlich und in Nacht- und Nebelaktionen überklebt werden. Im derzeit verbissenen Wahlkampf kein Wunder. Diesmal war es in Waging am See soweit.

Dass es in Bayern für gewöhnlich etwas rustikaler zugeht, als im Rest der Republik, ist kein Geheimnis. Diese Rustikalität ist tradionellerweise jedoch immer mit der liberalitas bavariae verbunden: Liberalität als urbayerischer Wesenszug. Davon ist bei der CSU in ihrem verbissenen Wahlkampf nicht mehr viel zu bemerken.

Wo bleibt die liberalitas bavariae?

Ob das alleine daran liegt, dass mit Markus Söder ein Franke aus Nürnberg – also nach Ansicht der Oberbayern gar kein richtiger Bayer – als Spitzenkandidat fungiert, erlaube ich mir als geborener Weinfranke zu bezweifeln. Gerade die so lange von lebensfrohen Fürstbischöfen regierten Würzburger dürften deutschlandweit mit zu den liberalsten Bürgern unseres Vaterlandes zählen.

Wie viel noch von dieser Liberalitas übrig ist, zeigen nicht nur die Äußerungen Söders, der mit dem Islam (als dem derzeit heftigsten Feind demokratischer und rechtsstaatlicher Freiheit) noch besser leben kann als sein Parteifeind Seehofer.

Auch eine weitere Aktion, die nur dank des Parallel-Journalismus in den sozialen Netzwerken den Weg ans Tageslicht fand, belegt, wie wenig von dieser gelassenen liberalitas übrig ist.

CSU liegt in Waging nur noch bei 33 Prozent

Kurz und knapp: In Waging am See ließ die nur noch bei 33% liegende CSU zu, dass völlig intakte Plakate der AfD und von Mut-Partei Bayern überklebt wurden:

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